16. August 2010

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Gelungenes Roder Treffen

Unser 12. Roder Treffen feierten wir am 5. und 6. Juni 2010 im gepflegten Ambiente der „Mainfrankensäle“ in Veitshöchheim bei Würzburg. Am Samstag hatten die rund 300 Gäste zunächst die Möglichkeit, sich zu begrüßen, zu Mittag zu essen und sich danach bei Kaffee und Kuchen zu stärken. Unseren Frauen sei für das reichhaltige Kuchenbüfett herzlich gedankt.
Zur Eröffnung des offiziellen Teils des Treffens erklangen die Roder Kirchenglocken. Hans-Karl Bell, unser HOG-Vorsitzender, begrüßte die aus allen Teilen Deutschlands sowie aus Österreich und den USA angereisten Gäste. In seinem Rechenschaftsbericht fand er zu Herzen gehende Worte über die Bedeutung von Heimattreffen, Zusammenhalt und Traditionspflege. Das Treffen stand unter dem Motto „10 Jahre HOG Rode e.V.“. Bell hielt eine Rückschau, was innerhalb unseres Vereins und unserer Gemeinschaft in diesen zehn Jahren geleistet wurde und wie viel Schönes wir gemeinsam erlebt haben. Kassenwartin Ingeborg Zilles legte den Kassenbericht über die letzte Amtsperiode vor.

Für die Neuwahlen stellten sich alle Vorstandsmitglieder erneut zur Wahl, mit Ausnahme der Kassenwartin. Als Nachfolgerin kandidierte Heidrun Depner, geborene Arndt. Unter der Wahlleitung von Susanne Bell wurde folgender neuer HOG-Vorstand gewählt: Vorsitzender: Hans-Karl-Bell, Stellvertreter: Georg Burtz, Kassenwartin: Heidrun Depner, Sozialbeauftragte: Annette Folkendt, Beauftragte für die Kirche in Rode: Johanna Rethmeier-Melzer, Pressereferentin: Adelheid Roth, Kassenprüferinnen: Irmgard Ordosch und Hildegard Folkendt.

Hans-Karl Bell dankte im Namen des neuen Vorstandes für das Vertrauen. Er verabschiedete die Vorstandskollegen Ingeborg Zilles sowie Gerhard Roth, Johann Burtz und Sara Ordosch (sie waren schon 2008 beim Treffen in Rode ausgeschieden) mit Dankesworten und einer Urkunde nebst Blumenstrauß bzw. Weinpräsent. Ebenfalls mit einer Urkunde und einem Weinpräsent wurden Michael Bürger, Autor unseres Heimatbuches „Rode im Kokelland“, und Gustav Schneider geehrt und zu Ehrenmitgliedern der HOG Rode ernannt. In ihrer Laudatio hob Susanne Bell die Vorbildfunktion hervor, die Michael Bürger für viele junge Leute aus Rode in Sachen Bildung und Literatur hatte. Katharina Derra (USA) würdigte Gustav Schneider für sein langjähriges Wirken als Lehrer und Rektor und die kulturellen Impulse, die er in Rode gesetzt hatte.

Zur Abrundung trug unser Mundartdichter Martin Hedrich sein Gedicht „Niemest dehaim?“ im Roder Dialekt vor, das er dem ältesten Haus in Rode gewidmet hatte. Sein Dialog mit diesem alten Haus (Sprecherin Adelheid Roth) stimmte sehr nachdenklich.Die Kinder- und Erwachsenentanzgruppe gestalteten ...Die Kinder- und Erwachsenentanzgruppe gestalteten das Roder Treffen mit. Foto: Kurt Folkendt Im kulturellen Teil brachte uns eine Frauengruppe unter der Leitung von Ilse Bell in einem Rollenspiel „Die Arbeit“ näher. Sieben Frauen stellten im Roder Dialekt jeweils einen Wochentag und damit verbunden eine typische Roder Tätigkeit dar: vom Brotbacken über den Waschtag usw. bis hin zum Kirchgang am Sonntag. Abschließend besangen diese Frauen gemeinsam „De Kloik“ (die Glocke). Bis zu später Stunde sorgte das Trio „Fürberg Musik“ um Reini Homm für sehr gute Stimmung.

