16. Juli 2007

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Tourismus-Informationsbüro in Hermannstadt und Schäßburg eröffnet

Junge rumänische Akademiker, die an der siebenbürgisch-sächsischen Kultur interessiert sind, haben vor Jahren den Verein „Mioritics“ (Webseite: www.mioritics.ro) gegründet. Auf Initiative dieser rumänischen nichtstaatlichen Organisation sind in Hermannstadt und Schäßburg Tourismus-Informationsbüros eröffnet worden, die um öffentliche Aufmerksamkeit für das kulturelle Erbe der Siebenbürger Sachsen werben sollen.
„Mioritics“ hat sich zum Ziel gesetzt, das nationale kulturelle Erbe – vorrangig der Siebenbürger Sachsen – einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und für Kulturtourismus in Siebenbürgen zu werben. In diesem Bestreben wurde am 24. April in Hermannstadt, im Thalia-Saal, sowie am 19. Juni in Schäßburg, auf der Burg am Platz des Museums (Piaţa muzeului) jeweils ein Tourismus-Informationsbüro von „Mioritics“ in Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro der UNESCO in Venedig ins Leben gerufen. Beide Zentren sind konkrete Ergebnisse des Projektes „Cultural Heritage – A Bridge Towards a Shared Future“ („Kulturelles Erbe – eine Brücke zu einer gemeinsamen Zukunft“), einer Initiative der UNESCO für eine regionale Zusammenarbeit in Südosteuropa. Finanziert werden diese beiden Büros von der italienischen Regierung durch ihr Programm „Cooprazione Italiana“. Bei den Eröffnungen, die in feierlichem Rahmen stattfanden, waren hohe Vertreter der UNESCO, Konsule Italiens sowie Vertreter der lokalen und regionalen Behörden anwesend. Anlässlich der Eröffnung des Info-Zentrums in Schäßburg wurde auch eine CD mit Informationen über die sächsischen Kirchenburgen und die Städte Hermannstadt, Schäßburg, Mediasch und Kronstadt vorgestellt.

Am 26. Mai fand im Hermannstädter Informationszentrum im Thalia-Saal die Präsentation der Landkarte „Wandern durch die Kulturen: Brukenthal – Kulturweg“ statt. Die Karte ist von ausgezeichneter Qualität, was Gestaltung, Inhalt und Druck anbelangt, ist im Maßstab 1:50.000, farbig angelegt, mit Höhenlinien, die Ortschaften dreisprachig, die Flurnamen und Legende in deutscher Sprache. Die Darstellung umfasst vor allem das Harbachtal, dazu das Gebiet von Hermannstadt im Westen bis Kerz im Osten, von Alzen im Norden bis Freck im Süden. Die Karte resultiert aus der Zusammenarbeit des Vereins „Holzmengen Nachhaltig“ („Asociatia Hosman Durabil“) mit ihrem Vorsitzenden Jochen Cotaru, der „Samuel von Brukenthal“-Stiftung (Vorsitzender: Kilian Dörr) und „Mioritics“ (Mihai Dragomir), mit Unterstützung des Deutschen Generalkonsulates Hermannstadt. Die Karte kann im Internet unter brukenthal.org eingesehen und heruntergeladen werden. Zurzeit ist sie in Hermannstadt in der Erasmus- und Schillerbuchhandlung erhältlich. Nach einer Vertriebsmöglichkeit in Deutschland wird noch gesucht.

Manfred Kravatzky

Schlagwörter: Mioritics, Hermannstadt, Schäßburg

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