21. Januar 2026
Kulinarik, Kultur und Gemeinschaft in Holzmengen
Das Wochenende am dritten Advent in der schmucken Harbachtalgemeinde Holzmengen kann man getrost unter die Schlagworte Kulinarik, Kultur und Gemeinschaft stellen. Die Idee einiger HOG-Vorsitzender, einen siebenbürgischen Wurstworkshop anzubieten, entstand schon vor einem Jahr und wurde nun im Dezember 2025 umgesetzt.

Zusammen mit angereisten Gästen aus Hermannstadt von Kirche und Forum sowie den Helferinnen und Helfern aus dem Dorf war man zu einer größeren Gesellschaft angewachsen, egal ob Sachse oder Rumäne. Ilse Philippi, Rainer Lehni, Pfarrer Klaus-Martin Untch und der örtliche Vizebürgermeister Dr. Olimpiu Axente fanden anerkennende Worte für die Organisatoren des Ereignisses, dem ein richtiger Brückenschlag zwischen alter und neuer Heimat gelungen sei. Die rumänischen Dorfburschen überraschten die Gesellschaft mit traditionellen rumänischen „Colinde“, auch ein Zeichen besonderer Wertschätzung.

Ein besonderer Höhepunkt im weiteren Verlauf des Tages war der mittlerweile traditionelle Weihnachtsmarkt, der vom Jugendbegegnungszentrum/CEPIT-Verein aus Holzmengen und dem Siebenbürgenforum im Hof des ehemaligen Pfarrhauses und rund um die Kirchenburg veranstaltet wurde. Vor ein paar Jahren noch ein richtiger Geheimtipp, hat sich dieser Weihnachtsmarkt zu einem besonderen Anziehungspunkt entwickelt. Das zeigten die zahlreichen Gäste, die aus allen Teilen des südlichen Siebenbürgens angereist waren. Die Stände mit Lebkuchen von der evangelischen Kirchengemeinde Hermannstadt, Bio-Produkte aus Kerz, Kupferwaren der Roma aus Pretai, Handwerkvorführungen, um nur einige Angebote zu nennen, waren sehr gut besucht. Mit einem Glühwein konnte man sich innerlich aufwärmen, äußerlich auch am Lagerfeuer im Hof des Pfarrhauses. Eine kleine Prozession zur lebenden Krippe im äußeren Mauergürtel der Kirchenburg war ebenfalls ein besonderes Erlebnis, das mit „Stille Nacht“ in vier Sprachen (Deutsch, Rumänisch, Ungarisch, Englisch) einen würdigen Abschluss fand. Nicht unerwähnt bleiben sollen das Colinde-Konzert der rumänischen Dorfbevölkerung im Hof des Pfarrhauses und das Konzert des Agnethler Harbachtalchores in der übervollen evangelischen Kirche mit Weihnachtsliedern in deutscher, englischer, ungarischer oder schwedischer Sprache.

Ein herzlicher Dank geht an die Heimatortsgemeinschaften Holzmengen (Vorsitzender Thomas Schneider), Hundertbücheln (Vorsitzender Hermann Ongert), Großau (Vorsitzende Dagmar Baatz) und Tobsdorf (Vorsitzende Heike Mai-Lehni), die in Kooperation mit der Landesgruppe NRW des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland diesen Workshop umgesetzt haben. Ganz besonders sei aber Thomas Schneider, Helmut Krauss, Hans Grommes und Christian Schneider gedankt, die den größten Teil der Organisation vor Ort hervorragend gemeistert haben. Wir haben uns alle in Holzmengen zuhause gefühlt.
Rainer Lehni
Schlagwörter: Holzmengen, Workshop, Kirchengemeinde
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