26. Februar 2014

Kandidaten bei den Kommunalwahlen in Bayern

Die Siebenbürger Sachsen engagieren sich so stark wie nie zuvor bei den Kommunalwahlen in Bayern. Die allgemeinen Gemeinde- und Landkreiswahlen (Kommunalwahlen) im Freistaat finden am 16. März 2014 statt, eventuell nötige Stichwahlen für Bürgermeister- und Landratswahlen zwei Wochen später, am 30. März. Die SbZ Online stellt in drei Folgen zahlreiche Kandidaten vor, die sich in das politische, gesellschaftliche und kulturelle Leben ihrer jeweiligen Gemeinde einbringen wollen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur politischen Gestaltung des gemeinsamen Lebensumfeldes und knüpfen dabei an eine jahrhundertealte Tradition in Siebenbürgen an, öffentliche Anliegen selbst in die Hand zu nehmen und Politik mitzugestalten. Jene Siebenbürger Sachsen, die bei den Wahlen erfolgreich sind, werden ausführlich in der Folge 5 vom 31. März oder Folge 6 vom 15. April 2014 porträtiert.

Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Dinkelsbühl fördern

Horst Wellmann tritt am 16. März als CSU-Kandidat bei der Stadtratswahl in Dinkelsbühl an. Der 54-jährige Agnethler wohnt seit 25 Jahren in Dinkelsbühl, ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne und arbeitet in einer großen amerikanischen Firma als „Line Inspector“ in der Qualitätssicherung.
Horst Wellmann ...
Horst Wellmann

Als vorrangige kommunalpolitische Arbeitsschwerpunkte gelten dem Landsmann die „Förderung des guten gesellschaftlichen Zusammenhalts in der Bevölkerung, Stärkung und Anerkennung des Ehrenamtes (z.B. mit der Ehrenamtskarte), weitere Förderung der guten wirtschaftlichen Entwicklung zum Erhalt und zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, Weiterentwicklung der vorhandenen Infrastruktur zum Wohle aller Altersgruppen, Sanierung und Erhalt des einmaligen Stadtbildes, Förderung unseres Bildungs- und Kulturangebotes sowie Freizeitmöglichkeiten für unsere Kinder“. Horst Wellmann ist darüber hinaus vielfältig ehrenamtlich aktiv als Referent für die Organisation des Heimattages, er ist Mitglied im Bundesvorstand des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und zudem auch Nachbarvater in Dinkelsbühl.

CS

Für ein sicheres Traunreut

Ingo Plontsch kandidiert auf der CSU-Liste für den Stadtrat in Traunreut (Landkreis Traunstein). Die Eltern des in Trostberg geborenen 41-jährigen Polizeibeamten (Kripo in Traunstein) stammen aus Siebenbürgen: Vater Werner Plontsch († 1998) und Mutter Waltraut Plontsch, geborene Thellmann, wurden beide in Schäßburg geboren.
Ingo Plontsch ...
Ingo Plontsch

1972 wanderte die Familie nach Deutschland aus; seine Mutter war zu dem Zeitpunkt mit ihm schwanger. Ingo Plontsch, der mit seiner Gattin im Traunreuter Ortsteil Hörpolding wohnt, ließ sich im vergangenen Jahr als CSU-Stadtratskandidat aufstellen, „um die Geschicke der Stadt mitbestimmen und mitgestalten zu können“. Als seine kommunalpolitischen Kernanliegen bzw. Hauptinteressen führt Plontsch ein ­„sicheres Traunreut, Familienförderung, Gesundheitsvorsorge/-förderung und Landsmannschaft“ an.

CS



Sprachrohr für die Menschen in Manching

„Gelungenes Leben ist Leben in Verbundenheit mit anderen Menschen.“ Dieses Zitat des Bundespräsidenten Joachim Gauck ist gleichsam das Lebensmotto von Manfred Binder und ein Grund, auf der Liste der Unabhängigen Wähler (Liste 6, Platz 2) für den Marktgemeinderat Manching zu kandidieren. Zusätzlich stellt er sich am 16. März auf der Liste der Aktiven Unabhängigen Liste (AUL), Platz 27, für den Kreisrat des Kreises Pfaffenhofen a.d. Ilm zur Wahl.
Manfred Binder ...
Manfred Binder

