29. Mai 2017

Kronstadt hat erstmals eine Stadtschreiberin

Kronstadt – Paula Schneider, die am 5. Mai ihr fünfmonatiges Stipendium als Stadtschreiberin Kronstadts angetreten hat, wurde am 16. Mai in einer Veranstaltung mit Lesung aus ihrem Roman im Festsaal des deutschen Forums begrüßt und in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.
Schneider, Jahrgang 1976, stammt aus Leipzig und schreibt Radiofeatures und Hörspiele. 2016 erschien ihr Roman „Bleib bei mir, denn es will Abend werden“. Die Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig (2003) erhielt mehrere Stipendien – u.a. das Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung - und Auszeichnungen. Einer ihrer Themenschwerpunkte ist das östliche Europa.

Paula Schneider ist Stadtschreiberin 2017 in ...
Paula Schneider ist Stadtschreiberin 2017 in Kronstadt, dem Ausgangspunkt der Reformation im südosteuropäischen Raum.
Bekannt sind ihre Deutschlandfunk-Features „Dewotschka und toter Mann“, „Totleben“, „Eine russische Insel, die es nicht gibt“ oder die Reportage „Wunderwetter im Karpatenknick“ im Magazin „Theater der Zeit“. Während ihrer Zeit als Stadtschreiberin wird Paula Schneider einen deutschen Blog führen, der auch auf Rumänisch und Ungarisch übersetzt werden soll.

Das Stadtschreiber-Stipendium des Deutschen Kulturforums östliches Europa wurde 2017 insgesamt zum neunten Mal vergeben. In Kronstadt wird es von diesem und dem Demokratischen Forum der Deutschen durchgeführt. Ziel ist, das gemeinsame Kulturerbe der Deutschen und ihrer Nachbarn in Regionen Mittel- und Osteuropas, in denen Deutsche lebten und leben, in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und den interkulturellen Dialog zu fördern. Kronstadt hatte sich im Jahr des europaweiten Gedenkens an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren erstmals beworben, weil es Ausgangspunkt der Reformation in Südosteuropa war.

NM

Schlagwörter: Stadtschreiber, Kronstadt, Deutsches Kulturforum östliches Europa

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