22. März 2017

Rumänienbesuch von Norbert Kartmann

Hermannstadt – Der Präsident des Hessischen Landtags, Norbert Kartmann (CDU), hat vom 7.-9. März politische Gespräche in Hermannstadt und Bukarest geführt in Begleitung des Generalsekretärs der CDU Hessen, Manfred Pentz MdL, und Dr. Dr. Martin Sieg, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) für Rumänien und die Republik Moldau, der die Reise organisiert hatte. Gesprächspartner waren die Vorsitzende der Nationalliberalen Partei (PNL), Raluca Turcan, der Abgeordnete des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) Ovidiu Ganţ, der Vorsitzende des DFDR Dr. Paul Jürgen Porr, Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor und die Vizebürgermeisterin von Mediasch, Christine Thellmann sowie der Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, Reinhart Guib. Ein Höflichkeitsbesuch fand überdies bei Staatspräsident Klaus Johannis statt. Kartmann, von früheren Besuchen mit Rumänien vertraut und nicht zuletzt durch seinen aus Hetzeldorf stammenden Vater stets an Siebenbürgen interessiert, besuchte auch die Brukenthalschule in Hermannstadt und diskutierte mit den Schülern.
Der Zweck der Reise sei ein politischer - auch ein parteipolitischer - gewesen, so Kartmann. In den Gesprächen in Bukarest signalisierte er die besondere Aufmerksamkeit, mit der die Demonstrationen in Rumänien in Deutschland verfolgt wurden: „Ich habe noch nie so ein großes Interesse festgestellt bei Kollegen für das, was in Rumänien passiert. Das ist ein positives Zeichen und das habe ich auch zum Ausdruck gebracht”, betonte er in einem Interview mit Hannelore Baier (Allgemeine Deutsche Zeitung in Rumänien), das Sie hier lesen können: Norbert Kartmann: „Wir haben in Deutschland sehr genau verfolgt, was hier geschieht". Die Korruptionsfrage sei ein wesentliches Element im Wertekanon der EU: „Es kann nicht sein, dass man die Frage der Strafbarkeit in der Korruption an Beträgen festmacht.” Nicht nur eine „wacher werdende Bürgergesellschaft“, sondern auch die Anwesenheit des Staatspräsidenten bei den Demonstranten sei in Deutschland als positives Zeichen aufgenommen worden.

In den Gesprächen mit den Vertretern des DFDR ging es um die Zukunft der deutschen Minderheit und den politischen Einfluss des Forums. Junge Leute als Führungsnachwuchs seien zwar vorhanden, doch mit der Frage, ob sich der direkte politische Einfluss halten lässt oder ob er irgendwann indirekt wahrgenommen werden müsse, müsse man sich schon jetzt auseinandersetzen. Noch sei das Forum eine starkt Kraft, doch müsse man als Zukunftsperspektive andenken, als Deutsche in verschiedenen Parteien Einfluss auszuüben.

Mit den Schülern der Brukenthalschule, die Kartmann jedes Mal besucht – auch „weil ich den Mitreisenden zeigen möchte, was das für ein tolles Gymnasium ist” - diskutierte er die Hintergründe des Deutsch-Rumänischen Freundschaftsvertrags, der heuer sein 25-jähriges Jubiläum feiert. In diesem Zusammenhang führte er ihnen die Bedeutung der Europäischen Union vor Augen: Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit, Wirtschaftstätigkeit und ein gemeinsamer friedenspolitischer Auftrag.

NM

Schlagwörter: Kartmann, Landtagspräsident, Hessen, Rumänien, Siebenbürgen, Reise, Johannis, Forum

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