13. April 2013

Frischer Wind bei den Genealogen

Bei ihrem zehnten Seminar vom 15.-17. März in Bad Kissingen zogen die Genealogen eine Zwischenbilanz. Diese Tagung war zugleich Abschluss der bisherigen und Übergang in eine neue Phase genealogischer Forschung unter den Siebenbürger Sachsen. Um diesen Übergang moderat zu gestalten, war der Vorsitzende des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde an der Universität Heidelberg e.V. (AKSL), Dr. Ulrich Wien, eingeladen worden.
Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Dr. Christian Weiss folgte die übliche kurze Vorstellungsrunde der anwesenden Mitarbeiter. Anschließend erläuterte Christian Weiss anhand einer Tabelle mit allen ihm gemeldeten Daten den Projektfortschritt: Mehr als 500 000 Personen sind erfasst. Er dankte den Mitarbeitern für dieses Ergebnis. Durch die Zusammenführung verschiedener Dateien mit Pfarrern und Lehrern hatte Dr. Weiss einen Mandanten erzeugt, den er als „Siebenbürger Genealogie Prototyp“ vorstellte. Dieser Prototyp solle als ein „zarter“ Anfang einer Enzyklopädie verstanden und durch Daten anderer Genealogen ergänzt werden. Die Datei wurde mit einem Erläuterungstext als DVD an alle Mitarbeiter verteilt.
Das neu gewählte Projektleitungsteam und die ...
Das neu gewählte Projektleitungsteam und die Kassenprüfer (von links): Gerhard Rau, Anneliese Vater, Bernd Eichhorn, Jutta Tontsch, Dr. Dietmar Gärtner, Brigitte Litger und Ilse Welther. Nicht auf dem Foto: Dr. Renate Weber. Foto: Klaus Litger
Für die neue Phase des Projekts, das unter dem Namen „Genealogie der Siebenbürger Sachsen“ firmiert, hatten einige Projektmitarbeiter eine Satzung vorbereitet, die unter der Moderation von Dr. Ulrich Wien ausführlich diskutiert und schließlich einstimmig verabschiedet wurde. Ein Wahlausschuss sorgte sodann für die ordnungsgemäße Wahl der neuen Projektleitung. Gewählt wurden: Jutta Tontsch – Projektleiterin, Anneliese Vater – Stellvertreterin, Ilse Welther – Kassenwartin, Bernd Eichhorn und Dr. Renate Weber – Schriftführer, Dr. Dietmar Gärtner – IT-Fachmann. Brigitte Litger und Gerhard Rau wurden zu Kassenprüfern gewählt.

Neue Software vorgestellt

Ein wichtiger Programmpunkt war die Vorstellung einer neuen Software durch Dr. Dietmar Gärtner. Um eine zentrale Datenhaltung der „Genealogie der Siebenbürger Sachsen“ mit einer riesigen Menge an Material zu gewährleisten, hält er eine andere als die bisher verwendete Software für notwendig. Nach Abwägung mehrerer Möglichkeiten habe er sich für TNG (The Next Generation of Genealogy Sitebuilding) entschieden. TNG ist eine serverbasierte Software und nutzt eine Datenbank mit umfangreichen Such- und Recherchemöglichkeiten. Der Zugriff auf die Daten erfolgt per Browser über das Internet. Auf dem eigenen Rechner ist keine zusätzliche Softwareinstallation notwendig. Die Software bietet auch eine sehr variable Benutzerverwaltung und ausgefeilte Sicherheitseinstellungen. Es sind mehrere Sprachen einstellbar, es können Statistiken erstellt und verschiedene Medien (Fotos, Videos) eingebunden werden. Dies veranschaulichte Dietmar Gärtner anhand von Beispielen. Die Projektmitarbeiter können die Daten allerdings weiterhin mit der bisherigen Software (Gen_Plus) erfassen. Die Daten könnten zwar nicht eins-zu-eins übertragen und müssten daher überarbeitet werden, angesichts des Erfolges sei dieser Aufwand jedoch vertretbar, sagte Gärtner. Da die TNG-Software für große Genealogien wie die der Siebenbürger Sachsen geeignet sei, regte er an, die Erfassung wie bisher in Gen_Plus zu machen und die Mandanten in regelmäßigen Abständen in TNG zu übernehmen und zu aktualisieren.

Die sonntägliche Andacht stellte Dr. Ulrich Wien in den Kontext unseres Projektes. Anschließend überreichte Anneliese Vater dem bisherigen Projektleiter, Dr. Christian Weiss, ein kleines Abschiedsgeschenk aller Mitarbeiter.

Die neue Projektleiterin, Jutta Tontsch, bedankte sich bei allen für den guten Ablauf des Seminars und insbesondere bei Dietmar Gärtner, durch dessen Präsentation allen Anwesenden bewusst geworden sei, dass die Ergebnisse ihrer Arbeit mit diesem System für andere zugänglich gemacht werden, sie selbst aber auch von der Arbeit anderer profitieren können. Abschließend verwies sie auf den Termin des Herbstseminars vom 4.- 6. Oktober 2013, das den Titel trägt: „Das Projekt ‚Genealogie der Siebenbürger Sachsen’ hautnah. Tage der offenen Tür“. Dazu werden alle siebenbürgischen Genealogen eingeladen, um sie mit dem Projekt „Genealogie der Siebenbürger Sachsen“ bekannt zu machen und zum Mitmachen zu begeistern.

Bernd Eichhorn, Renate Weber

Schlagwörter: Genealogie, Bad Kissingen

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Neueste Kommentare

  • 19.04.2013, 17:52 Uhr von Michal: Der Artikel ist entsprechend den Ereignissen sehr gut gelungen und beglückwünsche den Autor/in ... [weiter]

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