4. Juli 2008

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Kinderfreizeit der SJD Baden-Württemberg in Lindach

Die 4. Kinderfreizeit des Landesverbands Baden-Württemberg der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland stand vom 13. bis 15. Juni unter dem Motto „Manege frei!“. Das ganze Wochenende über waren die Kinder sehr aktiv, auch in der Küche, sie halfen beim Abspülen, Tischdecken und Abräumen.
Am 13. Juni startete die 4. Kinderfreizeit der SJD Baden-Württemberg unter der Leitung von freiwilligen Betreuern, die größtenteils aus der SJD Baden-Württemberg stammten, mit dem Zirkus-Thema „Manege frei!“. Die Kinder von 8 bis 14 Jahren wurden von ihren Eltern im Paulushaus in Lindach bei Schwäbisch Gmünd abgeliefert und konnten sofort ihre Zimmer beziehen und erst einmal ausgelassen auf dem weitläufigen Gelände des Paulushauses spielen. Ihre mitgebrachten weißen T-Shirts bemalten sie mit Zirkus-Motiven und ihrem Namen, um die Verständigung an diesem Wochenende etwas zu vereinfachen. Beim Abendessen begrüßte Astrid Kelp alle, gab einen kurzen Einblick in die kommenden Tage und legte ein paar Hausregeln fest, an denen sich die Kinder orientieren konnten. Nach dem Abendessen gesellten sich alle Kinder und Betreuer in einen Stuhlkreis für ein kurzes Kennenlern-Spiel vor dem Zubettgehen. Jeder durfte einmal mit einem Schaumstoffwürfel würfeln, anschließend aufstehen, den eigenen Namen nennen und anhand der vorher gewürfelten Zahl zum Beispiel die Lieblingsfarbe oder das Lieblingsessen sagen. Dann wurde es für die Kinder Zeit zum Schlafen. Die Betreuer besprachen den nächsten Tag, gingen die Einteilung der Workshops durch und bereiteten die Räume und Requisiten vor.

Das Wochenende über waren die Kinder auch in der Küche aktiv. Sie mussten sich auf einer Liste eintragen, um jeweils beim Tischdecken, Abräumen und Geschirrspülen zu helfen.

Der Samstag begann nach dem Frühstück mit der Einteilung der Kinder in die einzelnen Workshops. Folgende Workshops wurden angeboten: einen Stiftehalter dekorieren und gestalten, einen „heißen“ Draht zusammenbauen und ausprobieren, eine Tasche aus Filz zusammennähen und gestalten, Zaubertricks lernen und die Utensilien dazu selber basteln, Jonglierbälle basteln und Jonglieren lernen, Clownsnasen und -perücken selber basteln und den Zirkusbanner gestalten. Dabei waren die letzten beiden Workshops Pflicht, da die hier gebastelten Requisiten in der großen Zirkus-Show am Sonntag vor den Zuschauern und Eltern zum Einsatz kommen sollten. Kinder und Betreuer der Kinderfreizeit, am ...Kinder und Betreuer der Kinderfreizeit, am Sonntag nach der „Zirkusshow“. Foto: Karin Nägler
Für das Einkaufen des Essens und die Arbeit in der Küche waren heuer wieder Renate Fritsch und Dietmar Melzer verantwortlich. Sie sorgten immer dafür, dass das Essen rechtzeitig auf dem Tisch stand, es allen schmeckte und genügend da war. Dabei ist die Planung und die eigentliche Arbeit in der Küche wahrscheinlich eine der anstrengendsten Aufgaben an diesem Wochenende gewesen.

Zum Abendessen wurden am Samstag die Tische draußen auf der Wiese aufgestellt und der Grill angefeuert. In der Abendsonne aßen die Kinder mit den Betreuern unter freiem Himmel ihre gegrillten Würstchen und Salat und genossen noch einmal das schöne Wetter. Danach hatten die Kinder ein wenig Freizeit und konnten sich im Haus und auf dem Gelände austoben. Im Haus konnten sie auch Brett- oder Kartenspiele spielen. Während die Kinder sich auf den Zapfenstreich vorbereiteten, bereiteten die Betreuer die große Show für Sonntag vor. Die Einzelteile des Zirkusbanners wurden zu einem Ganzen zusammengefügt, Requisiten zusammengestellt oder erst noch gebastelt. Nach dem Kontrollgang, ob auch wirklich alle Kinder in ihren Betten waren, ließ ein Teil der Betreuer den Tag am Lagerfeuer ausklingen.

