12. April 2013

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Antrittsbesuch des neuen Generalkonsuls

Der Antrittsbesuch des neuen Generalkonsuls von Rumänien in München, Anton Niculescu, beim Verband der Siebenbürger Sachsen stand unter einem guten Stern. Der Bundesvorsitzende Dr. Bernd Fabritius begrüßte den hohen Gast am 9. April in der Bundesgeschäftsstelle in München und bedankte sich für die konsequente Umsetzung der Forderung des Verbandes an Rumänien, die im Ausland lebenden Russlanddeportierten zu entschädigen (siehe SbZ Online vom 8. April 2013).
Bernd Fabritius schilderte die Arbeitsschwerpunkte des Verbandes, der die Interessen der Siebenbürger Sachsen bei der Eingliederung und in rechtlichen Belangen vertrete, ihre Kultur pflege sowie den Erhalt der siebenbürgisch-sächsischen Identität in der Jugendarbeit verfolge. Die Brückenrolle, die der Verband in den Beziehungen zu Rumänien wahrnehme, werde in der bundesdeutschen Politik sehr geschätzt und könnte sich geradezu als Modell in Europa etablieren, sagte der Bundesvorsitzende. Als Festredner beim Heimattag in Dinkelsbühl wird neben dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer auch die Teilnahme des rumänischen Außenministers Titus Corlăţean erwartet.Bundesvorsitzender Bernd Fabritius (rechts) ...Bundesvorsitzender Bernd Fabritius (rechts) begrüßt Generalkonsul Anton Niculescu in der Bundesgeschäftsstelle. Foto: Siegbert Bruss Zu den Siebenbürger Sachsen habe er eine besondere emotionale Beziehung aufgebaut, sagte Anton Niculescu. 1964 in Neumarkt am Mieresch (Târgu Mureş) geboren, verbrachte er seine Schulferien oft bei einer sächsischen Familie in Birthälm, wo er nicht nur Deutsch lernte, sondern auch mit dem Brauchtum vertraut wurde. Der Chemieingenieur war als politischer Berater der US-Botschaft und der Friedrich Naumann Stiftung in Bukarest sowie als Stellvertretender Generalsekretär (1997-1998) und Staatssekretär im Departement für Europäische Integration (1998-1999) der rumänischen Regierung tätig. Nach Abschluss des Masters für Internationale Beziehungen in Bukarest (2004) wirkte Anton Niculescu als Staatssekretär im rumänischen Außenministerium und, von Mai bis September 2012, als Sonderbeauftragter für Menschenrechte im selben Ministerium. Seit Februar 2013 ist er als Generalkonsul von Rumänien in München zuständig für Bayern und Baden-Württemberg.

Begleitet wurde Niculescu von Vizekonsul Michael Fernbach, dessen Mandat in diesem Jahr abläuft. Aus Sicht des Verbandes sei Fernbach „eine wichtige Konstante in unseren Beziehungen zu ­Rumänien“, würdigte Bernd Fabritius dessen langjährigen Einsatz in der rumänischen Diplomatie in Deutschland. Die beiden Seiten wollen eine Plattform der Zusammenarbeit aufbauen, um die Anliegen der Landsleute umzusetzen. So könnte man rechtliche Probleme gemeinsam lösen, konsularische Dienstleistungen optimieren oder bei kulturellen und sozialen Projekten zusammenarbeiten. Das Gespräch verlief in einer sehr guten, freundschaftlichen Atmosphäre.

S. B.

Schlagwörter: Porträt, Generalkonsul, deutsch-rumänische Beziehungen, Politiker

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