12. Oktober 2012

SJD bringt Kinderaugen zum Leuchten

Für ein Projekt der Peter Maffay Stiftung und der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD) öffnete vom 8.-10. August 2012 die Fundaţia Tabaluga „Kinderschutzburg Radeln“(Siebenbürgen) zur Belohnung für ausgezeichnete Leistungen im letzten Schuljahr ihre Tore für 13 Schulkinder der ersten bis vierten Klasse aus Radeln. Betreut wurden sie während der drei Tage von ehrenamtlich tätigen Helfern der SJD.
Die Idee für eine Zusammenarbeit zwischen der Peter Maffay Stiftung und der SJD ist während des Besuchs von Peter Maffay beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen 2011 entstanden, wo der Musiker von der positiven Energie, die ihm vor allem von den Jugendlichen entgegengebracht wurde, begeistert war. Das Motto jenes Heimattages lautete „Flügel hier, Wurzeln dort: Brücken über Zeit und Raum“. Getreu diesem Motto machten sich Jugendliche mit siebenbürgischen Wurzeln auf ins malerisch gelegene Radeln (Roadeş), um mit dortigen Dorfkindern, die nicht das Glück haben, eine unbeschwerte Kindheit zu haben, einige unvergessliche Momente zu erleben.

Bei strahlend blauem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen war den 13 Schulkindern bereits am ersten Nachmittag beim „Fröschewerfen“, auf dem Trampolin oder beim Tischkicker die Begeisterung und Freude anzusehen. Trotz der ein oder anderen Sprachbarriere kamen Kinder und Betreuer gut miteinander klar und hatten viel Spaß.
Betreuer und Teilnehmer der Kinderfreizeit in ...
Betreuer und Teilnehmer der Kinderfreizeit in Radeln. Foto: Heike Mai-Lehni
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Kreativität. Jedes Kind hatte die Möglichkeit, ein eigenes T-Shirt zu bemalen, einen Hut zu basteln, sich Tattoos aufkleben oder schminken zu lassen. Strahlende Kinderaugen belohnten die ehrenamtlichen Betreuer. Den Abschluss des Tages bildete ein buntes Gruppenfoto, das als Titelbild das „Erinnerungsbüchlein“ schmückte, das jeder selbst gestalten und mit nach Hause nehmen durfte. Für die Betreuer zeigte sich ein unvergessliches Bild, als die Kinder – geschminkt und mit ihren selbst gebastelten Hüten – stolz den Weg ins Dorf hinunter spazierten.

Das Highlight des letzten Tages war das gemeinsame Kochen: gegrillte Würstchen und Fleisch, selbst geschnippelter Salat und selbst gebackene Muffins – von einigen Kindern liebevoll „Maffays“ genannt – sorgten für einen gebührenden Abschluss dieser dreitägigen Kinderfreizeit.

Für die Kinder und die Betreuer waren es ergreifende Tage, in denen viel zusammen gelacht wurde und Freundschaften entstanden sind. Es gibt nichts Schöneres als leuchtende Kinderaugen – diese haben die Betreuer in den drei Tagen gesehen! Obwohl sich die Schulkinder in ihren wohlverdienten Sommerferien befanden, ist mehrfach deutlich geworden, welchen Ehrgeiz sie haben und wie wichtig es für sie ist, in der Schule immer weiter zu lernen, damit sie sich möglichst viele Möglichkeiten offen halten, um ihre Träume zu verwirklichen.

Nach dem durchweg positiven Feedback aller Beteiligten lassen weitere ähnliche Projekte nicht allzu lange auf sich warten … und eins ist schon sicher: Wir werden Radeln und seinen Kindern sicher noch einige Besuche abstatten!

Ein Besuch der Fundaţia Tabaluga und des Kinderferienhauses lohnt sich. Die vorherige Anmeldung im Verwaltungsbüro bei Karin und Michael Morth per E-Mail: fundatiatabaluga[ät]petermaffay.de oder Telefon: (00 40-7 85) 29 84 59 ist ­jedoch unbedingt notwendig, da unter Berücksichtigung der Privatsphäre und während der Aufenthalte von Kindergruppen nicht immer eine Besichtigung der Anlage möglich ist. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Homepage der Peter Maffay Stiftung: www.petermaffaystiftung.de. Ein großer Dank gilt Karin und Michael Morth, die uns vor Ort unterstützt und für die Verpflegung gesorgt haben, und den ehrenamtlichen Helfern, ohne die diese Veranstaltung nicht hätte stattfinden können.

Elmar Wolff

Schlagwörter: Radeln, Kinder, Freizeit, Maffay, SJD

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Neueste Kommentare

  • 12.10.2012, 09:00 Uhr von gogesch: Klasse Aktion. Diese Aktion kann sicherlich auch in anderen Ortschaften, wo ein sächsisches ... [weiter]

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