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29. November 2007

Verbandspolitik

Die Kirche in dramatischen Prozessen zusammengehalten

Am 20. November 2007 erfüllte Bischof D. Dr. Christoph Klein sein 70. Lebensjahr. Diese Lebensstation wird in der Bibel als die Gesamtheit der uns Menschen zugedachten Jahre markiert und lädt von daher zum Innehalten ein, um dankbar auf die Wegleitungen Gottes zurückzuschauen, auch wenn sie zuweilen „durch dunkle Täler“ geführt haben. mehr...

Kommentare

Artikel wurde 14 mal kommentiert.

  • agnes

    1agnes schrieb am 29.11.2007, 10:40 Uhr:
    Bereits zum 2. Mal wird das Buch von Bischof Klein über den Heimgang seiner ersten Frau Marlene Klein unter dem Namen „Das große Fenster“ angeführt. Dies heißt jedoch:

    "Am Ende das Licht"
    Untertitel: Die Geschichte eines Sterbens
    Autor: Christoph Klein
    Verlag: Oncken, 1991
    ISBN 3-7893-3430-8, Kartoniert, 192 Seiten
    Vergriffen im Buchhandel, erhältlich bei:
    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...255101-6433305
    oder bei www.eurobuch.com

    Verlagstext:
    Mitten aus dem Leben gerissen - so könnte man das Sterben von Marlene Klein, Frau des siebenbürgisch-sächsischen Bischofs beschreiben. Bei einer Reise in die Bundesrepublik wird in ihrer Brust eine Geschwulst entdeckt. Die sofortige Operation bringt eine niederschmetternde Diagnose: Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Weitere Operationen und Therapien folgen, doch alle Hoffnungen sind vergebens.
    Marlene Klein stirbt wenige Monate später. Doch dieses Sterben ist für alle Beteiligten eine mutmachende, geistliche Erfahrung. Der Ehemann dokumentiert es mit Tagebuchaufzeichnungen und Briefwechseln, mit Aussagen von Freunden und Kollegen. Durch das schwere Erleben strahlt die Herrlichkeit Gottes hindurch, der seine Kinder nie im Stich lässt. So ist dieser Sterbebericht vor allem ein lebendiges Zeugnis der Güte Gottes.

    [Beitrag am 29.11.2007, 10:46 von agnes geändert]
  • gk

    2gk schrieb am 30.11.2007, 14:20 Uhr:
    Beitrag am 06.10.2014, 17:38 Uhr von Moderation geändert.
    Da oben eine URL falsch ist, hier nochmal der Link zum Buch "Am Ende das Licht" bei Amazon.
  • Karl

    3Karl schrieb am 30.11.2007, 20:12 Uhr:
    Sehr gerne möchte ich besser verstehen, wie Herr Dr. Klein die "Kirche in dramatischen Zeiten zusammengehalten" hat, wenn oft die Pfarrer vor ihren Schäfchen ausgereist sind, bzw. diese sich selbst überlassen haben.
    Weiterhin, wodurch hat er den Verfall der einzelnen Kirchengemeinden zu stoppen versucht?

    Vergeblich warten viele auf ein Konzept der Nutzung der restituierten Gebäude und Grundstücke, von welchen viele seiten Jahren dem Verfall preisgegeben sind.
    Bzw. auf eine Konservierung der Kulturschätze im Eigentum der ev. Kirche AB, welche auch seint Jahren verfallen.
    Ich sehe dieses Bischofsamt als ein Amt im Dienste der evangelischen Gemeinschaft.
    Nur sind im Artikel keine konkreten Beispiele dazu aufgeführt bzw. aus dem Artikel heraus für Nichteingeweihte nicht sichtbar.

