9. Juli 2006

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"Amelius-Trio" glänzt in Dinkelsbühl bei zwei Auftritten

Die jungen Musiker des „Amelius-Trios“ gestalteten beim diesjährigen Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl die musikalische Umrahmung sowohl des Empfangs der Bayerischen Staatsregierung am 2. Juni als auch der Eröffnung des Heimattages am Pfingstsamstag.
Das von Professor Karsten Nagel (Augsburg) und Professor Martin Spannenberg (Weimar) geprägte Trio spielt seit Jahren Kammermusik in verschiedener Besetzung. Beim Empfang wurden Kompositionen für Fagott und Klarinette von François René Gebauer und von François Devienne dargeboten. Bei der feierlichen Eröffnung des Heimattages am Samstagvormittag, ebenfalls im Schrannen-Festsaal, interpretierte das „Amelius-Trio“ - im Mozartjahr - zwei Divertimenti des Jubilars Wolfgang Amadeus Mozart, zudem das „Trio für Bläser“ des siebenbürgischen Komponisten Hans Peter Türk.
Großen Applaus erhielt das Amelius-Trio im Schrannen-Festsaal, von links nach rechts: Raguel Ott, Ingrid Hutter und Markus Krusche. Foto: Doris Hutter
Großen Applaus erhielt das Amelius-Trio im Schrannen-Festsaal, von links nach rechts: Raguel Ott, Ingrid Hutter und Markus Krusche. Foto: Doris Hutter

Die drei Musiker haben sich im Bayerischen Landesjugendorchester kennen gelernt. Raguel Ott (21), Oboe, gebürtiger Schwabe, studiert an der Hochschule für Musik Augsburg, ist Bundes­preisträger von "Jugend musiziert" und Mitglied des Bundesjugendorchesters. Markus Krusche (21), Klarinette, ist Franke und studiert an der Hochschule für Musik Weimar. Er erhielt den Kulturförderpreis der Stadt Gersthofen, den 2. Preis beim "Musikwettbewerb des Lions Club" und ist Stipendiat der Studienstiftung des Deut­schen Volkes. Die Dritte im Bunde ist Ingrid Hutter (22), Fagott. Sie wurde in Siebenbürgen, in Agnetheln, geboren und kam im Kindergar­tenalter nach Deutschland. Sie studiert an der Hochschule für Musik Augsburg, war Praktikan­tin bei den Nürnberger Symphonikern, hilft aus bei den Hofer Symphonikern sowie beim Phil­harmonischen Orchester der Stadt Augsburg und ist Stipendiatin der Jehudi Menuhin-Stiftung.
Durch ihr außerordentliches Können, durch ihre Ausstrahlung vermittelten die drei jungen Musiker des „Amelius-Trios“ dem Publikum ihre Begeisterung für ein Repertoire, das vom 18. Jahrhundert bis zur zeitgenössischen Musik reicht. Es war gewiss eine Sternstunde für alle Zuhörer.

Josef Balazs


Schlagwörter: Dinkelsbühl, Heimattag, Musik

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