Kulturspiegel
Der „Kulturspiegel“ umfasst Rezensionen und Beiträge über die Geschichte, Naturwissenschaften, Kunst und das vielseitige Kulturleben der Siebenbürger Sachsen und deren Nachbarn.
Start zum Siegeszug des „Hontertstreoch“: Gesangsreise des Reichesdorfer Chores im September 1897 ins Burzenland
Die Siebenbürgische Zeitung, Folge 7 vom 5. Mai 2026 brachte auf Seite 10 einen umfassenden Beitrag zu „130 Jahre ,Bäm Honterstreoch‘“ aus der Feder von Angelika Meltzer, den man mit viel Freude und Interesse lesen kann, handelt es sich doch um das wohl bekannteste Lied in siebenbürgischer Mundart, das mit seiner zu Herzen gehenden Weise seinen Siegeszug um die Welt antrat. Die rasante und weltweite Verbreitung des Liedes weiß Angelika Meltzer mit umfassender Recherche zu dokumentieren. Erwähnt wird dabei auch die Erstaufführung des Liedes 1896 durch den Reichesdorfer Jugendchor unter seinem Leiter Georg Meyndt (1852-1903) sowie die nachfolgende Konzertreise dieses Chores in das Burzenland. Ergänzend zu dem Artikel weiß Heinz Acker zu berichten. mehr...
Königin und Bahá’í – Maria von Rumänien
In ihrem Buch „Die spirituelle Reise einer Königin“ erzählt Eugenia Johrend die Lebensgeschichte der rumänischen Königin Maria, die sich wohl als erstes gekröntes Staatsoberhaupt offen zum Bahá’í-Glauben bekannte, aus einer neuen Perspektive. Geboren 1875 als Prinzessin Marie Alexandra Victoria von Edinburgh, Spitzname Missy, heiratete die Enkelin der britischen Königin Viktoria und Zar Alexanders II. von Russland 1893 Ferdinand von Hohenzollern-Sigmaringen, Prinz von Rumänien, der 1914 den rumänischen Thron bestieg. Maria war anglikanischen Glaubens, beschäftigte sich aber bekanntermaßen intensiv mit der Orthodoxie der Rumänen; ab Mitte der 1920er Jahre brachte ihr die US-amerikanische Journalistin Martha Root den Glauben der Bahá’í nahe, eine weltweit verbreitete, universale Religion, die von dem Iraner Bahāʾullāh Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. mehr...
Ausstellung in Bistritz: „Siebenbürgen, süße Heimat“ – Spruchgut auf Wohntextilien
Das Siebenbürgische Museum Gundelsheim und das Kreismuseum Bistritz zeigen in bewährter Zusammenarbeit die Ausstellung „,Siebenbürgen, süße Heimat‘ – Spruchgut auf Wohntextilien“ vom 7. August bis 14. September im Kreismuseum Bistritz (Muzeul Judeţean Bistriţa), Str. General Grigore Bălan Nr. 18. Dr. Irmgard Sedler und Gela Neamţu, Kuratorin am Kreismuseum Bistritz, die die Ausstellung gemeinsam gestaltet haben, werden bei der Vernissage am 7. August um 18.00 Uhr sprechen. Nächstes Jahr wird die Ausstellung auch im Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim gezeigt. Die Volkskundlerin Dr. Irmgard Sedler, Vorsitzende des Siebenbürgischen Museums e.V., beleuchtet im Folgenden die Hintergründe des Spruchgutes auf Wohntextilien. mehr...
Neujahrslied-Singen der Banater Schwaben gehört zum UNESCO – Immateriellen Kulturerbe Bayerns
Das „Neujahrslied-Singen der Banater Schwaben“ wurde am 24. März 2026 als „gutes Praxisbeispiel“ in die Bayerische Liste des immateriellen kulturellen Erbes der UNESCO aufgenommen. Dazu gehören „lebendige Traditionen, die einer Gemeinschaft ein Gefühl der Identität und Kontinuität vermitteln“, sie müssen „von Generation zu Generation weitergegeben und dabei in Auseinandersetzung mit der Umgebung fortwährend neu gestaltet“ werden. mehr...