    [Beitrag am 30.11.2007, 20:15 von Karl geändert]
  • frech

    4frech schrieb am 30.11.2007, 22:35 Uhr:
    no karle, der mensch lebt nicht vom brot allein. der bischof hat die gemeinden besucht und hat den zurueckgebliebenen damit das gefuehl gegeben, dass sie nicht alleingelassen sind zum boispiel.
    und es sind noch immer viele pfarrer die nicht weggelaufen sind, welche opfer gebracht haben.
    und die leute, welche in deutschland hocken und auf ein nutzungskonzept warten, die sollen mal schoen friedlich sein. sie sind auch schuld , dass die gebaeude verfallen.
  • MichaelSb

    5MichaelSb schrieb am 02.12.2007, 06:42 Uhr:
    hallo frech,

    so ganz unberechtigt sind die Fragen von Karl nicht. Es gibt eine ganze Menge Leute, auch hier in SB, die den Herrn Bischoff etwas anders sehen.
    Gerade in den letzten 5 - 8 Jahren ist die Kirche nur, bestenfalls, verwaltet worden. Wodrauf die Menschen jedoch in der Tat warten, sind klare Ansagen. Es stehen eine Menge Arbeiten an. Die Kirche ist bis heute nicht vernünftigt aufgestellt.
    Gerade die Vorfälle um den Stadtpfarrer und das Presbyterium von Zeiden zeigen, das die Stellungskämpfe längst am laufen sind. Ein derartiges Vorgehen wegen einer Lapalie zeigt nur das Hauptproblem des derzeitigen Bischoffs auf: Seine Führungsschwäche. Jetzt wo das Kind im Brunnen gefallen ist, wird unbotmässig reagiert. Wir hätten schon früher auf ein Eingreifen gewartet.
    Weiterer Punkt: Die Kirche müsste heute von Ihrem Besitz allein hervorragend leben können. Der Grund warum das nicht ist, ist absolutes Missmanagement. Anstatt die Kirchenordnung jetzt so zu bauen, das man die Ländereien als ganzes nutzen und bewirtschaften kann, verfährt man nach dem Motto "Weiter so". Eine Umstrukturierung der Kirche wäre dringent nötig.
    Wir haben in vielen Kirchengemeinden Kuratoren sitzen, die kaum noch mit Ihrem Privatbesitz fertig werden, geschweige denn mit der bewirtschaftung von zig. HA Acker- und Waldgrund, sowie zurückkerstattete Gebäuden.
    Und hier muss ganz dringent etwas getan werden. Der Kirche entstehen durch dieses Unvermögen Schäden, die in die Hunderttausende gehen. Euro wohlgemerkt.
    Dafür werden dann Gemeinden, die hierzu in der Lage wären, gegängelt, bloss weil einzelne Subjekte ihr Ränkelspiel treiben.

    Soviel für heute.

    Ps.: Ach so ja: Ich sitze nicht in DE sonder hier in RO und bin in den letzten Jahren an dieser Kirche ziemlich verbittert. Aber wie heisst es noch so schön: Die Hoffnung stirbt zu letzt.

    [Beitrag am 02.12.2007, 06:45 von MichaelSb geändert]
  • hellonn

    6hellonn schrieb am 02.12.2007, 18:47 Uhr:
    an MichaelSB: da Sie anscheinend ein guter Kenner der
    Lage in Zeiden sind wäre ich dankbar auch mehr darüber
    zu erfahren;was heisst z.B. "wegen einer Lapalie"?
  • MichaelSb

