29. April 2026

In München: Veranstaltung zu Eginald Schlattner

Im Rahmen des Literaturfests München findet am Donnerstag, 30. April, um 18.30 Uhr eine Veranstaltung im Literaturhaus zum rumäniendeutschen Schriftsteller Eginald Schlattner statt.
Schlattner (Jahrgang 1933) ist einer der wichtigsten literarischen Zeitzeugen der kommunistischen Diktatur in Rumänien, für sein Werk und seine Erinnerungsarbeit wurde der rumäniendeutsche Pfarrer vielfach ausgezeichnet. Unter dem Druck der Securitate wurde er in den 1950er Jahren selbst zum Denunzianten; in seinen Romanen „Rote Handschuhe“ (2001) und „Der geköpfte Hahn“ (1998) setzt er sich eindringlich damit auseinander, erzählt von eigener und fremder Schuld und dem Ringen um innere Freiheit.

Über das Schreiben in (und trotz) Diktaturen sprechen Ingo Schulze, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, und die Berliner Literaturwissenschaftlerin Michaela Nowotnick; Literaturfest-Kuratorin Dana Grigorcea liest exemplarische Passagen aus Schlattners Romanen. Die Moderation übernimmt Robert Schwartz, Intendant von Radio România, das zusammen mit dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der LMU München Kooperationspartner dieser Veranstaltung ist. Der Eintritt kostet 16 Euro (ermäßigt zehn Euro); weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
Pfarrer, Schriftsteller und ...
Pfarrer, Schriftsteller und Bundesverdienstkreuzträger Eginald Schlattner im Gespräch mit dem heutigen Intendanten von Radio România Robert Schwartz auf dem Pfarrhof in Rothberg im August 2024. Foto: Konrad Klein

Schlagwörter: Schlattner, Literatur, Gespräch

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