28. Mai 2014

Klaus Johannis tritt als PNL-Vize zurück

Bukarest – Bei den Wahlen für das Europäische Parlament am 25. Mai erzielte die Nationalliberale Partei (PNL) statt der avisierten 20 Prozent nur 15 Prozent. Tags darauf zog Parteichef Crin Antonescu die Konsequenzen aus der herben Schlappe und trat von der Leitung der PNL zurück. Minuten später kündigte auch PNL-Vize Klaus Johannis seinen Rücktritt von allen Parteiämtern an.
Er tue dies auch wegen der schwachen Ergebnisse seiner Partei in Hermannstadt, erklärte Johannis, der seit 2000 Bürgermeister ist. Die Sozialdemokratische Partei (PSD) von Premier Victor Ponta erzielte bei den Europawahlen 37,6 Prozent der Stimmen, die Demokratisch-Liberale Partei (PDL) 12,2%.

In den Medien wird spekuliert, wie es mit der PNL weitergeht. Ein außerordentlicher Kongress wird voraussichtlich im Juni eine neue Führung und Strategie bestimmen. Als Parteichef kandidiert Ludovic Orban, der sich für eine Rechtsallianz mit der PDL ausspricht. Ein anderes Szenario sieht Johannis als neuen Parteichef und Antonescu als Präsidentschaftskandidaten vor. Beide sind für eine Zusammenarbeit mit der Rechten bei den Präsidentschaftswahlen. Antonescu spricht von der Notwendigkeit einer „Anti-PSD-Front“. Auch der frühere PNL-Vorsitzende Călin Popescu-Tăriceanu könnte sich für das Amt des Parteichefs bewerben. Er strebt eine Neuauflage der Allianz mit der PSD an.

NM

Schlagwörter: Europa, Wahl, Johannis

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