15. Januar 2016

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Ingolstadt: Altoberbürgermeister Peter Schnell, ein Freund der Siebenbürger Sachsen, wurde 80

Am 9. Dezember feierte der Altoberbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Ingolstadt, Peter Schnell, seinen 80. Geburtstag. Er wurde 1935 als Sohn eines Lokführers in Ingolstadt geboren. Nach seinem Jurastudium war er als Staatsanwalt und Richter tätig und von 1966 bis 1972 Abgeordneter des Bayerischen Landtags. 30 Jahre lang, von 1972 bis 2002, lenkte Schnell als Oberbürgermeister die Geschicke Ingolstadts.
Peter Schnell hat während seiner langen Amtszeit erheblich dazu beigetragen, Ingolstadt zu einer modernen Stadt und einem dynamischen Wirtschaftszentrum zu machen, beispielsweise mit dem Bau von Schulen, eines neuen ­Klinikums, der Ansiedlung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowie der damaligen Fachhochschule oder des Güterverkehrszentrums (GVZ). Auch der Bau der dritten Donaubrücke, des Outlet-Zentrums Ingolstadt-Village, die Ausweisung einer Fußgängerzone und die Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 1992 entstammt seinem Wirken. Darüber hinaus wurden Patenschaften mit anderen Städten begründet und er legte großen Wert darauf, dass diese auch gepflegt wurden. Mit seinem Einsatz und seiner Hilfe durfte ich oft mit Stadtfahrzeugen zu unseren Patenschaften (Waisenhaus und Altersheim) in Hermannstadt Hilfsgüter bringen. Von links: Willy Schenker, Dr. Regina Schnell und ...Von links: Willy Schenker, Dr. Regina Schnell und Altoberbürgermeister Peter Schnell. Foto: Agnetha Schenn Der Erhalt des kulturellen Erbes war ihm ebenso ein besonderes Anliegen wie die nachhaltige Umweltpolitik und die Verbesserung der Lebensqualität. Peter Schnell nahm die Anliegen der Bürger sehr ernst. Er wollte eine Bürgerstadt haben und für die Bevölkerung ein Oberbürgermeister zum Anfassen sein. Von dieser Volksnähe profitierten auch die Siebenbürger Sachsen, die sich am Anfang seiner Amtszeit in Ingolstadt ansiedelten. Bereits 1974 wurde städtischer Baugrund für die Aussiedler ausgewiesen. In persönlichen Gesprächen erkannte Peter Schnell die Zielstrebigkeit und die Zuverlässigkeit der neuen Siedler, von denen die meisten innerhalb kurzer Zeit Arbeit beim größten Automobilhersteller der Region fanden und sich dank dieser Unterstützung eine sichere Existenz aufbauen konnten. Bald darauf entstanden drei große Siedlungen der Siebenbürger Sachsen. 1975 genehmigte die Stadt Kulturgelder zur finanziellen Unterstützung der siebenbürgischen Kultur. Die Ingolstädter Tanzgruppe wurde gegründet und nach und nach auch andere Kulturgruppen und die Blasmusik. Peter Schnell kam sehr gern als Gast zu den siebenbürgischen Veranstaltungen und hatte stets ein offenes Ohr, wenn Hilfe benötigt wurde.

2001 reisten Peter Schnell und Ehefrau mit mir zum ersten Mal nach Hermannstadt und machten Bekanntschaft mit Klaus Johannis, dem damaligen Oberbürgermeister der Stadt.

In dankbarer Anerkennung für das Entgegenkommen und die langjährige Unterstützung wünschen die in Ingolstadt lebenden Siebenbürger Sachsen dem Jubilar für die nächsten Jahre alles Gute, viel Glück und beste Gesundheit.

Willy Schenker

Schlagwörter: Ingolstadt, Jubilar

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