    7MichaelSb schrieb am 03.12.2007, 11:48 Uhr:
    Nicht der Lage in Zeiden im speziellen, aber der Fall beschäftigt uns schon.
    Die Sachlage ist klar: Laut Kirchenordnung dürfen Immobilien nur nach vorheriger Genehmigung durch das Landeskonsistorium veräussert werden. Doch wodrum geht es: Das Presbyterium hatte Grundstücke verkauft, die vorher zu eben diesem Zweck der Kirchengemeinde geschenkt worden sind. Auf den Sitzungen des Presbyterium war der Pfarrer nicht anwesend. Soweit ist die Sachlage klar.
    Jedoch hat es ähnliche Fälle schon vorher gegeben und sind nicht mit derartig drastischen Bestrafungen geahndet worden. Man hat die Betroffenen verwarnt, aber nie aus Ihren Ämtern entlassen und, was verschärfend hinzukommt, den Pfarrer aus seinem Amt entlassen. Und hier ist der Knackpunkt. Schon vorher hatte man versucht den Pfarrer in einem anderen Fall zu diskreditieren.
    Man muss bei näherem Hinsehen feststellen, das die Zeidener Gemeindeglieder zu einem Opfer der Machtpolitik einzelner im Kronstädter Kirchenbezirk geworden sind. Und unser Herr Bischoff ist nicht Manns genug hier endlich einzuschreiten.
    Wie hies es noch so schön: Er hat die Kirche gut repräsentiert. Doch eben das reicht nicht. Die Kirche muss endlich geführt werden. Und das ist z.Z. nicht der Fall.
    Da können auch alle schönen Worte nicht drüber hinwegtäuschen. Wenn, wie jetzt passiert, Pfarrer unterschiedlicher Fraktionen gemeinsam einen offenen Brief verfassen, sollte das sehr stark zu denken geben. Zumindest ist der Bischoff im Fall des Zeidener Pfarrers Klaus Untch seine selbstpostulierten Grundsätze der Liebe und des umeinander Kümmerns nicht nachgekommen und hat in einer brutalen Art Herzlosigkeit walten lassen.
  • Karl

    8Karl schrieb am 03.12.2007, 12:44 Uhr:
    Ich frage mich: wo bleibt denn das Gewissen, die Moral in der ev. Kirche AB?
    Und das anscheinend gerade bei denen, welche sich erlauben, ihren Schäfchen vorzupredigen, wie diese sich zu verhalten haben.

    Bzgl. Veräußerung von Immobilien der Kirche informiert diese, je nachdem, mit wem sie es zu tun hat, unterschiedlich: entweder, daß nur nach Genehmigung des Landeskonsistoriums verkauft werden darf, oder, daß das Presbyterium der entsprechenden Gemeinde das selbst entscheiden darf, oder daß wer weiß wer noch mitentscheiden muss.
    Sicherlich gibt es da noch mehr mir unbekannte selbstgemachte Regeln.
    Eine allgemeingültige Regelung scheint es nicht zu geben, bzw. wird diese nicht eingehalten.

    Es scheint, als erlauben sich viele aktuellen Entscheider in der Kirche, "im Namen der Kirche" nach eigenem Gutdünken zu verfahren und zu handeln.
    Und daß, obwohl sie die Verwalter des Eigentums aller Gemeindemitglieder sind.
    Da die meisten Gemeindemitglieder (meistens Rentner, welche keinerlei Infos außer der MundzuMund Propaganda erhalten) nicht informiert sind bzw. werden, werden viele Entscheidungen über deren Köpfe hinweg getroffen.

    Und die "Auslandssachsen" haben dann sowieso nichts zu melden... da sie " die Heimat, die Kirche und uns im Stich gelassen haben"...im besten Fall dürfen Sie, ohne ein Wahlrecht zu haben, wieder Mitglieder der ev. Kirche AB werden, d.h. sie dürfen zahlen, ohne Rechte zu haben... wieder eine "Neuerung nach 1990, die wahrscheinlich dem Ziel dienen soll, sächsische potentielle Gemeindemitglieder fernzuhalten-- damit die ev. Kirche AB schneller verschwindet oder romanisiert wird, weil es keine sächsische Mitglieder mehr gibt.

    Komisch, die Rumänen stellen ihren Auslandsrumänen immer Wahlurnen auf, d.h. die Auslandsrumänen dürfen mitentscheiden (was auch viele andere Völker genauso handhaben) -- nur bei den Sachsen ist es wieder einmal anders als bei "normalen" Völkern...


