22. Oktober 2011

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Trachtenpuppen im „Friedrich-Teutsch“-Haus in Hermannstadt

Kürzlich hat Edith Rothbächer zwei weitere Trachtenpuppen für die Trachtenpuppenausstellung im Landeskirchlichen Museum des „Friedrich-Teutsch“-Hauses in Hermannstadt gespendet: eine Trachtenpuppe aus Urwegen/Unterwald und eine aus Wurmloch/Das Alte Land/Hermannstädter Gegend.
Zur Trachtenpuppe der verheirateten Frau mit Haube aus Urwegen: In Urwegen hat die Frauentracht manches Altertümliche bewahrt. Das erkennt man an der bunt gestickten Haube mit herzförmigem Gesichtsschnitt. Die Frau trägt den schönen Spangengürtel, der spitz nach unten getragen wird. Die gestickte Schürze mit Flachstickmotiven der Trachtenträgerin, samt Jahreszahl, ergänzt das Trachtenbild.

Zur Trachtenpuppe des verheirateten Mannes mit Kirchenpelz aus Wurmloch/Das Alte Land/ Hermannstädter Gegend: In Wurmloch wird der schöne Kirchenpelz im Sommer wie im Winter getragen. Dieser Kirchenpelz hat Blumen- und Herzmotivapplikationen, der mit der Jahreszahl, in dem er gefertigt wurde, versehen ist. Die Kürschner haben diese Kirchenpelze gefertigt und gestickt. Es gab auch Männer, die diese Applikationen gestickt haben und das mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl beherrschten. Der schwarze Hut, Weste, Hose und Schuhe ergänzen das komplette Männertrachtenbild.Neu in der Trachtenpuppenausstellung: ...Neu in der Trachtenpuppenausstellung: Trachtenpuppen aus Urwegen (links) und Wurmloch. Foto: Dr. Wolfram G. Theilemann Derzeit sind über 50 Trachtenpuppen nebst Kirchentrachtenteilen der Siebenbürger Sachsen im „Friedrich-Teutsch“-Haus zu bestaunen. Dort findet man aber auch kirchliche Exponate wie den Altar aus der evangelischen Kirche in Streitfort/Repser Gegend/Altland, Patene und Kelche, außerdem Volkskunst und Fotos vom alltäglichen kirchlichen Leben. Landsleuten wie Volkskunst-Interessenten ist ein Besuch dieser wunderschönen Ausstellung sehr zu empfehlen. Das Landeskirchliche Museum „Friedrich-Teutsch“ in Hermannstadt ist bestrebt, diese schönen Trachtenpuppen durch Plexiglas-Bedachungen vor Verunreinigung zu schützen. Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten der Museumsarbeit erteilt Dr. Wolfram G. Theilemann, Kultur- und Begegnungszentrum „Friedrich Teutsch“ der Evangelischen Kirche A.B. in ­Rumänien, Str. Mitropoliei Nr. 30, 50179 Hermannstadt, Rumänien, Telefon/Fax: (00 40-2 69) 20 67 30, Internet: www.teutsch.ro; www.evang.ro.

Dietmar Melzer

Schlagwörter: Ausstellung, Hermannstadt, Trachtenpuppen

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