10. September 2012

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Tanzgruppe Nürnberg bei internationalem Folklorefestival in Bistritz

Das international besetzte Folklorefestival „Nunta Zamfirei“ fand vom 26. bis 30. Juli in Bistritz statt. Auf Einladung von Dr. Dorel Cosma, Vorsitzender des Kulturhauses Bistritz – Centrul Cultural Municipal George Cosbuc und Präsident des IGF, nahm die Tanzgruppe Nürnberg erstmalig an diesem Festival teil.
Nach gut eineinhalbstündigem Flug von München nach Klausenburg wurden wir von einem Kleinbus erwartet und nach Bistritz ins Hotel gefahren. Im Hotel Diana waren wir zusammen mit anderen teilnehmenden Folkloregruppen und Festivalgästen einquartiert. Noch am selben Abend fingen die Vorbereitungen an. Am 26. Juli fand um 21.00 Uhr die erste Sitzung für die teilnehmenden Gruppen statt. Die Begrüßung und Vorstellung der Gruppenvertreter erfolgte durch Dr. Dorel Cosma.

In den nächsten vier Tagen erwartete die Gruppen ein dichtgedrängtes Programm. Am Freitag gab es ab 10.00 Uhr Auftritte auf öffentlichen Plätzen der Stadt Bistritz. Anschließend folgte der offizielle Empfang der Gruppenvertreter im Rathaus von Bistritz durch den Bürgermeister der Stadt, Ovidiu Teodor Creţu. Nachmittags versammelten sich alle teilnehmenden Gruppen zur Aufstellung für die Trachtenparade auf dem Bulevardul Decebal. Die Parade endete vor einer Bühne der Stadt, wo im Anschluss ein beeindruckender Folkloreabend mit ausschließlich rumänischen Gruppen stattfand. Dabei waren so bekannte Ensembles aktiv wie „Doina Carpatilor Jasi“, „Junii Sibiului“, „Cununita Arad“, „Cununa de pe Somes“, „Balada“ und viele mehr.

Samstag und Sonntag zeigten dann die zehn internationalen Gastgruppen ihre Darbietungen. Gestartet wurde am Samstag um 10.00 Uhr auf öffentlichen Plätzen der Stadt, jede Gruppe an einem anderen Standort. Im Anschluss hatten die Gruppen die Möglichkeit, sich mit einem Ausstellungsstand zu präsentieren. Für den ersten Teil der Gruppen fing das Bühnenprogramm um 20.00 Uhr an. Hierzu gehörten Deutschland (vertreten durch die Tanzgruppe der Siebenbürger Sachsen Nürnberg), Algerien, Griechenland, Lettland, Serbien und der erste Teil des Wettbewerbs (das Singen) zur Wahl der „Zamfira 2012“. Als Vertreterin der deutschen Gruppe nahm Stephanie Kepp teil, die auch Mitglied der Tanzgruppe Nürnberg ist. Für einige aus unserer Gruppe war dies der letzte Abend, da der Rückflug am Sonntag um 6.05 Uhr bereits gebucht war.

Am Sonntagvormittag nahmen Vertreter aller Gruppen am orthodoxen Gottesdienst in der ältesten Kirche der Stadt teil. Der zweite Teil des Bühnenprogramms fing am Sonntag um 20.00 Uhr an. Gruppen aus Kroatien, Bulgarien, Israel, Türkei und Ukraine waren beteiligt. Zwischen den Auftritten fand der zweite Teil des Zamfira-Wettbewerbs (das Tanzen) statt. Um 22.30 Uhr endete das Bühnenprogramm und auch unsere Teilnahme am Folklorefestival in Bistritz.

Der Rücktransport zum Flughafen nach Klausenburg erfolgte für die noch verbliebenen Gruppenmitglieder Montagfrüh um 2.30 Uhr. Mit der Bekanntgabe der Siegerin im Zamfira-Wettbewerb 2012 und der Verabschiedung aller teilnehmenden Folkloregruppen am Montagabend endete das Festival „Nunta Zamfirei 2012“ in Bistritz. Für unsere Gruppe, die zum ersten Mal teilgenommen hat, war es ein schönes Erlebnis mit der Erkenntnis, dass in der Gemeinschaft vieles möglich und machbar ist, auch wenn es einem vorher undenkbar erscheint. Mit Annemarie Wagner hatten wir eine umsichtige Organisatorin dabei. Danke Annemarie.

Resümee der vier Tage Festival: Es war für alle ein unvergessliches Erlebnis, aber bei den herrschenden Temperaturen von ca. 35 Grad eine anstrengende Angelegenheit. Positiv für die meisten Teilnehmer waren die vielen guten Gespräche, die Gastfreundlichkeit der Menschen und das Erlebte am Festival. Jugendliche, die mit uns mitgefahren sind und zum ersten Mal die Stadt Bistritz gesehen und erlebt haben, waren nicht nur positiv beeindruckt, sondern auch neugierig auf mehr. Auch wenn der Terminkalender der Veranstaltung dicht gedrängt war, fanden wir die Zeit für einen unvergesslichen Nachmittag auf einer Sennhütte (Stina). Nach einer fürstlichen Bewirtung durch „Patron Ion” und seine Frau Miuţa blieb einigen von uns noch Zeit für einen Schnellkurs im Melken von Kühen und Schafen. Am Samstag nutzten wir die Zeit zwischen den Auftritten, um geschlossen die Bistritzer Kirche und den renovierten Kirchturm zu besichtigen. Das ist der erste und bisher einzige Kirchturm mit Personenaufzug in Siebenbürgen.

Rückblickend waren wir uns alle einig, das Erlebte auf unserer Reise nach Bistritz möchte keiner missen. Sollte die Tanzgruppe in Zukunft wieder mal die Gelegenheit haben, nach Siebenbürgen zu reisen, wären alle sicher gerne dabei.

Johann Schuster

Schlagwörter: Tanzgruppe, Nürnberg, Bistritz, Festival

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