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Kommunalwahl-Nachlese: Bürgermeister mit Traumergebnis / Stadt- und Gemeinderäte
Die allgemeinen Gemeinde- und Landkreiswahlen in Bayern fanden am 8. März statt. Wie angekündigt, wird in dieser Ausgabe über die erfolgreichen Bewerber berichtet. Zu ihnen zählt der parteifreie Bürgermeister von Neubeuern Christoph Schneider, der bereits im ersten Wahlgang mit sage und schreibe 95,2 Prozent die absolute Mehrheit holte. Die 4 300-Seelen-Gemeinde verzeichnete eine Wahlbeteiligung von 71,2 Prozent. So kann der in Augsburg geborene Sohn siebenbürgischer Eltern als Bürgermeister bis 2032 die Leitung der Verwaltung in Neubeuern im oberbayerischen Landkreis Rosenheim innehaben.
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1 • Bir.Kle. schrieb am 21.03.2026, 12:54 Uhr (um 13:23 Uhr geändert):Wenn ein Bürgermeister populär ist und hohes Ansehen genießt, weil er bürgernah agiert und Entscheidungen im Sinne der Kommune und zum Wohle der Bürger trifft, ist es begrüßenswert, wenn er und seine Arbeit mit einem hervorragenden Wahlergebnis honoriert werden. Deshalb beglückwünsche ich Herrn Schneider an dieser Stelle zu seinem fulminanten Wahlsieg und wünsche ihm weiterhin viel Erfolg im Amt.
Aber: Was letztendlich eine "gute", "richtige", "sinnvolle" oder "notwendige" Entscheidung ist, ist immer relativ, zumal jeder Mensch seine individuellen Ansichten und Interessen vertritt.
Das bedeutet im Klartext: Allein durch gute Amtsführung, aufgrund der getroffenen Entscheidungen und durch persönliche Ausstrahlung ist ein solch überragendes Ergebnis mit einem Stimmenanteil von über 90% in der Regel kaum zu erreichen.
Ich möchte Herrn Schneiders Kompetenzen und Leistungen keineswegs bezweifeln. Höchstwahrscheinlich wäre er so oder so mit einem sehr guten Wahlergebnis als Sieger in Neubeuern hervorgegangen.
Dass er jedoch über 90% der Wählerstimmen für sich gewinnen konnte, hat vermutlich jenen Grund, der derartig hohen Wahlergebnissen zumeist zugrunde liegt: Es gab keinen Gegenkandidaten.
Sollte dies der Fall sein, dass in Neubeuern tatsächlich kein Gegenkandidat angetreten war, wäre es höchst angemessen, diesen Umstand zu erwähnen und nicht einfach unter den Teppich zu kehren, damit man das Wahlergebnis besser einordnen kann.
Noch eine Anmerkung ganz anderer Art:
Ich bin in sprachlichen Angelegenheiten äußerst penibel - und dazu stehe ich auch.
Deshalb möchte ich nachfolgend auf den folgenden Satz kurz eingehen:
"Zu ihnen zählt der parteifreie Bürgermeister von Neubeuern Christoph Schneider, der bereits im ersten Wahlgang mit sage und schreibe 95,2 Prozent die absolute Mehrheit holte."
Der Name des Bürgermeisters ist in diesem Kontext grammatikalisch betrachtet eine Apposition (Einschub). Sowohl zu BEGINN als auch ans ENDE einer Apposition gehört ein Komma.
Das heißt, zwischen "Neubeuern" und "Christoph" muss ein Komma gesetzt werden.
(Kommas sind keine lästigen "Fliegenschisse" - im Gegenteil: Sie strukturieren die Syntax, haben folglich Einfluss auf die Satzmelodie und erleichtern zudem das Lesen - sofern sie richtig gesetzt werden.)
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