9. September 2013

14 Tage, 7 Burgen, auf nach Siebenbürgen!

Unter diesem Motto lud die Siebenbürgische-Sächsische Jugend in Deutschland (SJD), Landesgruppe Bayern, alle Jugendlichen und Junggebliebenen ein, an einer Exkursion der ganz besonderen Art teilzunehmen: einer Rundreise durch Siebenbürgen, speziell auf junge Leute ausgerichtet und das bisher größte Projekt der SJD Bayern.
Die Idee wurde vor ca. vier Jahren geboren. Im November 2012 nahmen Andreas Roth, Evelin Teutsch, Silke Müller und Birgit Teutsch aus dem Vorstand der Landesgruppe Bayern die Sache in die Hand. Vom Bus über die Unterkünfte bis zur Restaurantreservierung wurde alles selbst organisiert. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie von Anemone Herberth, Elisabeth Polder und Harald Kraus, der den Werbeflyer entwarf. Mathias Kraus legte vorab den Grundstein für die Reise.

29 Jugendliche und Junggebliebene aus Nürnberg, Geretsried, Augsburg, Rosenheim und Sindelfingen sagten ihre Teilnahme zu. Als Reiseführer konnten wir Johann Kepp aus Nürnberg gewinnen. Der Deutsch- und Geschichtslehrer verfügt über großes Fachwissen, das uns jeden Tag zu Gute kam. Aber wir hatten noch mehr vorbereitet: Evelin Teutsch erstellte ein „Siebenbürgenquiz“, ein Kreuzworträtsel mit dem Lösungswort „Der goldene Freibrief“. Unter allen richtig gelösten Rätseln wurde ein SJD-Burgi verlost. Die glückliche Gewinnerin war Saskia Schuster aus Augsburg. Außerdem gab es ein Reisetagebuch, in das an jedem Tag zwei Gruppenmitglieder das Erlebte zu einem Eintrag zusammenfassten.

Am 1. August machten wir uns auf den Weg nach Siebenbürgen. Die 20-stündige Fahrt bis Schäßburg, der ersten Station unserer Reise, wurde uns durch musikalische Unterhaltung unserer „Band“ versüßt. Im „Hotel Transilvania“ angekommen, konnten wir uns kurz ausruhen, aber schon am nächsten Tag erwartete man uns in Radeln bei der Peter Maffay Stiftung. Wir waren zum Tag der offenen Tür eingeladen, um mit einer Tanzeinlage das Programm mitzugestalten. So entstand die Idee für unsere Reisetanzgruppe.
Die Reisetanzgruppe im Innenhof der Kirchenburg ...
Die Reisetanzgruppe im Innenhof der Kirchenburg in Radeln mit Peter Maffay. Foto: Silke Müller
In Radeln waren wir begeistert, was dort geschaffen wurde. Es ist ein rundum gelungenes Projekt. Nach dem Auftritt der Band „Rocky-Five“ nahte unser Auftritt. Andreas Roth richtete Grußworte an die Gäste und erklärte, wer die SJD-Bayern ist und dass wir im Rahmen unserer Rundreise zum Tanzen eingeladen worden waren. Er lobte die SJD-Bundesjugendleitung, die an diesem Tag eine Bastel- und Spielecke für die Kinder betreute (siehe gesonderter Bericht). Mit dem Holsteiner Dreitour, dem Schaulustig und der Reklich Med hoben wir die Stimmung der Zuschauer. Auch Peter Maffay klatschte fleißig mit. Nach unserem Auftritt nahm er sich Zeit für uns, gab Autogramme und auch ein Gruppenfoto durfte nicht fehlen. Zum Schluss bekamen wir eine „Last-minute-Führung“ durch den Erlebnisbauernhof, der am Abend zuvor eingeweiht worden war. Der Besuch bei der Stiftung war ein Highlight auf unserer Reise.

Am nächsten Tag besuchten wir die Bergschule und die Bergkirche in Schäßburg. Pfarrer Bruno Fröhlich führte uns durch die Kirche. Danach zeigte uns Johann die Altstadt. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und einige nutzen die Gelegenheit, um auf den Stundturm zu steigen. Unsere Route führte uns über Reps, wo wir uns die Burg anschauten, weiter ins Burzenland nach Kronstadt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Roswitha Kepp, die uns in Reps empfing und mit Kaffee und Kuchen stärkte.