Der Sonntag war wohl der aufregendste der drei Tage. Im Anschluss an das Frühstück folgte die Auslosung der Gruppen für die Show am Nachmittag. Doch bevor es mit den Vorbereitungen losgehen konnte, wurden die Kinder auf die Zimmer geschickt, um diese schon einmal aufzuräumen und ihre Sachen zu packen. Die Zirkus-Show war nämlich der große Abschluss dieses Wochenendes. Um die einzelnen Gruppen kümmerten sich mindestens zwei Betreuer, die mit den Kindern zu den jeweiligen Themen eine Showeinlage einstudierten. So wurden einstudiert: ein gemeinsamer Tanz: das „rote Pferd“, mit dem die Show abgeschlossen werden sollte, verschiedene Clownnummern, die immer wieder zwischendrin für Erheiterung sorgen sollten, natürlich eine Zaubernummer, eine große Tiernummer und auch eine Akrobatiknummer bei der die Kinder mit Diabolo und den Jonglierbällen Eindruck schindeten. Die bereits anwesenden und neugierigen Eltern mussten dabei draußen warten, bis die große Show begann. Als es dann so weit war, nahmen die Eltern rasch in den Rängen Platz. Dabei war der Vorhang des Zirkus „Sibikus“ noch geschlossen und es wurde Popcorn für die Nerven verteilt.

Mit Astrid Reiner als Zirkusdirektorin begann die Show. Clowns sorgten für jede Menge Lacher, Zauberer erstaunten das Publikum mit unerklärlichen Zaubertricks, wilde Tiere folgten in der Tiernummer gehorsam der Dresseurin und die Akrobatikgruppe sorgte mit ihren Fähigkeiten für staunende Gesichter. Dabei war allen Kindern die Anspannung förmlich ins Gesicht geschrieben, wobei die Eltern nicht weniger aufgeregt waren. Seitens der Betreuer gab es eine Cowboynummer, in der Cowboy „Mic“ mit Hilfe seiner Assistentin seine Treffsicherheit unter Beweis stellen konnte. Am Ende der Vorstellung kamen Kinder und Betreuer in die „Manege“, um gemeinsam das „rote Pferd“ zu tanzen und somit die Vorstellung zum Abschluss zu bringen. Die Eltern, Kinder und Betreuer waren begeistert über das Ergebnis, das am Ende dieses Wochenendes live zu erleben war. Die Eltern dankten den Betreuern am Ende der Zirkusvorstellung mit einer kleinen Spende, wofür an dieser Stelle noch einmal ein Dank ausgesprochen sein soll. Im Anschluss an die Show suchten Eltern als auch Betreuer das Gespräch, um sich über das Wochenende auszutauschen. Langsam leerte sich das „Zirkuszelt“ im Paulushaus. Damit ging die 4. Kinderfreizeit der SJD BW zu Ende. Zum Schluss wurde alles aufgeräumt. Die Betreuer ließen noch einmal gemeinsam das gesamte Wochenende Revue passieren und gaben dabei Verbesserungsvorschläge für das nächste Mal an. Es wurde besprochen, was gut und was weniger gut war, um die Kinderfreizeit immer weiter zu verbessern.

Dieses Wochenende war sehr anstrengend, aber auch sehr schön. Es hat Spaß gemacht, den Kindern etwas beizubringen, ihnen zu helfen, etwas selber zu basteln oder zu erlernen. Dabei war es auch immer wichtig, einen Bezug zu unserer Herkunft und Heimat herzustellen und so die Kinder jetzt schon dafür zu begeistern, damit die Erinnerung daran nicht verloren geht und wir unsere Arbeit auch in Zukunft so erfolgreich wie an diesem Wochenende durchführen können.

Ein Dankeschön geht an alle Betreuer und unser Küchenteam, ohne die solch ein Wochenende mit Kindern nicht möglich wäre. Hoffentlich bleibt Ihr uns auch für die kommenden Jahre erhalten. Ein Dankeschön auch an Heike Wagner-Hermann, die die gesamte Organisation übernommen hat, um unsere Landejugendleiterin zu entlasten. Auch wenn im Vorfeld ein paar organisatorische Hürden zu überwinden waren, lief das Wochenende wie geschmiert und das nicht zuletzt aufgrund einer guten Vorarbeit. Ein weiterer Dank geht an Astrid Kelp, dem „Kopf“ des Wochenendes. Verantwortlich für die gesamte Kinderfreizeit, war sie für alle Fragen offen und stets gewillt, Probleme so gut wie möglich zu lösen. Der größte Dank gebührt den Eltern der Kinder für das Vertrauen, das uns das ganze Wochenende über entgegengebracht wurde. Hoffentlich gilt dies auch für nächstes Jahr, wenn die Kinderfreizeit ihr erstes Jubiläum feiert und wir dann die fünfte Kinderfreizeit ausrichten dürfen. Dafür lassen wir uns etwas Besonderes einfallen, also merkt euch schon einmal den Termin 19. bis 21. Juni 2009 vor. Bis zum nächsten Mal in Lindach bei der Kinderfreizeit der SJD BW.

Edwin-Andreas Drotleff

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Mehr Fotos auf der Homepage der SJD Baden-Württemberg

Schlagwörter: SJD, Kinder, Baden-Württemberg

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