Der 54-Jährige wurde in Zeiden geboren, lebte in Petersberg bei Kronstadt und fand 1992 mit seiner Frau Ingeborg und Sohn Christoph ein neues Zuhause in Oberstimm, einem Ortsteil von Manching. Binder arbeitet in Ingolstadt in einem großen Unternehmen mit Sitz in Herzogenaurach. Seit vielen Jahren ist er in verschiedenen Vereinen aktiv. Er ist Vorsitzender des Eisstockclubs Oberstimm, war neun Jahre lang Schriftführer des Krieger,- Soldaten und Reservistenvereins Oberstimm und ist Vorsitzender der HOG Petersberg in Deutschland. Manfred Binder möchte sich, unabhängig von anderen politischen Gruppierungen, aber auch zusammen mit ihnen im Marktgemeinderat Manching für die täglichen Belange der Mitmenschen stark machen und ihr Sprachrohr sein.

Nachbarschaftshilfe in Lenting aufbauen

Elvine Oliar, geborene Hain, tritt bei der Gemeinderatswahl in Lenting (Landkreis Eichstätt) für die SPD auf Listenplatz 4 an. In der knapp 5000 Einwohner zählenden, nahe Ingolstadt gelegenen Gemeinde lebt die 51-jährige gebürtige Deutsch-Kreuzerin (verheiratet, zwei Söhne) seit 25 Jahren.
Elvine Oliar ...
Elvine Oliar

Seit Längerem ist die Metzgereiverkäuferin am lokalpolitischen Geschehen interessiert. Bei regelmäßigen Besuchen der Gemeinderatssitzungen mit anschließenden Diskussionen, aber auch durch ihre Arbeit in der lokalen Metzgerei hat Oliar ein Gespür dafür entwickelt, was die Menschen im Ort bewegt. Die Kandidatin des SPD-Ortsvereins möchte künftig aktiv in der Kommunalpolitik mitwirken. Als ein erstes konkretes Ziel hat sie den Aufbau einer Nachbarschaftshilfe vor allem zugunsten von Familien und älteren Menschen ins Auge gefasst.

CS

Brücken bauen in Neuendettelsau

Der gebürtige Kronstädter Wilfried Albrich ist aktives CSU-Mitglied und kandidiert am 16. März auf der CSU-Liste für einen Platz im Gemeinderat seines mittelfränkischen Heimatortes Neuendettelsau.
Wilfried Albrich ...
Wilfried Albrich

Der staatlich geprüfte Maschinenbautechniker hat kürzlich seinen 65. Geburtstag gefeiert. Er arbeitet in der Automobilzulieferindustrie, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Neben der Förderung von günstigem Wohnraum, des Ehrenamtes und des Breitensportes für Jung und Alt gibt er als wichtiges Ziel seiner Arbeit „Brücken bauen zur Verständigung zwischen den Alteingesessenen und den Neubürgern, von denen viele auch ausländischen Hintergrund haben“, an.

dr



Kandidatin in Wettstetten

Die 21-jährige Bettina Katharina Birki kandidiert in der knapp 5000 Einwohner zählenden Gemeinde Wettstetten bei Ingolstadt für den Gemeinderat.
Bettina Katharina Birki ...
Bettina Katharina Birki

Die Tochter der gebürtigen Stolzenburger Thomas und Katharina Birki ist Bürokauffrau und arbeitet als Sachbearbeiterin bei der Audi BKK. Seit 2009 ist sie Mitglied der Jungen Union Wettstetten, seit 2010 auch in deren Vorstand, ebenso wie in der CSU Wettstetten (seit 2011). 2013 wurde sie zur Vorsitzenden der Frauen-Union der CSU, Ortsverband Wettstetten, gewählt. „Ich freue mich auf einen spannenden Wahlkampf und hoffe, dass wir jungen Menschen eine gute Unterstützung erhalten. Ich möchte mich in meinem Dorf verwirklichen und da anpacken, wo der Schuh die Bürger drückt“, sagt Bettina Birki, die am 16. März 2014 auf Liste 1, Platz 3 als Gemeinderätin gewählt werden kann.

dr

Stadtrat in Geretsried

Johann Depner, geboren 1949 in Hetzeldorf, lebt seit 1987 in Geretsried. Der Vater von vier Kindern ist Vorstandsmitglied im Verband der ­Siebenbürger Sachsen, Kreisgruppe Bad Tölz – Wolfratshausen, Leiter der Theatergruppe, Museumsbetreuer und Rentner. Er kandidiert bei der Kommunalwahl als Stadtrat für die CSU auf Listenplatz 28 und möchte sich für die Kultur der Vertriebenen und Aussiedler einsetzen, „weil mir die Stadt Geretsried ans Herz gewachsen ist“.