Am ersten Abend besuchten wir das Restaurant „Cerbul Carpatin“, wo es eine Weinverkostung, sehr gutes Essen und ein tolles Unterhaltungsprogramm mit einer rumänischen Folkloretanzgruppe gab. Den Abend ließen wir am Brunnen am alten Rathaus mit einer spontanen Musik-Session ausklingen. Auf dem Programm standen auch die Schwarze Kirche, Schloss Peleş und der Tampa-Berg. Von hier aus konnten wir eine tolle Aussicht über ganz Kronstadt genießen.
Vor dem imposanten Schloss Peleş. ...
Vor dem imposanten Schloss Peleş.
Auf dem Weg nach Hermannstadt besichtigten wir die Burg in Fogarasch. In Hermannstadt empfing uns Benjamin Jozsa vom Deutschen Forum im Spiegelsaal. Danach führte uns Johann durch die Hermannstädter Innenstadt. Am 10. August waren wir Gäste beim Großauer Treffen, wo die Reisetanzgruppe zusammen mit der Großauer Jugend auftrat. Zum Dank lud uns die HOG zum anschließenden Abendessen und Programm mit der Großauer Blaskapelle ein.

Montagmorgen fuhren wir in Richtung Mediasch. Im Hotel angekommen, ging es gleich weiter nach Birthälm, wo wir in der Pension „Casa Dornröschen“ erwartet wurden. Hier hatte man für uns Kaffee, Kuchen und ein siebenbürgisches Abendessen vorbereitet. Selbstverständlich durfte die Besichtigung der Kirchenburg nicht fehlen. Den Abend verbrachten wir mit Blick auf die Burg gemütlich im Vorgarten der Pension.

Die Reise näherte sich langsam dem Ende und wir machten uns auf nach Klausenburg. Auf dem Hinweg entschlossen wir uns spontan, in der Klamm in der Nähe von Turda wandern zu gehen. Die Stadt Klausenburg bot viele Sehenswürdigkeiten: Die Statue von König Mathias mit der dahinter liegenden katholischen Kirche, die vielen Universitäten und die orthodoxe Kirche gehörten zu unseren Zielen.

Den letzten Tag unserer Reise durfte jeder verbringen, wie er wollte. Um 18.00 Uhr trafen wir uns in einem Restaurant nahe der Jugendherberge, wo wir bei gutem Essen den letzten Abend miteinander verbrachten. Unserem Busfahrer Ivan schenkten wir einen Strohhut, auf dem alle unterschrieben hatten. Johann bekam eine siebenbürgische Landkarte, auf der Bilder aller Teilnehmer zu finden waren und die gefahrene Route der letzten zwei Wochen eingezeichnet war. Nach diesem tollen Abschluss traten wir am Abend des 14. August ein wenig wehmütig die Heimreise an. Mit vielen Eindrücken und einmaligen Erfahrungen verließen wir Siebenbürgen.

Danke an die Kreisgruppen München, Nürnberg und Augsburg und an die HOG Schirkanyen, die durch Förderungen und Spenden die Exkursion unterstützt haben, genauso wie der Landesverband Bayern und der Verband der Siebenbürger Sachsen e.V. Danke an Johann Kepp, der seine Aufgabe als Reiseführer super gemeistert hat. Bedanken möchten wir uns auch bei der HOG Großau und der Stiftung in Radeln für zwei schöne Tage und natürlich bei unserem Orga-Team, das keine Mühen gescheut hat. Und zu guter Letzt: Danke an alle Teilnehmer! Wärt ihr nicht gewesen, hätte „14 Tage, 7 Burgen, auf nach Siebenbürgen!“ nicht stattfinden können. Ihr wart eine tolle Truppe, es hat uns großen Spaß mit euch gemacht. Und wer weiß, vielleicht heißt es ja in ein paar Jahren erneut: Auf nach Siebenbürgen!

Eure bayerische Landesjugendleitung Birgit Teutsch

Schlagwörter: SJD, Bayern, Siebenbürgen, Reise

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Neueste Kommentare

  • 27.04.2014, 11:39 Uhr von gerri: Der Reisebericht hat mich einfach auf Eure Reise mitgenommen,so war ich dabei bei all dem Schönen ... [weiter]

Artikel wurde 1 mal kommentiert.

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