25. März 2014

Handball-Weltmeister Gunnesch wird 70

Es wird eine kleine, aber feine Feier mit Frau, Tochter und Freunden, darunter auch alte Weggefährten vom Sport. Für den 25. März hat Roland Gunnesch in eine Gaststätte in Nürnberg eingeladen, um seinen Geburtstag zu feiern. Mit 30 Gästen will er an diesem Abend anstoßen auf ein neues Jahrzehnt. Der zweifache Handball-Weltmeister vollendet sein 70. Lebensjahr. Der aus dem siebenbürgischen Denndorf stammende Roland Gunnesch wünscht sich ein neues Jahrzehnt mit möglichst viel Gesundheit.
Roland „Roli“ Gunnesch wird in Siebenbürgen entdeckt, kommt aber im Banat als Spieler groß heraus. In die rumänische Nationalmannschaft wird er 217 Mal berufen. Mit seinen zwei Weltmeistertiteln von 1970 und 1974, einer WM-Bronzemedaille von 1967 und zwei Olympiamedaillen aus den Jahren 1972 und 1976 ist er einer der erfolgreichsten rumäniendeutschen Handballer und einer der erfolgreichsten Handballer überhaupt.

Roland Gunnesch. Foto: Johann Steiner ...
Roland Gunnesch. Foto: Johann Steiner
Die Karriere des Modellathleten beginnt an der Bergschule in Schäßburg. Hans Zultner, 1948 Landesmeister im Großfeldhandball mit Voinţa Schäßburg und später mit CCA Bukarest, entdeckt Roland für den Handballsport. „Roli“ wechselt 1962 zum Regionalligisten Victoria Schäßburg, mit dem er 1963 in die erste Liga aufsteigt. 1964 ist er bei Politehnica Temeswar. Fast zwei Jahrzehnte wird er als Spieler in den Diensten von Poli stehen und eine internationale Bilderbuchkarriere machen. Für Poli ist er in der Zeit, die er für den Klub spielt, der wahrscheinlich wichtigste Spieler. Nach dem Ende der aktiven Laufbahn 1983 bleibt er der Poli als Vize-Trainer erhalten, bis 1991. Der Abschied ist mit dem Gewinn des Meistertitels verbunden. Die Macht der Bukarester Klubs ist gebrochen. Roland kehrte Anfang der 1990er Jahre seiner Wahlheimat Temeswar, wo er den größten Teil seines Lebens verbracht hat, den Rücken. Es sind insgesamt 27 Jahre gewesen, davon 19 als Spieler und acht als Trainer. Seither lebt er mit seiner Frau in Nürnberg.

Seit Jahren treibt er keinen Sport mehr, ein künstliches Hüftgelenk würde ihm das Tennisspiel noch ermöglichen, doch das ist ihm zu riskant. So sieht er jede Woche seinem ehemaligen Handball-Kollegen und Freund Dieter Christenau zu, wenn der seinen Gegnern auf dem Tennisplatz gegenübersteht. Auch Zusehen kann Freude bereiten. Jung hält ihn auch die Arbeit in seiner alten Firma, der DELU Luftkissentechnik GmbH, der er noch dreimal in der Woche sein Wissen und Können zur Verfügung stellt.

Johann Steiner

Schlagwörter: Porträt, Geburtstag, Handball

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Neueste Kommentare

  • 25.03.2014, 13:08 Uhr von azur: In Ordnung, Herr Schoger, danke für die Rückmeldung. [weiter]
  • 25.03.2014, 12:31 Uhr von Christian Schoger: Hallo azur, die Schreibweise des Familiennamens mit Doppel-N ist korrekt. Dies bestätigte die ... [weiter]
  • 25.03.2014, 12:20 Uhr von azur: Herzlichen Glückwunsch an Roland Gunesch, viel Glück, Gesundheit und Freude im Kreise seiner ... [weiter]

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