28. Oktober 2008

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Für einen Tag im Salsa-Fieber

Der „Style“ war es, auf den auch schon beim ersten Latino-Seminar besonders viel Wert gelegt worden war und der beim eintägigen Aufbauseminar am 11. Oktober weiter perfektioniert wur­de. Das zweite Latino-Seminar, das in Affalterbach stattfinden sollte, wurde aufgrund einer unerwartet niedrigen Teilnehmerzahl kurzerhand nach Ludwigsburg verlegt. Dies tat der Motiva­tion der 20 Teilnehmer jedoch keinen Abbruch, die aus Heilbronn, Ludwigsburg, Biberach und Heidenheim zum Seminar kamen.
Als Tanzreferenten konnte man, wie beim ers­ten Latino-Seminar im Juni 2007, Robert Cloos aus Ingolstadt gewinnen. Mit seinen beiden Tanzpartnerinnen Susi Brenk und Carolin Öxler zeigte er souverän die Schritte und das für diese Tänze nötige Körpergefühl. Um halb zehn Uhr vormittags begann das Seminar mit einer kleinen Aufwärmrunde. Der „Bachata“ dien­te ebenfalls zur Aufwärmung und zur Wie­dereinführung in die Musik und den Rhyth­mus der lateinamerikanischen Tänze. Die so genannten „Shines“ sind Figuren oder Schritt­fol­gen, die Mann und Frau getrennt tanzen, um sich selbst in Szene setzen zu können.

Natürlich kann man so auch in einem „Battle“ – einem Kampf – gegeneinander tanzen. Die Teilnehmer standen sich also, Mann und Frau getrennt, im Tanzsaal gegenüber und tanzten die eben gelernte Choreographie, während eine Seite im­mer zusehen durfte, was natürlich den einen oder die andere erst recht anzuspornen schien, sich noch etwas besser darzustellen als das Gegen­über. Nach kurzer Zeit ergriff die gesamte Gruppe ein gewisses Salsa-Fieber und Füße und Körper bewegten sich passend zum Rhythmus der lateinamerikanischen Klänge. „Salsa“ ist für viele der Inbegriff der lateinamerikanischen Tänze. Sie wird, im Gegensatz zu vielen Stan­dardtänzen, nicht nur mit den Füßen und einer bestimmten Körperhaltung, sondern mit dem ganzen Körper getanzt. Grundschritte und Figu­ren waren schnell gelernt und auf das Parkett gebracht. Die Mittagspause war für vie­le eine willkommene Erholung nach mehreren Stunden Tanz. Bevor es jedoch weiterging, wur­de etwas Kulturaustausch betrieben. Da die anwesenden Seminar-Teilnehmer allesamt aus siebenbürgischen Tanzgruppen stammen, wur­de kurzerhand der „Nagelschmied“ als kleine Kost­probe für unsere Tanzreferenten vorgeführt. Tanzreferent Robert Cloos mit seiner ...Tanzreferent Robert Cloos mit seiner Tanzpartnerin Susi Brenk, im Hintergrund die tanzenden Seminarteilnehmer. Foto: Karin Nägler Die so genannte „Afro-Rumba“ oder „afrikanische Rumba“ war der nächste Tanz im Reper­toire der Referenten. Mit diesem Tanz werden Freud und Leid des alltäglichen Lebens ausgedrückt, was sich sehr stark in den Figuren und der dazugehörigen Musik widerspiegelt. Leider kam diese Tanzrichtung nicht ganz bei allen Teilnehmern an und so folgte der „Cha-Cha-Cha“, der das vorgesehene Programm an die­sem Tag abrundete. Abgeschlossen wurde das Se­mi­nar mit einer Wiederholungsrunde, in der alle Tänze noch einmal kurz angerissen wurden.

An Ende dieses Seminars hatte man ein echtes Gefühl für die Musik und den Tanz erworben. Man war erschöpft, aber dennoch begeistert von dem, was man geleistet hatte und jetzt kann. Es herrschte eine ruhige Stimmung, in der wunderbar getanzt werden konnte. Alle Teilnehmer nach einem gelungenen ...Alle Teilnehmer nach einem gelungenen Tanzseminar. Foto: Karin Nägler Ge­nauso wie beim ersten Latino-Seminar war das Niveau, auf dem getanzt wurde, sehr hoch und dennoch konnten alle mittanzen und keiner kam zu kurz. Dies geht hauptsächlich auf das Konto unserer Tanzreferenten, die ein hochwertiges Seminar gestaltet haben. Ein Dank geht auch an Karin Nägler für die sehr gute und flexible Organisa­tion vor Ort. Wenn das Tanzen einfach nur Spaß macht, ist es so, wie es sein sollte. Auf viele weitere solcher Seminare mit einer regeren Teilnah­me freut sich die SJD Baden-Württemberg!

Edwin-Andreas Drotleff

Externer Link:

Bildergalerie des Latino-Seminars 2008

Schlagwörter: SJD, Tanzgruppen, Baden-Württemberg

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