27. August 2014

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Traunreuter besuchen Landler-Museum im Salzkammergut

Die jährliche Tagesfahrt der Kreisgruppe Traunreut des Verbandes der Siebenbürger Sachsen führte ins Dachsteingebiet im Inneren Salzkammergut in Österreich, und zwar an den Gosausee. Bei regnerischem Wetter starteten wir in der Früh von Traunreut über Salzburg – Golling – Abtenau nach Gosau. Schon auf der Hinfahrt konnten wir die Aussicht auf die majestätische Bergwelt mit ihren schmucken Dörfern und saftigen Wiesen genießen.
Der Gosausee bietet einen herrlichen Blick auf das Dachsteinmassiv und Gosautal. Trotz unbeständigem Wetter machten einige von uns einen Spaziergang um den See. Der einsetzende Regen verhinderte aber die Auffahrt mit der Gosaukammbahn zur 1550 m hoch gelegenen Gablonzer Hütte.

Nach der Mittagspause ging unsere Reise weiter am Hallstätter See entlang nach Hallstatt. Dort besichtigten wir die spätgotische katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt (1505) mit dem berühmten Hallstätter Marienaltar. Für Hartgesottene unter uns bestand die Möglichkeit, das weltberühmte „Beinhaus“ aus dem 16. Jahrhundert zu besichtigen, in dem 610 Totenschädel auf den Knochen der Verstorbenen übereinander gestapelt sind. Auf der Stirn jedes Schädels stehen Name, Geburts- und Sterbedatum. Bis zu unserer Weiterfahrt konnten wir bei Sonnenschein auch die einmalige Altstadt, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, besichtigen. Reisende aus Traunreut vor dem Landlermuseum in ...Reisende aus Traunreut vor dem Landlermuseum in Bad Goisern. Foto: Brigitte Buortmes In Bad Goisern stand die Besichtigung des Heimat- und Landlermuseums auf dem Programm. Der Name „Landler“ leitet sich von „Landl“ ab, einem Gebiet in Oberösterreich. Die Landler sind Nachkommen österreichischer Lutheraner, die im 18. Jahrhundert unter Kaiser Karl VI. und seiner Tochter Maria Theresia wegen ihres Glaubens im Rahmen der Transmigration nach Siebenbürgen deportiert wurden. Sie ließen sich in über 20 Ortschaften Südsiebenbürgens nieder. Ihre Mundart und Tracht blieben aber nur in drei Ortschaften um Hermannstadt erhalten: Neppendorf, Großau und Großpold. Im liebevoll eingerichteten Museum kann man Haushaltsutensilien, Trachten, Wandschmuck, Bilder und Einrichtungsgegenstände aus den drei Landlergemeinden bewundern. Beim Anblick dieser Exponate fühlten sich vor allem die mitgereisten Landler in das Siebenbürgen vergangener Zeiten zurückversetzt.

Uber Bad Ischl – Wolfgangsee – Fuschlsee – Salzburg ging es zurück nach Traunreut. Es war eine wunderschöne, lehrreiche Reise, nicht zuletzt dank unserem kompetenten, erfahrenen Reiseleiter Oswald Zerwes und unserem Busfahrer Wasti vom Busunternehmen Mitterbichler aus Traunreut. Im Namen des Vorstandes ein herzliches Dankeschön an euch beide! Dankeschön auch an die Teilnehmer dieser Reise, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Egon Buortmes

Schlagwörter: Reise, Traunreut, Landler

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