dr

Integration in Böhmfeld mit Respekt und Toleranz

Hans-Martin Gräf, 1955 in Großscheuern geboren, lebt seit 1996 in Böhmfeld (Landkreis Eichstätt). Am 16. März kandidiert der Schriftführer des CSU-Ortsverbandes Böhmfeld bereits zum dritten Mal für den Gemeinderat seines Heimatortes.
Hans-Martin Gräf ...
Hans-Martin Gräf

Der zweifache Familienvater ist von Beruf Technischer Zeichner, engagiert sich daneben ehrenamtlich als 2. Vorstand der Heimatortsgemeinde Großscheuern. Gräf plädiert für „Respekt und Toleranz für die bessere Integration der Neubürger in die Dorfgemeinschaft“. Wichtig ist ihm zudem die Pflege von Tradition, Brauchtum und Kultur: „Wer das Alte gleich wegschmeißt, wird das Neue nicht lange behalten“, ist Gräf überzeugt.

CS



An Geretsrieds Stadtentwicklung mitwirken

Seit 1978 lebt Gerda Bretz, geborene Rether, in Geretsried. Zur Welt gekommen ist die Mutter von zwei Kindern 1943 in Großlasseln. Die ausgebildete Finanzbuchhalterin ist seit 1990 CSU-Stadträtin und kandidiert am 16. März neuerlich für den Stadtrat (Listenplatz 7) der mit 24000 Einwohnern größten und jüngsten Stadt im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.
Gerda Bretz ...
Gerda Bretz

Die stellvertretende Vorsitzende des Bezirks Oberbayern der Union der Vertriebenen war von 1990 bis 2013 Mitglied im Vorstand der CSU Geretsried und kann somit auf ein Vierteljahrhundert Kommunalpolitik zurückblicken: „In diesen Jahren haben wir als CSU vieles realisiert, unter anderem den vierspurigen Ausbau der B11, das neue Stadtmuseum Geretsried für alle Landsmannschaften als Dokumentationsstätte und die Verbesserung der Bedingungen für unsere Vereine im Bereich Kultur- und Heimatpflege.“ Gerda Bretz, die überdies 30 Jahre lang als Schatzmeisterin der Kreisgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen unseres Verbandes ehrenamtlich tätig war, will sich weiterhin im Stadtrat politisch engagieren: „Ich möchte noch weitere sechs Jahre an der Entwicklung unserer Stadt Geretsried mitwirken, unter anderem für die Verlängerung der S7 von Wolfratshausen nach Geretsried und die Sanierung bzw. den Ausbau unserer Sportstätten arbeiten.“

CS

Lebenswerte Bedingungen für Senioren in Böhmfeld

Die 39-jährige Altenpflegebetreuerin Anna Schüller, geborene Schwarz, lebt seit 1997 in der Gemeinde Böhmfeld im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.
Anna Schüller ...
Anna Schüller

Die gebürtige Deutsch-Kreuzerin ist verheiratet und hat vier Kinder, engagiert sich im lokalen Pflegeverein, im Sport- und im Gartenbauverein. Als CSU-Kandidatin für den Gemeinderat sieht Schüller ihre Kernanliegen vor allem in der „Schaffung von lebens­werten Bedingungen für unsere Senioren – bis ins hohe Alter“ sowie im „Erhalt von Tradition und Brauchtum“.

CS





Bürgermeisterkandidatin in Penzberg

Elke Zehetner wurde von der SPD Penzberg bereits im Februar 2013 als Bürgermeisterkandidatin für die Kommunalwahl 2014 aufgestellt. Die 1968 in Schäßburg als Elke Schappes geborene Diplom-Verwaltungswirtin und Oberverwaltungsrätin arbeitet als Büroleiterin des Kreisverwaltungsreferenten Dr. Wilfried Blume-Beyerle in München.
Elke Zehetner ...
Elke Zehetner

