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8. Juli 2008

Rumänien und Siebenbürgen

Leserecho: Vier deutsche Wochenzeitungen für Rumänien

Zur Zukunft der „Allgemeinen Deutschen Zeitung in Rumänien“, die laut Mitteilung des ADZ-Teams vorläufig eingestellt und ab Herbst in einem neuen Konzept erscheinen soll (diese Zeitung berichtete), äußert sich der Unternehmer und Buchhändler Jens Kielhorn aus Hermannstadt. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 11 mal kommentiert.

  • rose

    1rose schrieb am 08.07.2008, 07:26 Uhr:
    Den Vorschlag von Hernn Kielhorn finde ich gar nicht schlecht:
    "erfolgreiche deutsche (Wochen-)Zeitungslandschaft in Rumänien
    Montag: Zeitung der Sathmarer Schwaben
    Dienstag: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien
    Mittwoch: Banater Zeitung
    Donnerstag: Karpatenrundschau
    Freitag: Hermannstädter Zeitung"
  • bankban

    2bankban schrieb am 08.07.2008, 08:51 Uhr:
    Ist es nicht widersprüchlich von Herrn Kielhorn, zuerst (und wohl zutreffend!) festzustellen, dass es in Rumänien kein Lesepublikum für eine nationale Tageszeitung gebe, um dann doch noch irgendwie für jeden Wochentag eine (je andere) Zeitung vorzuschlagen und dabei stillschweigend sogar davon auszugehen, dass die Sathmarer/Hermannstädter... Zeitung von jemandem (der die ADZ bislang kaum zur Kenntnis nahm) im Banat (und vice versa) gelesen würde. Mir schiene es sinnvoller, gerade auf solche lokalen Blättchen zu verzichten, die Kräfte zu bündeln, Synergieeffekte zu nutzen und lieber 1x die Woche eine 12-16 - seitige Zeitschr. anspruchsvoll herauszubringen, mit je einem Banater, Hermannstädter usw. Teil/Seite. Denn auch Lokalblätter müssen ja über nationale und internationale Ereignisse (und sei es noch so oberflächlich) mitunter berichten. Warum soll das aber 5x in 5 Blättchen auf eine oberflächliche Weise geschehen? Warum nicht einmal in der Woche, auf 1-2 Seiten, wohldurchdacht? Der Rest der Ztg. kann für Lokales, Feuilletonistsiches etc. bleiben. Aber natürlich geht soetwas nicht, weil jeder lieber auf seinem Misthaufen der König ist (sprich: Chefredakteur etc. in Hermannstadt/Kronstadt usw.), als anderswo ein Mitarbeiter. Daher ist dieser Kahlschlag logisch notwendig und ökonomisch vernünftig. Dies meine Meinung. Bankban
  • getkiss

    3 • getkiss schrieb am 08.07.2008, 15:42 Uhr:
    Wahrlich, bankban,
    dem Vorschlag von Herr Kielhorn fehlt die pekuniäre (und "wer wird Chef")-Analyse. Eine einzige Zeitung wäre wirtschaftlicher herzustellen. Ob Tages- oder Wochenzeitung ist strittig; eine Wochenzeitung wäre wahrscheinkich leichter finanzierbar.
    Am problematischsten wäre der Erscheinungsort/der Sitz der Redaktion. In der jetzigen Situation, wo nur noch die HZ erscheint, wäre die Konzentration auf diesen Ort sinnvoll, wobei einige Mitarbeiter der ehemaligen ADZ, KR, und BZ als Lokalredakteure zur Mitarbeit zu gewinnen wären, die wöchentliche lokalspezifische Seiten herstellen und die örtliche Anzeigenkampagne managen sollten.
    Ein Vorteil Hermannstadts wäre die zentrale Lage, sowohl im Land als auch in einem der Vertreibungsgebiete.
    Auch so ist aber das Problem schwierig. Die meisten "potentiellen Leser" befinden sich im Ausland und so wie bei anderen Problemen auch, müssen die Entscheidungen vor Ort getroffen werden - unsere Meinungen hier dürften auch in diesem Fall "untergehen", siehe die Problematik der Kirchenburgen....
    Als einer, der "damals" beide Zeitungen (NW+KR, Zeitweise auch die BZ) abonnierte, machte mich die Meldung über die ADZ traurig, war dies doch eine Zeitung die viel ideologiefreier war wie die NW+KR. Aber dies ist wohl der Zahn der Zeit - Sb. Sachsen und Ban. Schwaben werden zuhause wohl wg. aussterben und im Ausland wg. integrieren langsam verschwinden....
    getkiss

