Kulturspiegel
Der „Kulturspiegel“ umfasst Rezensionen und Beiträge über die Geschichte, Naturwissenschaften, Kunst und das vielseitige Kulturleben der Siebenbürger Sachsen und deren Nachbarn.
Notrettung für ein "Notwendwerk": Siebenbürgische Bibliothek erwirbt ein frühes Werk von Gusto Gräser
Was ist ein Maler ohne Obdach und Werkstatt? Er muss zum Dichter werden. Zum Dichten reicht ein Bleistift und ein Fetzen Papier. Zwanzig Jahre lang war der gelernte Maler und Bildhauer Gustav Arthur Gräser (der sich Gusto nannte) in der Art und Weise des Bergpredigers unterwegs gewesen, ein haus- und besitzloser Wanderer in Kutte und Sandalen, als er endlich in dem Dresdner Lithographen und Akademieprofessor Georg Lührig einen Freund fand, der ihn in sein Haus aufnahm und sein Atelier mit ihm teilte. mehr...
34. Löwensteiner Musikwoche lädt zur Teilnahme ein
Zu ihrer 34. Musikwoche lädt die Gesellschaft für deutsche Musikkultur im Südöstlichen Europa (GDMSE) vom 22. bis 28. April 2019 Menschen aller Altersgruppen, Einzelpersonen wie Familien, Instrumentalisten ebenso wie Chorsängerinnen und Chorsänger in die Evangelische Tagungsstätte Löwenstein nahe Heilbronn ein. Bei der Musikwoche kommen vor allem Werke von Komponisten aus den deutschen Siedlungsgebieten in Südosteuropa, etwa aus Siebenbürgen und dem Banat, zur Aufführung. Streicher, Holz- und Blechbläser werden ebenso wie Sängerinnen und Sänger ausreichend Gelegenheit haben, ihr Können zu zeigen. Auch einen großen Jugendchor wird es wieder geben. Das Abschlusskonzert findet am Samstag, 27. April, um 18.00 Uhr wie in den vergangenen Jahren in der großen Kilianskirche in Heilbronn statt. mehr...
Kulturreferententagung: ,Ein’ feste Burg …‘ Siebenbürgen und seine Kirchenburgen
Zum zweiten Mal richtete eine Kulturreferententagung ihr Augenmerk auf die wohl herausragendste Gemeinschaftsleistung der Siebenbürger Sachsen und das sichtbarste Element unserer Kultur. Zu der Tagung vom 16.-18. September mit dem Titel „,Ein’ feste Burg …‘ Siebenbürgen und seine Kirchenburgen“ hatte Bundeskulturreferent Hans-Werner Schuster eingeladen – erstmals in den Kapellenhof in Roßtal. Für 42 Teilnehmer, Kulturreferenten unseres Verbandes und in der Kulturarbeit engagierte Multiplikatoren, wurde es zu einer informativen, motivierenden und Impulse setzenden Veranstaltung. mehr...
Siebenbürgische Bücher günstig zu verkaufen: große Rabattaktion des Arbeitskreises für SiebenbürgischeLandeskunde
Auf Schloss Horneck sind die Bauarbeiten in vollem Gange, das Siebenbürgen-Institut wird ausgebaut und die Siebenbürgische Bibliothek mit Archiv räumlich erweitert. Wegen des bevorstehenden Umzugs müssen die Lager dringend geräumt werden. Die Buchreihen des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde bis zum Jahr 2000 werden daher zu Sonderpreisen angeboten. mehr...
Großes Sängerfest zum 30-jährigen Chorjubiläum
Voller Stolz blickt der siebenbürgisch-sächsische Chor der Kreisgruppe Rosenheim auf sein 30-jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlass wurde am 11. November unter dem Motto „100 Jahre Freistaat Bayern, unsere neue Heimat“ und unter der Schirmherrschaft von Sylvia Stierstorfer, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, das 30-jährige Jubiläum des Chores mit einem Sängerfest im Kurhaus Bad Aibling groß gefeiert. Dazu waren die Chöre aller siebenbürgischen Kreisgruppen in Bayern und zwei Gastchöre eingeladen worden. mehr...
