22. Dezember 2015

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Rainer Lehni: "Kirche und Heimat gehören bei den Siebenbürger Sachsen zusammen"

Zur Eröffnung des 33. Siebenbürgischen Kirchentags am 25. September 2015 in Bonn (diese Zeitung berichtete) sprach Rainer Lehni, Stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland“, ein Grußwort, das in der Beilage „Kirche und Heimat“, Siebenbürgische Zeitung vom 10. Dezember 2015, Seite 13, dokumentiert wurde.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Hochwürdiger Herr Bischof Guib,
sehr geehrte Vertreter der Ev. Kirche im Rheinland und in Rumänien,
lieber Vorsitzender Hermann Schuller,

für den Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland möchte ich einen Willkommensgruß an Sie alle hier beim 33. Siebenbürgischen Kirchentag in Bonn aussprechen.

Von unserem Bundesvorsitzenden Dr. Bernd Fabritius richte ich die besten Grüße aus, die er mit dem Wunsch verbindet, dass die Teilnehmer hier in Bonn einen erfolg- und segensreichen Kirchentag erleben.

Was trägt zu einem erfolgreichen Kirchentag bei? Das werden wir wohl erst nach Abschluss des Kirchentags genau wissen. Was wir aber jetzt schon wissen, das können wir ruhig auch als einen Erfolg ansehen und das ist die Tatsache, dass so viele Akteure hier gemeinsam am Werk sind. Die Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben, die Evangelische Kirche im Rheinland und in Rumänien, der Kirchenkreis Bonn und der Verband der Siebenbürger Sachsen.

Wo gibt es eine bessere Gelegenheit sich kennenzulernen, sich näher zu kommen? Alteingesessene Rheinländer und hinzugezogene Siebenbürger Sachsen treffen sich beim Siebenbürgischen Kirchentag in der Bundesstadt Bonn.

Als Mitveranstalter aus dem weltlichen Bereich trägt der Verband der Siebenbürger Sachsen im organisatorischen und kulturellen Bereich dieses Kirchentages mit bei. Das ist für mich auch selbstverständlich, ist doch bei den Siebenbürger Sachsen der Begriff Kirche und Volk eng miteinander verbunden. Das war schon im Mittelalter so und spätestens mit der Volkskirche im 19. Jahrhundert, als die evangelische Kirche die alleinige Trägerin des deutschen Schulwesens in Siebenbürgen war und auch die weltliche Vertretung dieser Volksgruppe sozusagen bildete, war Siebenbürger Sachsen gleich evangelisch.

Mit dieser Einheit aus Glauben und Volk verbindet man uns Siebenbürger Sachsen bis heute, auch wenn das nicht mehr ganz so stimmt. Die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien (EKR) besteht heute nicht mehr nur aus Siebenbürger Sachsen, so wie auch nicht mehr jeder Siebenbürger Sachse, der in Rumänien oder Deutschland lebt, evangelisch ist. Ehen mit Anderskonfessionellen sind heute selbstverständlich. Leider sind Siebenbürger Sachsen auch beim Thema Kirchenaustritt keine Unbekannten. Die mehr und mehr säkulare Gesellschaft macht sich auch bei uns leider bemerkbar.

Die Bewahrung siebenbürgisch-sächsischer Identität hat über viele Jahrhunderte jedoch unsere evangelische Kirche garantiert. Hierüber können wir aus heutiger Sicht nur dankbar sein. Dass dies nicht in Vergessenheit gerät, sollten wir immer wieder betonen und in Erinnerung rufen. Kirche und Heimat, Identität, Kultur, Tradition gehören bei den Siebenbürger Sachsen unweigerlich zusammen.

Als Landesgruppe NRW des Verbandes der Siebenbürger Sachsen freuen wir uns bei diesem ersten siebenbürgischen Kirchentag in diesem Bundesland nach mehr als 20 Jahren als Veranstalter mit dabei zu sein. Die Landesgruppe, die örtliche Kreisgruppe Bonn mit ihrem Vorsitzenden Julius Wegmeth, die benachbarte Kreisgruppe Köln werden ihren Beitrag zum guten Gelingen dieses Wochenendes beitragen. Morgen und übermorgen freuen wir uns auf den kulturellen Beitrag der Kreisgruppe Dortmund bzw. des Honterus-Chors aus Drabenderhöhe.

Da sich die Kreisgruppen unserer Landesgruppe zahlenmäßig nicht mit großen Kreisgruppen aus dem süddeutschen Raum messen können, haben wir die Last – in positivem Sinn gemeint - auf mehrere Schultern verteilt und freuen uns mit Ihnen allen zusammen einen schönen Siebenbürgischen Kirchentag zu verbringen.

Auf ein gutes Gelingen. Vielen Dank.

Rainer Lehni

Schlagwörter: Kirche und Heimat, Kirchentag, Hilfskomitee, Nordrhein-Westfalen

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