7. Juni 2011

Bistritzer Delegation zu Besuch in Deutschland und Frankreich

Vor sechs Jahren wurde in Bistritz die Partnerschaftsurkunde mit der Stadt Herzogenrath unterschrieben. Vor fünf Jahren machte die ­Bistritzer Delegation unter der Leitung des Bürgermeisters Vasile Moldovan einen Gegenbesuch und unterzeichnete die Partnerschaftsurkunde auch in Herzogenrath. Vom 6. bis 8. Mai 2011 feierte Herzogenrath das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der französischen Stadt Plérin und das fünfjährige Bestehen der Partnerschaft mit Bistritz.
Aus Bistritz war eine 60-köpfige Delegation unter der Leitung des Bürgermeisters Teodor Ovidiu Creţu angereist. Dazu gehörten Vertreter des Stadtrates und der Stadtverwaltung, Schüler des Bistritzer Nationalkollegs „Liviu Rebreanu“, Vertreter der Feuerwehr und des Roten Kreuzes, die Folkloregruppe des städtischen Kulturhauses „Cununa de pe Someş“. Auch zwei Vertreter der HOG Bistritz-Nösen wurden von den Organisatoren nach Herzogenrath eingeladen. Dies war besonders erfreulich, da das Wiedersehen mit den aus Bistritz angereisten Freunden, aber auch mit den Gastgebern sehr herzlich ausfiel.

Am ersten Tag stand das Treffen unter dem Motto „Wir in Europa – Europa in uns“ an. Bürgermeister Christoph von den Drisch und Reinhard Granz, Vorsitzender des Herzogenrathers Partnerschaftskomitees, begrüßten zur Podiumsdiskussion die Generalkonsuln der Republik Frankreich und Rumänien, Hugues Nordi und Dr. Vlad Vasiliu, den Honorarkonsul des Königreiches der Niederlanden, Prof. Dr. Breuer, sowie die Vertreter der Partnerstädte Plérin und Bistritz, Jean-Marie Bernier und Ovidiu Teodor Creţu.
Bistritzer offizielle Delegation in Herzogenrath. ...
Bistritzer offizielle Delegation in Herzogenrath. Foto: Michael Weihrauch
Es ergab sich eine angeregte Diskussion, in der kritisch hinterfragt wurde, ob die Bevölkerung tatsächlich bereit ist, sich mit Europa auseinander zu setzen, in einer Zeit, in der Solidarität mit den verschuldeten EU-Partnern Griechenland und Portugal erwartet wird, in einer Zeit, in der einige Länder die Wiedereinführung von Zollkontrollen in Erwägung ziehen. Bürgermeister Creţu betonte: „Europa ergibt nur einen Sinn, wenn man miteinander und nicht übereinander redet“. Nach der Podiumsdiskussion wurden die Partnerschaftsverträge erneut feierlich unterzeichnet. Auch der gesellige Teil kam nicht zu kurz. Es gab ausreichend Zeit, im direkten Gespräch Freundschaften zu knüpfen oder bestehende zu festigen.

Ein Teil der rumänischen Delegation folgte am Sonntag, dem 8. Mai 2011, einer Einladung des rumänischen Generalkonsuls in Straßburg, Marcel Alexandru, um Rumänien anlässlich der Europawoche 2011 beim „Tag der offenen Tür“ im Europäischen Parlament in Straßburg offiziell zu vertreten.

Mit rumänischer Volksmusik und Volkstanz begeisterte die Bistritzer Folkloregruppe „Cununa de pe Someş“ die zahlreichen Besucher. Spezialitäten aus der Bistritzer Gegend, ein Touristikstand und ein Stand mit rumänischer Volkskunst aus dem Kreis Bistritz-Nassod rundeten das Bild der Bistritzer Delegation ab, die ihr Heimatland Rumänien würdig zu vertreten wusste.

Hans Franchy

Schlagwörter: Partnerschaften, Bistritz, Politik, deutsch-rumänische Beziehungen

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