1. November 2013

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HOG Bukarest: Erste Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl

Geschafft! Nach langer, unermüdlicher und voller Einsatzbereitschaft geführter Arbeit der kommissarischen Vorsitzenden der HOG Bukarest, Bernddieter Schobel und Jutta Tontsch, ist es so weit und wir können über die erste Mitgliederversammlung am 14. September 2013 in Bad Kissingen berichten.
Zurzeit besteht die HOG Bukarest aus ca. 80 Mitgliedern. Primäres Ziel der Mitgliederversammlung war es, den Vorstand zu wählen und die Satzung der HOG zu beschließen. Der gewählte Vorstand besteht aus: Bernddieter Schobel – Vorsitzender; Jutta Tontsch – stellvertretende Vorsitzende; Dana Dimitriu – Schriftführerin; Christine Wogh – Kassenwartin. Zusätzlich wurden Lucian Denuta und Günther Beckesch als Kassenprüfer gewählt. An dieser Stelle gebührt dem kommissarischen Vorstand besonderer Dank für die bisher geleistete Arbeit.

Um den Lesern der Siebenbürgischen Zeitung unseren Verein näher zu bringen, zitieren wir hier aus unserer in dieser Mitgliederversammlung einstimmig beschlossenen Satzung:

§2 (2) Der Verein versteht sich als eine eigenständige Gemeinschaft der in und außerhalb Bukarests lebenden Bukarester sowie aller sich zu dieser Gemeinschaft bekennenden Personen.
(3) Zweck der HOG Bukarest ist die Heimatpflege, die Förderung der Heimatkunde, der ­Erhalt, die Pflege und die Erneuerung rumäniendeutschen Kulturgutes und zwischenmenschlicher Beziehungen. Der Verein und seine Arbeit sind politisch und konfessionell neutral.
(5) Der Verein beteiligt sich an der Unterstützung der kirchlichen, sozialen und kulturellen Einrichtungen in Bukarest zur Sicherung der materiellen und immateriellen Werte der Bukarester deutschsprachigen Gemeinschaft.
Mitglied kann jeder werden, der in Bukarest gelebt und gewirkt hat oder sich aus anderen Gründen dieser Gemeinde und ihrer Bevölkerung verbunden fühlt.
Vorstand und Kassenprüfer der HOG Bukarest, von ...Vorstand und Kassenprüfer der HOG Bukarest, von links: Lucian Denuta, Christine Wogh, Bernddieter Schobel, Jutta Tontsch, Günther Beckesch und Dana Dimitriu. Foto: Theodor Tuschak Im Sinne unserer Satzung sollte eine wichtige Bestrebung unserer HOG die Erhaltung und Bewahrung der Ehrung der auf dem evangelischen Friedhof in Bukarest beigesetzten verstorbenen Vorfahren der deutschen Minderheit sein. Der große Friedhof gehört der evangelischen Kirchengemeinde Bukarest. Allerdings sieht sich die Kirche angesichts der nur noch wenigen Seelen, die der deutschen Gemeinschaft in Bukarest angehören, gezwungen, Grabstellen, die aufgegeben oder nicht mehr gepflegt werden, an rumänische orthodoxe Mitbürger zu vergeben. Nur so kann die nötige finanzielle Voraussetzung für eine weitere gute Pflege und Bewirtschaftung des Friedhofes gesichert werden. Deswegen ist es sehr wichtig, dass Maßnahmen getroffen werden, um der Erinnerung unserer Verstorbenen gerecht zu werden. Zu diesem Thema und den Problemen des Friedhofs hat Jutta Tontsch einen sehr guten und informativen Vortrag gehalten. Sie hat den Zustand und Sachverhalt auf dem Friedhof fotografisch festgehalten, hat Bilder von Gräbern bedeutender Persönlichkeiten sowie ehemaliger Lehrer und Schüler der Deutschen Schule Bukarest gezeigt. Neu für die Anwesenden war auch die Tatsache, dass 2011 die Bukarester Friedhofsordnung dahingehend geändert wurde, dass die Grabgebühr auf Friedhofsdauer aufgelöst wurde und nun auch für diese schon bezahlten Gräber künftig eine jährliche Gebühr anfällt.

Die evangelische Kirchengemeinde Bukarest hat der HOG Bukarest zur Gründung gratuliert und ihre Unterstützung in mehreren Bereichen zugesichert.

Im Anschluss an unsere Versammlung hielt Marianne Roth einen erstklassig dokumentierten Vortrag über die Geschichte der evangelischen Kirche und der deutschen Schule in Bukarest.

Am Sonntagvormittag haben wir zum Abschluss unseres Treffens Bad Kissingen mit Führung besichtigt und dieses königliche Kleinod, dessen repräsentativer Regentenbau 100 Jahre alt wird, bewundern dürfen. Auf diesem Weg danken wir Gustav Binder sowohl für die Führung durch den Ort als auch für die Betreuung während des gesamten Wochenendes.

Diese erlebnisreichen und fröhlichen Tage waren für alle Teilnehmer bereichernd. Alte Freundschaften wurden aufgefrischt, neue Bekanntschaften vertieft. Das Schwelgen in Erinnerungen und die vielen gemeinsamen Gesprächsthemen haben sicherlich auch zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen. In zwei Jahren wollen wir uns wieder treffen. Und damit die Wartezeit nicht zu lang wird, kommen die Bukarester bereits im nächsten Jahr zu Pfingsten in Dinkelsbühl wieder zusammen.

Margarete und Martin Zopp


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Schlagwörter: Bukarest, Mitgliederversammlung, Wahl

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