„Schon lange kein Frühling – Mein Vater, Rumänien und ich“ in Heilbronn aufgeführt
Quälende Frage: Hat er oder hat er doch nicht mit der Securitate zusammengearbeitet? Es gibt in den über 2000 Seiten zu ihrem Vater Augustin Alexandru Bidian (1930-2013) im rumänischen Geheimdienst-Archiv CNSAS auch Unterlagen, Anweisungen, aus denen herausgelesen werden kann, dass von ihm als rumänischem Dissidenten im Auslandsexil in Deutschland nachrichtendienstliche Mitteilungen erwartet werden. Jedoch keinerlei Einwilligungserklärung von ihm, keinerlei Hinweise auf jemals gelieferte Nachrichten, keinerlei Unterlagen über den Erfolg der Securitate-Aktion. mehr...
Hegt wird gesangen!: „Gade Morjen“ von Georg Meyndt/Ein musikalischer Gruß zwischen Brauchtum und Erinnerung
„Gade Morjen“ („Guten Morgen“) gehört zu jenen Stücken des Notärs Georg Meyndt (1852-1903) aus Reichesdorf, die als Volkslied weite Verbreitung und Beliebtheit erfahren haben. Dank Meyndt, der das Treiben und den Alltag in seiner Gemeinde sehr genau beobachtet und in Liedern festgehalten hat, können wir heute einen Blick in das Dorfleben vor 125 Jahren werfen, z.B. in Der Appel, De Bank, Der Fiëldschätz, Brokt- oder Schesserlied, Sangtigklook … und Gade Morjen. mehr...
Literarische Spaziergänge durch das Oldenburger Land
Als Projekt des Oldenburger Literaturhauses und dessen Leiterin Monika Eden ist 2015 der „Literarische Landgang“ entstanden: Ausgewählte Autorinnen und Autoren erkunden im ersten Schritt das Oldenburger Land, verfassen einen Reisetext und stellen diesen im zweiten Schritt auf einer Lesereise an den besuchten Orten vor – ein Schreib- und Reisestipendium der besonderen Art, das in bisher zwei Büchern seinen Niederschlag gefunden hat. Der erste Band „Fünf Landgänge“ erschien 2021 im Göttinger Wallstein Verlag mit Beiträgen von Matthias Politycki, Marion Poschmann, Michael Kumpfmüller, Mirko Bonné und Judith Hermann; seit diesem Jahr liegt Band II vor, für den die Stipendiaten Jan Brandt, Iris Wolff, David Wagner, Judith Kuckart und Deniz Utlu Texte beigesteuert haben. mehr...
Ausstellung im HDO München: Politisierung deutscher Volkskultur
Im Haus des Deutschen Ostens (HDO), Am Lilienberg 5, 81669 München, wird am 23. Juli um 18.00 Uhr die Ausstellung „Einfach schön? Politisierung deutscher Volkskultur aus dem östlichen Europa“ eröffnet. Grußworte spricht Professor Dr. Andreas Otto Weber, Direktor des HDO, die Einführung übernimmt Jana Stöxen mit dem Vortrag „Bei vornehmen Leuten soll man nirgends und nie Volksmusik sammeln – Prämissen und Praktiken einer Volkskulturforschung im und aus dem östlichen Europa zwischen ‚Echtheit‘ und Inszenierung des ‚einfach Schönen‘“. mehr...
Ilse Hehn in Nürnberg: "Legst dich in Schrift. Zeit der Ebbe"
Im letzten Jahr erschien im Pop Verlag Ludwigsburg das umfangreiche und in jeder Hinsicht eindrucksvolle Buch Ilse Hehns „Legst du dich in Schrift. Zeit der Ebbe“ (siehe Besprechung in der SbZ Online), das im Mittelpunkt der Lesung am 18. Juni im Haus der Heimat Nürnberg vor einem recht zahlreich erschienenen, mitgehenden Publikum stand. mehr...
„bittersüß in unserem Mund“/Neue Nummer von Ostragehege
Die neue Ausgabe der Zeitschrift Ostragehege, Nr. 118, widmet einen ganzen Themenschwerpunkt der „Flucht und Vertreibung“. Dieser richtet das Augenmerk nach Südosteuropa. mehr...







