21. Juni 2018

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Bayern-SPD ehrt bei Empfang für Heimatvertriebene "Brückenbauer der Verständigung"

Die frühere tschechische Arbeitsministerin Michaela Marksová ist bei dem Empfang der SPD-Landtagsfraktion für Heimatvertriebene und Flüchtlinge am 17. Juni im Bayerischen Landtag mit dem 51. Wenzel-Jacksch-Preis der Seligergemeinde (Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten) ausgezeichnet worden. Laudator Peter Barton, Leiter der sudetendeutschen Kanzlei in Prag, würdigte ihre Arbeit für die sudetendeutsch-tschechische Versöhnung und für ihren Einsatz für Minderheiten in Tschechien. Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Volkmar Halbleib, unterstrich Marksovás reiches Engagement für die deutsch-tschechischen Beziehungen. Die sichtlich bewegte Preisträgerin versprach, die Auszeichnung als Ansporn zu sehen, auch künftig am Projekt der Verständigung und Versöhnung weiterzuarbeiten.
Die SPD-Landesvorsitzende Natascha Kohnen mahnte vor 200 Gästen: „Flucht und Vertreibung sind bei uns in Europa angekommen, nachdem wir zu lange weggesehen haben. Das können wir jetzt nicht mehr. Wenn wir nicht das Richtige tun, dann zerstört es auch unser Europa.“ Kohnen lobte die große Leistung der Heimatvertriebenen für Bayern und verwies darauf, dass in Europa gelungen sei, Mauern einzureißen, Gräben zuzuschütten und Brücken zu bauen. Dies dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden. Die diesjährigen Preisträger des SPD ...Die diesjährigen Preisträger des SPD-Vertriebenenempfangs im Bayerischen Landtag. Bildquelle: BayernSPD-Landtagsfraktion Mit ihrem Empfang für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler rückt die SPD-Landtagsfraktion traditionell Menschen und Organisationen in das öffentliche Interesse, die sich als integrative Brückenbauer verdient gemacht haben. Dass dies eine Arbeit für zukünftige Verständigung ist, beweisen einmal mehr die Preisträger 2018. Geehrt wurden die Landsmannschaft der Donauschwaben, unter anderem für ihr wegweisendes Museum und Begegnungszentrum „Haus der Donauschwaben“ in Haar bei München, das Laudator Volkmar Halbleib hervorhob. Die Landsmannschaft sei klein, arbeite aber bis heute intensiv und engagiert für Verständigung, sagte Halbleib und fügte hinzu: „Das Haus der Donauschwaben ist etwas ganz Besonderes!“

Die Deutsche Jugend in Europa (djo) veranstaltet seit 2014 Freizeiten für junge Geflüchtete und arbeitet so praktisch an deren Integration. „Europa braucht gerade jetzt überzeugte Europäer wie Sie“, sagte Laudatorin Ruth Müller.

Erwin Vollerthun ist schon im schwäbischen Krumbach geboren, sein Engagement aber gilt der Heimat seiner Vorfahren im ehemals ostpreußischen und heute polnischen Elbing, wo er sich um das Wohlergehen der deutschen Minderheit kümmert, wie Laudatorin Christa Naaß, Mitglied des vertriebenenpolitischen Beirats der SPD-Landtagsfraktion, feststellte.

Schlagwörter: Bayern, SPD, Landtag, München, Empfang, Heimatvertriebene, Flucht und Vertreibung, Sudetendeutsche

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