8. April 2016

"Genealogische Vernetzung": Siebenbürgisches Projekt zieht neue Mitarbeiter an

Das 16. Projekt-Seminar zur „Genealogie der Siebenbürger Sachsen“ vom 11. bis 13. März 2016 zog diesmal besonders viele neue künftige Mitarbeiter an. Insgesamt fanden sich rund 50 Teilnehmer im „Heiligenhof“ in Bad Kissingen ein. Offenbar hat das Thema „Genealogische Vernetzung“ großes Interesse hervorgerufen. Was ist darunter zu verstehen?
Nachdem wir uns in der ersten Periode des Projekts mit der Übertragung von Daten aus den Kirchenbüchern in das Programm Gen_Pluswin beschäftigt haben, in einer zweiten Phase die Voraussetzungen für den internen Internetauftritt des Projekts geschaffen wurden, soll nun der öffentliche Zugang zu den Ergebnissen unserer Arbeit ermöglicht werden. Dr. Dietmar Gärtner führte in die Seminarthematik ein und erläuterte, warum unser Projekt und seine bisherigen Erträge nun auch aus Sicht externer Nutzer betrachtet werden sollen.

Bei der traditionellen Vorstellungsrunde der Teilnehmer zeigte sich, dass nicht nur der Kreis der Mitarbeiter, sondern auch die Zahl der zu bearbeitenden siebenbürgischen Ortschaften sich vergrößern würde, wenn „die Neuen“ dabeibleiben. Am Ende des Seminars erklärten sich acht Neue bereit dazu.
Blick in den Seminarraum in Bad Kissingen. Fotos: ...
Blick in den Seminarraum in Bad Kissingen. Fotos: Anneliese Vater
In der Mitarbeiterversammlung wurde satzungsgemäß das neue sechsköpfige Leitungsteam gewählt mit Jutta Tontsch an der Spitze.

In seinem Referat zu „Recherche und Datenprüfung“ im Programm Gen_Pluswin gab Bernd Eichhorn Anleitungen zu Überprüfung und Korrektur der eigenen Daten sowie Hilfestellung bei den anschließenden Übungen. Parallel dazu bot Jutta Tontsch für die neuen Mitarbeiter einen Anfängerkurs in Gen_Pluswin an; dabei ging es u.a. um Quellen, denen wir unsere Daten entnehmen, z.B. wie sie festgehalten und verwaltet werden sollen.

Im Plenum machte Dr. Renate Weber „Vorschläge zur Vereinheitlichung der Bezeichnung von Todesursachen“, um z.B. zu erfahren, wann es in Siebenbürgen eine Cholera-Epidemie gab oder wie viele Kinder im ersten Lebensjahr gestorben sind. Am Abend zeigte Jutta Tontsch interessante Forschungsmöglichkeiten in dem Online-Portal „Ancestry.de“, wo man Daten von Nachkommen der Siebenbürger Sachsen entdecken kann, die nicht mehr in den sächsischen Kirchenbüchern zu finden sind.
Die Teilnehmer der 16. Projekt-Seminars zur ...
Die Teilnehmer der 16. Projekt-Seminars zur „Genealogie der Siebenbürger Sachsen“ vom 11. bis 13. März 2016 in Bad Kissingen.
Um „Recherche und Datenprüfung“ ging es auch in dem zweiten Vortrag von Dr. Dietmar Gärtner, allerdings in TNG, dem Programm, das demnächst auch für andere Interessierte offen sein soll. Er erläuterte die mannigfachen Möglichkeiten dieses Programms anhand von Beispielen. Deutlich wurde aber auch, dass die Begriffe für Berufe oder Ausbildungen möglichst einheitlich sein müssen, um die „Genealogische Vernetzung“ voranzutreiben. In den Diskussionsrunden stellte sich heraus, dass noch sehr viel zu tun bleibt, das Interesse an der Arbeit aber weiterhin ungebrochen ist. Sollten die vorstehenden Zeilen den einen oder anderen Leser neugierig gemacht haben, kann er sich unter https://aksl.de/genealogie informieren.

Die nächsten beiden Seminare finden wie immer in Bad Kissingen statt: vom 14. bis 16. Oktober 2016 und vom 24. bis 26. März 2017.

Renate Weber


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Schlagwörter: Genealogie, Familienforschung, Bad Kissingen, AKSL

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