27. April 2009

Horst-Hans Bäcker: großer Publikumszuspruch

In Craiova gab die dortige Philharmonie am 5. März ein mit über 500 Zuhörern ausverkauftes Konzert unter dem Bonner Dirigenten Horst-Hans Bäcker, zu dem 50 Karten mehr verkauft wurden als Sitzplätze vorhanden waren. Diese Zuhörer mussten im Saalrund stehen, was aber ihrer musikalischen Begeisterung keinen Abbruch tat.
Die Familie Bäcker hat ihre Wurzeln in Rumänien: Die Mutter Regina, geb. Müller, stammt aus Meschendorf, Siebenbürgen, absolvierte ihre Schneiderlehre in Schäßburg; der Vater Johann wurde in Deutsch-Stamora geboren und bekam beim Militärensemble Bukarest seine erste Anstellung als Klarinettist. In Bukarest lernten sich beide kennen, zog dann nach Kronstadt, weil Johann bei der dortigen Philharmonie eine weitere Anstellung bekam, bevor die Familie 1973 nach Wuppertal übersiedelte.

Horst-Hans Bäcker ...
Horst-Hans Bäcker
Horst-Hans wurde zwar in Bukarest geboren, wuchs die ersten Lebensjahre in Kronstadt auf, war fast regelmäßig bei den Orchesterproben schon als Dreijähriger anwesend. In Deutschland absolvierte er ab 1973 für zwei Jahre die Musikhochschule Wuppertal. Den Rest seines Musikstudiums verbrachte er am Mozarteum in Salzburg mit dem Schwerpunkt Komposition und Aufführungspraxis alter Musik bei Professor Nikolaus Harnoncourt. Dann kehrte er nach Köln zurück und studierte noch drei Semester Komposition bei Prof. Bauer. Anschließend war er zehn Jahre Musikschulleiter in Langenhagen bei Hannover.

Bislang dirigierte er in Craiova, Hermannstadt, Temeswar, Arad, Großwardein, Klausenburg und Jassy, zudem in Ungarn, Brasilien und westeuropäischen Ländern wie Luxemburg, Spanien und Portugal. Nach wie vor zeigt Horst-Hans Bäcker immer wieder seine enge Verbundenheit mit seinem Herkunftsland und wird gern als Gastdirigent der verschiedenen rumänischen Orchester eingeladen.

Nach einer viertägigen gemeinsamen Probe mit dem Dirigenten kamen zur Aufführung: Die Ouvertüre aus der Oper Hänsel und Gretel; das einzige Violinkonzert von Felix Mendelssohn Bartholdy mit der erst 16-jährigen Bukarester Geigerin Ioana Cristina Goicea, Tochter der berühmten Geigerin Cristina Angelescu; fünf Arrangements des Dirigenten mit Stücken der Band Queen wie One vision, The show must go on, Who wants to live forever, Bohemian rapsody, We are the champions. Diese fünf Stücke wurden mit Chor, Solisten und Orchester dem begeisterten Publikum vorgetragen, und als Zugabe nochmals We are the champions. Wegen des übergroßen Zuspruchs wurde das Konzert am 6. März in Gänze genauso erfolgreich wiederholt.

Dr. mult. Friedrich Hainbuch

Schlagwörter: Musik, Dirigent

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