    [Beitrag am 08.07.2008, 15:50 von getkiss geändert]
  • bankban

    4bankban schrieb am 08.07.2008, 16:59 Uhr:
    Ein passendes Zitat zu den letzten Zeilen von getkiss ("Sb. Sachsen und Ban. Schwaben werden zuhause wohl wg. aussterben und im Ausland wg. integrieren langsam verschwinden...."):
    "Wir gehen über in Illustration,
    stehen vor der Statue auf dem Marktplatz,
    zeigen, wie groß, wie klein wir sind;
    Menschen nur. [...]
    Wir stehen auf der Zitadelle höchstem Punkt,
    bis zu den Knien im Panorama, auf rote
    Hausdächer fällt der Blick, das Bild
    enthüllt nicht, was wir sehen:
    flammende Brennnesseln im Garten,
    unsere vielen, vielen geschleiften alten Häuser. [...]

    Wir gehen über in Illustration.
    Einfach nur so sind wir da. Wie Mobiliar
    in einem alten Haus, im Garten, im Holzschuppen,
    so existieren wir, ausgedorrt, angenagt, lauter
    Werte. [...]"
    Preisfrage: weiss jemand von wem das Gedicht ist?
    Bankban
  • Saedtler

    5Saedtler schrieb am 08.07.2008, 22:11 Uhr:
    Das sehe ich auch so! Bevor große Projekte gewälzt werden, sollten die dafür vorhandenen Voraussetzungen analysiert werden. Eine der Voraussetzungen eines Zeitungsprojektes ist sicher die Alterszusammensetzung der potentiellen Leserschaft. Der Altersdurchschnitt der in Rumänien verbliebenen bodenständigen Deutschsprachigen soll mittlerweile bei weit über 60 Jahren liegen. Sollte diese Zahl stimmen, dann wäre es besser mit neuen Medienprojekten relativ vorsichtig zu sein. Es fehlen in Kürze die Konsumenten ...
  • der Ijel

    6der Ijel schrieb am 09.07.2008, 13:18 Uhr:
    weiss jemand von wem das Gedicht ist?
    --klingt nach Franz Hodjak

    [Beitrag am 09.07.2008, 13:36 von der Ijel geändert]
  • bankban

    7bankban schrieb am 09.07.2008, 15:32 Uhr:
    Danke Ijel, für den Vorschlag/Tipp.
    Stimmt fast. Die Autorin lebte jahrelang in der selben Stadt
    wie Hodjak. Ist aber Ungarin. (D.h. ähnliche Verlusterfahrung). Ich warte noch bis morgen mit der Auflösung. Vielleicht kommt ja jemand noch drauf. Bankban
  • Wanderer

    8Wanderer schrieb am 17.07.2008, 14:28 Uhr:
    Es gibt ja die Wochenzeitung „Hermannstädter Zeitung“, diese Zeitung könnte die ADZ übernehmen und aus einer Regionalzeitung wird eine Überregionalzeitung.
    Nach mir wäre dies die beste Lösung.
  • vladtepes3

    9vladtepes3 schrieb am 20.01.2009, 20:36 Uhr:
    Ichz bin selbst als Deutscher in deutschland langjähriger Leser der HZ. Und ich warte immer sehnsüchtig auf die nächste Ausgabe. Im übrigen stimme ich mit Kommentar 8 völlig überein
  • muellerkarl14@googlemail.com

    10muellerkarl14@googlemail.com schrieb am 20.01.2009, 22:08 Uhr:
    Mein Name ist Karl Müller aus Siebenbürgen/Martinsdorf ich lese auch die "Hermannstädter Zeitung"übers Internet.
    Ich finde es schön an Nachrichten aus Siebenbürgen zu lesen..
  • Knobler

    11Knobler schrieb am 21.01.2009, 19:01 Uhr:
    Als ich 2003 zum ersten Mal nach Hermannstadt kam, war ich darüber erstaunt , dass es die HZ gab. Wieder daheim in Deutschland habe ich sie dann auch regelmäßig im Internet gelesen. Mit der Zeit machte ich mir aber darüber Gedanken, dass mit dem kostenlosen lesen ja auf die Dauer keine Zeitung bestehen kann. So habe ich mich dann 2004 als Abonnent angemeldet. Ich wünsche der HZ viele Abonnenten.

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