Während zwei Tanzpausen hatte unsere Kinder- und Jugendtanzgruppe unter der Leitung von Annette Folkendt ihren großen Auftritt. Unter großem Beifall bot sie zuerst Volkstänze in Roder Tracht und danach einen professionell einstudierten Standardtanz dar. Wir wünschen sowohl Annette als auch den Kleinen und den Großen weiterhin viel Freude beim Tanzen. Macht weiter so!

Den Gottesdienst feierten wir am Sonntag in dem umgestalteten Festsaal der Mainfrankensäle. Pfarrer Johann Rehner aus Nürnberg hielt den Gottesdienst nach siebenbürgischer Liturgie. Der gemischte Roder Chor unter der Leitung von Roland Schmidt bereicherte den Gottesdienst mit zwei Liedern und stimmte auf die berührende Predigt zum Thema Nächstenliebe ein. Die Jahrgänge 1945/1946 feierten in diesem Rahmen ihre goldene Konfirmation. Margarethe Schebesch, eine der Jubel-Konfirmandinnen und Tochter unseres langjährigen Roder Pfarrers Rudolf Melzer, sprach zum Abschluss des Gottesdienstes ein Grußwort an die Roder.

Auf dem Vorplatz der Mainfrankensäle erwarteten uns danach die Kesselring Musikanten mit einem wundervollen Platzkonzert. Nach dem Mittagessen spielten sie im Festsaal zum Tanz auf. Der gelungene Auftritt der Blaskapelle fand bei allen Gästen sehr großen Anklang und brachte uns ein Stück Heimat näher.

Auch am Sonntagnachmittag war eine sehr gute Stimmung spürbar. Im Singkreis wurden noch viele schöne alte Volks- und Heimatlieder angestimmt.

Wir können uns dankbar und glücklich schätzen, dass unsere Roder Gemeinschaft noch so gefestigt ist. Es liegt an uns allen, die Gemeinschaft noch möglichst lange zu erhalten. Die beste Gelegenheit dazu sind schließlich unsere Treffen. Leider verzeichnen wir sinkende Teilnehmerzahlen. Die Kosten für Saalmiete, GEMA etc. steigen hingegen. Der HOG-Vorstand hat sich schon mehrfach Gedanken gemacht, entweder die Eintrittspreise zu erhöhen oder das Treffen an einem anderen Ort (mit weniger Saalmiete) bzw. unser Treffen von zwei auf einen Tag zu reduzieren. Als Ausweichmöglichkeit hatten wir den Karl-Knauf-Saal in Iphofen in Erwägung gezogen, wo die Saalmiete knapp die Hälfte unserer bisherigen Mietkosten ausmacht. Iphofen liegt – wie Veitshöchheim – in einer wunderschönen Weingegend und auch die Übernachtungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig.

Über diese Möglichkeiten stimmten die Teilnehmer unseres Treffens in einem Fragebogen ab. Eine deutliche Mehrheit sprach sich dafür aus, unsere künftigen Treffen ab 2014 in Iphofen abzuhalten, und das an nur einem Tag (Samstag). Der HOG-Vorstand wird die weitere Planung noch sorgfältig besprechen und rechtzeitig bekanntgeben.

Unser gewohnter zweijährlicher Turnus soll auf jeden Fall beibehalten werden. Unser nächstes Roder Treffen wird somit 2012 stattfinden, und zwar aller Voraussicht nach wieder einmal in Österreich, um unsere dort lebenden Landsleute besser einzubinden, die zu den Treffen hier in Deutschland nicht kommen. Aber bis es soweit ist, wollen wir uns im August 2011 in Rode wieder sehen. Wie in unserem letzten Rundbrief verkündet, wollen wir uns in den Jahren, wo kein reguläres Roder Treffen stattfindet, jeweils in Rode treffen. Alle Interessenten mögen sich aus organisatorischen Gründen an Hans-Karl und Ilse Bell wenden.

Wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen – ob in Rode, in Österreich oder in Iphofen. Der HOG-Vorstand dankt hiermit nochmals allen, die zum Gelingen unseres 12. Roder Treffens beigetragen haben – ein Treffen, das sicher in guter Erinnerung bleiben wird.

Adelheid Roth

Schlagwörter: HOG-Treffen, Rode, Würzburg

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