In Heilbronn: Ausstellung über deutsche Minderheit in Rumänien
Die Kreisgruppe Heilbronn des Verbands der Siebenbürger Sachsen und die Volkshochschule Heilbronn luden für den 15. November zur Eröffnung der Ausstellung „Die deutsche Minderheit in Rumänien – Vergangenheit und Gegenwart im vereinten Europa“ ein. Im voll besetzten Deutschhofkeller der Volkshochschule eröffnete der Schirmherr, Oberbürgermeister Harry Mergel, die Veranstaltung. mehr...
Landschaften wirken ganzjährig
Welche Emotionen werden beim Betrachten von Landschaften eigentlich freigesetzt? Natürlich entsteht während dieses Vorgangs oft so etwas wie Sehnsucht, Erinnerungen werden lebendig oder eigene Fantasien beflügelt. Bilder entstehen bekanntlich auch immer im Kopf. mehr...
„Maramuresch. 101 Foto/Geschichten aus den Waldkarpaten Rumäniens“ von Björn Reinhardt
Nach dem blutigen Ende der kommunistischen Diktatur wurde Rumänien von Ereignissen heimgesucht, die gewisse Parallelen zu den biblischen Plagen haben: Erst der Exodus der Deutschen 1990/91, gefolgt von einer „Heuschreckenplage“, als die neuen politischen Eliten das Land auszusaugen begannen, bis hin schließlich zum zweiten Exodus, durch den das Land einen Großteil seiner Leistungsträger verlor, die ihr wirtschaftliches Überleben durch Arbeit im Westen sichern wollten. Insgesamt ein Aderlass, von dem Rumänien sich noch lange nicht erholt hat. Knapp 30 Jahre nach dem Tod der Ceaușescus gibt es dennoch viele Ansätze für Veränderungen zum Guten, man muss sich allerdings bemühen, sie zu entdecken. So gibt es zu der Schar der Auswandernden eine Gegenbewegung durch Rück- und Einwanderer. Zwar in geringer Zahl, zeigen gerade diese Menschen, dass man mit Phantasie und Leistungswillen einiges bewegen kann, auch oder gerade in einem Land, das unter dem Frühkapitalismus so sehr leidet. mehr...
100-jähriges Jubiläum der „Merkuri“-Schule Kronstadt
2019 erfüllen sich 100 Jahre seit der Gründung der evangelischen Höheren Handelsschule „Merkuri“ in Kronstadt. Alle Jahrgänge der Merkurianerinnen und Merkurianer sowie Personen, die sich der Schule verbunden fühlen, werden um Anregungen gebeten, um die Jubiläumsfeier 2019 würdevoll zu gestalten. mehr...
Zu Werner Förderreuthers Buch „Der Lichtert. Das Quempassingen. Eine Spurensuche“
Werner Förderreuther, der bekannte fränkische Volkskundler und Sammler von Sachgütern der Siebenbürger Sachsen, hat im Sommer dieses Jahres sein fünftes Buch veröffentlicht: eine Dokumentation der Christleuchter und des damit zusammenhängenden Weihnachtsbrauchtums der Repser Gegend. Angeregt wurde er dazu nach eigenem Bekunden in den frühen 1980er Jahren, als er ein erstes Leuchtergestell erwerben konnte. Seither hat er weitere noch vorgefundenen Objekte (Leuchtergestelle, Fähnchen und sonstiges Zubehör) geborgen, hat die wenigen in Museen aufgehobenen Exemplare (Deutsch-Kreuz), auf Dachböden oder in Sakristeien (Keisd, Leblang, Schweischer, Seiburg, Streitfort) vorgefundenen Stücke untersucht, fotografiert und, wo keine mehr greifbar waren, sie selber nachgebaut. Nicht irgendwie nachgebaut, sondern – wie die Seiten 94–99 für Draas belegen – nach voraufgehenden fachgerechten Bauzeichnungen auf der Grundlage ausführlicher Befragungen jeweils mehrerer Gewährsleute. mehr...








