16. März 2026
Heimat in Kinderaugen: Kinder, Erinnerungen und gelebte Integration im Herzen Münchens
In einer besonders warmen und persönlichen Atmosphäre wurde am 19. Februar im Foyer des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales die Ausstellung „Bilder der Heimat in Kinderaugen“ eröffnet. Schon beim Ankommen war spürbar, dass dieser Nachmittag den Kindern gewidmet war: Sie waren mit Eltern und Großeltern angereist und standen im Mittelpunkt des Geschehens.

Insgesamt wurden siebzehn Werke eingereicht, von denen jedes seine eigene Geschichte erzählte. Acht der Zeichnungen stammten von Kindern unseres Landesverbandes: Hannah aus der Kreisgruppe Bad Tölz – Wolfratshausen sowie Alissia, Vanessa, Sophie, Lara, Emma, Nicole und Marco aus der Kreisgruppe Ingolstadt hatten Bilder eingereicht, in denen sie Siebenbürgen darstellten.
Dr. Petra Loibl zeigte sich beeindruckt von der Kreativität und den Gefühlen, die in den Bildern sichtbar wurden. Auch Amtschef Dr. Markus Gruber richtete ein Grußwort an die Gäste und hob hervor, dass Bayern für viele Vertriebene und Aussiedler zu einer neuen Heimat geworden ist – ein Ort des Ankommens und der Integration.
Die Entscheidung sei äußerst schwergefallen, denn im Grunde hätten alle Beiträge eine Auszeichnung verdient, erklärte Paul Hansel im Namen der Jury, bestehend aus Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Wissensoffensive – Geschichte der Deutschen in Ostmitteleuropa“ des BdV Bayern. Die anschließenden Laudationes von Dr. Lilia Antipow gingen unter die Haut: Mit einfühlsamen Worten ließ sie die Geschichten hinter den Bildern lebendig werden und machte deutlich, wie eng Erinnerung, Familie und Identität miteinander verbunden sind. Die Kinder warteten gespannt auf die Entscheidung der Jury, die schließlich drei Bilder prämierte. Vanessa (Ingolstadt) wurde mit einem der Preise belohnt. Alle anderen Kinder erhielten kleine Geschenke. Zu den ersten Gratulanten zählten der Landesvorsitzende Manfred Binder und seine Stellvertreterin Ingrid Mattes sowie Herta Daniel, Ehrenvorsitzende unseres Verbandes.
Ebenfalls bereichernd war die parallel gezeigte Sonderausstellung „Integration und Heimat“, in der acht weitere Kinderbilder aus einem Münchner Kinderhort präsentiert wurden – gemalt von Kindern aus sieben verschiedenen Ländern. Hier wurde sichtbar, dass Heimat viele Gesichter hat und immer dort entsteht, wo Menschen angenommen werden. Der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Karl Straub, MdL, brachte für diese Werke einen eigenen Preis mit und betonte, wie wichtig Begegnung, Offenheit und gemeinsames Erinnern für das Zusammenleben in Bayern sind.
So wurde die Vernissage weit mehr als eine Ausstellungseröffnung: Sie war ein lebendiger Ort der Begegnung zwischen Jung und Alt, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Herkunft und neuer Heimat – getragen von der Kreativität der Kinder, der Unterstützung ihrer Familien und einer spürbaren Herzlichkeit, die den Raum erfüllte.
Ingeborg Binder
Hier geht's zur Bildergalerie.Schlagwörter: Kinder, Aussiedlerbeauftragte, Wettbewerb
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- 16.03.2026, 13:38 Uhr von ingenius mobile: Mit Verlaub, ein „lebendiger Ort der Begegnung“ wäre es, wenn wir Siebenbürger Sachsen in München ... [weiter]
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