23. April 2017

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Siebenbürgische Familienforscher tagten zum 18. Mal in Bad Kissingen

Bei ihrem 18. Treffen erörterten die Mitarbeiter des Projektes „Genealogie der Siebenbürger Sachsen“ vom 24. bis 26. März 2017 in Bad Kissingen „Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität unserer Arbeit“. Eine gute Qualität ist vor allem im Hinblick auf die Veröffentlichung dringend erforderlich. Dieses Seminar wurde freundlicherweise von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.
Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch die Projektleiterin Jutta Tontsch bildete wie üblich die Vorstellungsrunde den Auftakt der Tagung. Sie dauerte länger als bei den letzten Seminaren, weil überraschend viele Teilnehmer den Weg in die Tagungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen gefunden hatten, darunter mehrere neue Interessenten.

Um allen Teilnehmern mit ihren Fragen und Problemen gerecht zu werden, wurde die Tagesordnung am Samstagvormittag im Anschluss an die Mitarbeiterversammlung geändert: Anstatt wie gewöhnlich zwei gab es diesmal drei Parallel-Vorträge. Erfreulich viele Teilnehmer hatten den Weg nach ...Erfreulich viele Teilnehmer hatten den Weg nach Bad Kissingen gefunden, so dass wieder auf der Treppe vor dem Haus fotografiert wurde. Foto: Martin Buck Der Gruppe der neuen Mitarbeiter zeigte Jutta Tontsch zum einen, wie Matrikel- und Familienbücher aussehen und welche Daten sie enthalten, und zum anderen, wie mit dem Programm Gen_Pluswin gearbeitet wird. In ersten Übungen konnten die Teilnehmer Personen- und Familiendaten in das Programm eingeben.

Für die zweite Gruppe erläuterte Bernd Eichhorn, welche Möglichkeiten das Programm Gen_Pluswin bietet, um die Qualität der Eintragungen zu verbessern. Er zeigte u.a., welche Fehler bei der Dateneingabe entstehen und wie sie aufzufinden und zu korrigieren sind.

Der IT-Experte des Projekts, Dr. Dietmar Gärtner, erklärte der dritten Gruppe die großen Vorteile des Programms TNG hinsichtlich der Recherche-Möglichkeiten. Dazu zog er u.a. den Vergleich mit veröffentlichten Stammbäumen des Vereins für Computergenealogie heran. Am Beispiel der Gefallenen im 1. und 2. Weltkrieg konnten die Anwesenden diese Art von Recherche in TNG üben. Ein kleiner Dank ging an die Menschen, die ...Ein kleiner Dank ging an die Menschen, die zurzeit die meiste Arbeit mit dem Projekt „Genealogie der Siebenbürger Sachsen“ haben. Foto: Werner Hienz Am Nachmittag hielt Jutta Tontsch einen Vortrag über „Die Genealogie der Siebenbürger Sachsen als Quelle zur Erforschung ihrer Identität“. Bekanntermaßen haben die Siebenbürger Sachsen eine Reihe von Charakteristika, die zu ihrer Identität gehören: die sächsische Mundart, Kirchenburgen, Trachten und manches andere. Die Genealogie kann – dies zeigte Jutta Tontsch anhand mehrerer Beispiele – die Reihe dieser Besonderheiten ergänzen. Den Kirchenbüchern und anderen Dokumenten sind z.B. Angaben zu Militär- und Kriegsdienst, Deportation, Aus- und Einwanderungen zu entnehmen, die an vorgesehener Stelle in das Genealogieprogramm eingegeben werden können. Dafür wurden entsprechende Richtlinien erarbeitet.

Es ist erfreulich, dass sich im Verlauf des Seminars sieben erstmals anwesende Teilnehmer zur Mitarbeit im Projekt entschieden haben. Dadurch kann die Erfassung der Daten folgender siebenbürgischer Orte zusätzlich beginnen: Broos, Eibesdorf, Halvelagen, Langenthal, Michelsdorf an der Kokel, Rode und Weidenbach – damit nähern wir uns der Marke 100 bearbeiteter Gemeinden! Die Vorstellung der Teilnehmer dauerte länger als ...Die Vorstellung der Teilnehmer dauerte länger als bei den vergangenen Seminaren, da überraschend viele Teilnehmer den Weg nach Bad Kissingen gefunden hatten. Foto: Anneliese Vater Im Abschlussreferat am Sonntagvormittag zeigte Gisbert Berwe die Möglichkeiten auf, mit Gen_Pluswin neben Ahnen- und Nachfahrenlisten auch ein Familienbuch zu erstellen.

Das 19. Seminar ist für den 13. bis 15. Oktober 2017 wieder in Bad Kissingen geplant. Interessenten können sich unter dem folgenden Link über das Projekt informieren: https://aksl.de/genealogie.

Renate Weber

Schlagwörter: Genealogie, Familienforschung, Bad Kissingen, AKSL

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