Die parteilose Zehetner will „die Stadt Penzberg mit meinem Wissen und Können und mit meiner Persönlichkeit nach innen und außen vertreten“ und tritt am 16. März zur Bürgermeisterwahl im oberbayerischen Penzberg mit dem Motto „Gutes behalten, Neues gestalten – miteinander“ an. Ihre Eltern Michael und Erika Schappes, die aus Jakobsdorf bzw. Hundertbücheln stammen, leben in Geretsried, wohin die Familie 1970 aus Siebenbürgen kam. Elke Zehetner ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt seit 15 Jahren in Penzberg.

dr



Neppendorfer Stadtratskandidat in Straubing

Josef Reisenauer, geboren 1953 in Neppendorf, arbeitete nach der Berufsschule als Täschner in Hermannstadt und besuchte die Abendkurse des Brukenthal-Lyzeums. Das Abitur bestand er 1975, studierte in Bukarest Journalistik und war als Redakteur bei der Neuen Banater Zeitung und beim Neuen Weg tätig. „Natürlich war ich Parteimitglied“, sagt er, „denn sonst hätte ich meinen Beruf nicht ausüben können. Aber ich war auch in den ersten Reihen dabei, als sich Widerstand gegen die kommunistische Diktatur regte. Noch bevor in Temeswar geschossen wurde, besprach ich mit Prof. Dr. Hans Klein, Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Hermannstadt, wie man den Siebenbürger Sachsen und Landlern nach einem Umsturz, den wir kommen sahen, am besten helfen könnte. Als Klein dann Weihnachten 1989 angeschossen wurde, fand eine erste Sitzung zur Gründung einer politischen Vertretung der Deutschen in Rumänien in unserem Haus in Hermannstadt statt. Zusammen mit meinem leider viel zu früh verstorbenen Kollegen Martin Ohnweiler schlugen wir den Namen ,Demokratisches Forum der Deutschenʻ vor, der angenommen wurde. Ich machte aber keinen Hehl daraus, dass ich Auswanderungsgedanken habe, um meinen drei Kin­dern bessere Zukunftschancen bieten zu können.“
Josef Reisenauer ...
Josef Reisenauer

Gleich nach der Ankunft in Niederbayern 1991 konnte Reisenauer als freier Mitarbeiter bei einer Tageszeitung anfangen und wurde 1992 vom Wochenblatt als fest angestellter Redakteur übernommen. 15 Jahre war er Redaktionsleiter beim Straubinger Wochenblatt und anschließend fünf Jahre als Redakteur in Regensburg tätig. Seit Januar 2013 genießt er die Freistellungsphase der Altersteilzeit, ist aber journalistisch immer noch beim Wochenblatt und neuestens ehrenamtlich bei den Neppendorfer Blättern der HOG Neppendorf tätig. Ehrenamtlich will er sich auch als Stadtrat in Straubing engagieren. „Ich fühle mich gut integriert in Straubing und besonders im Ortsteil Alburg, wo ich Mitglied des Sportvereins der Keglerrunde und des Männerchors bin. Zudem singe ich im Kirchenchor der Straubinger Christuskirche. Das Angebot der Freien Wähler Straubing, auf Platz 10 ihrer Liste zu kandidieren, habe ich als neue Herausforderung angenommen. In über 20 Jahren als Wochenblatt-Redakteur konnte ich in Gesprächen mit vielen Menschen wichtige Informationen über unsere neue Heimat sammeln. Dieses Wissen will ich nun in der Kommunalpolitik zum Wohl Straubings einsetzen. Ohne politische Scheuklappen und ohne Fraktionszwang werde ich meine Fähigkeiten einsetzen, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Mein Leitfaden ist der gesunde Menschenverstand.“

Schlagwörter: Kommunalwahlen, Porträts, Bayern

Bewerten:

8 Bewertungen: ++

Neueste Kommentare

  • 27.02.2014, 08:38 Uhr von hawer: unbelehrbar - !Ende ...! [weiter]
  • 27.02.2014, 07:40 Uhr von kranich: haver: Wer derartige Äußerungen tätigt, muss auch derartige Antworten ertragen. Hättest du ... [weiter]
  • 26.02.2014, 10:57 Uhr von hawer: Ich bin nicht "jeder" und vertippt habe ich mich auch nicht! Hast du LANGEWEILE? Musst du ... [weiter]

Artikel wurde 5 mal kommentiert.

Alle Kommentare anzeigen.

Zum Kommentieren loggen Sie sich bitte in dem LogIn-Feld oben ein oder registrieren Sie sich.