    [Beitrag am 03.12.2007, 12:47 von Karl geändert]
  • Richard Vogel

    9 • Richard Vogel schrieb am 03.12.2007, 13:21 Uhr:
    Moment Karl das ist nicht ganz richtig, JEDER der über ein Jahr seines Lebens in Rumänien verbracht hat kann Mitglied der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien werden und kann, wenn er das vorgeschriebene Alter erreicht hat, das Presybterium wählen und auch gewählt werden. So zumindest hat mir es der ehemalige Vikar von Heltau erklärt. Und auch der Dechant vom BK Hermannstadt hat mir wegen meiner häufigen Besuche schon die Mitgliedschaft in seiner Gemeinde angeboten.
  • frech

    10frech schrieb am 03.12.2007, 13:25 Uhr:
    soviel scheinheiligkeit auf einem haufen.
  • MichaelSb

    11MichaelSb schrieb am 03.12.2007, 15:11 Uhr:
    Hallo Karl,

    prinzipiell dürfen Immobilen nur nach Genehmigung durch das LK getätigt werden. Dies steht so in der Kirchenordnung und das ist im Prinzip auch richtig so, wenn man sich anschaut was in den Jahren dort schon schief gelaufen ist.
    Aber Gerade im Fall Zeiden wird besonders hart verfahren, zumal hier der Kirche kein Schaden entstanden ist.
    Was das Informieren angeht: Wer sich anschaut wer auf den Dörfern noch sitzt und mit wen man es zu tun hat, weiss das es in 80% nicht möglich ist, mit denen zu diskutieren. Es führt zu nichts und vielfach wäre eine Entscheidung nicht möglich.
    Was eigentlich kommen müsste, wäre, das fast das gesammte Kircheneigentum in eine eigene Verwaltungsgesellschaft kommen muss und von hier bewirtschaftet weird. Und zwar ohne permanente Entscheidungseinmischung von anderen. Hier müsste nur geklärt sein, das bei Verkauf eine Fachkundige Kommission der Kirche mitentscheiden müsste.
    Was den Einfluss der Auslandssachsen angeht: Ich komme aus Westfalen und habe auch keinen Einfluss dort mehr. Ich verstehe Euer Prob in dieser Richtung nicht. Aber das würde hier vom Thema ablenken und müsste woanders andiskutiert werden.
  • Johann

    12Johann schrieb am 03.12.2007, 20:29 Uhr:
    Aber das würde hier vom Thema ablenken und müsste woanders andiskutiert werden.

    Richtig, deshalb habe ich im Forum geantwortet:
    http://www.siebenbuerger.de/forum/allgemein/
    222-verkauf-von-gemeinschaftseigentum-in/

    P.S. Leider kann man hier kein Link einbauern Wieso eigentlich?

    [Beitrag am 03.12.2007, 20:31 von Johann geändert]
  • piturca

    13 • piturca schrieb am 30.12.2007, 01:38 Uhr:
    Ein Portrait von Bischof D. Dr. Christoph Klein wurde vor kurzem im Rahmen der deutschen Sendung des rumänischen Staatsfernsehens TVR ausgestrahlt. Die Sendung ist als Videostream unter http://www.tvr.ro/inregistrari.php?id=Magazin%20in%20limba%20germana zu sehen, hier auf "luni, 03 decembrie 2007, ora 11:40" gehen und links auf eines der beiden Player-Symbole(real oder flash) klicken.
  • Robert

    14Robert schrieb am 01.01.2008, 23:46 Uhr:
    Betreffend das Portrait von Bischof D. Dr. Christoph Klein auf TVRi: Vielen Dank für den Hinweis. Es lohnt sich, die Sendung anzusehen. Es ist zeitgenössisches Bildmaterial zu sehen, das den meisten sicherlich nicht bekannt sein dürfte.

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