Kulturspiegel
Der „Kulturspiegel“ umfasst Rezensionen und Beiträge über die Geschichte, Naturwissenschaften, Kunst und das vielseitige Kulturleben der Siebenbürger Sachsen und deren Nachbarn.
Wenn Poesie auftaucht und Literatur sich (nicht) ereignet
Die Homepage der Schriftstellerin Iris Wolff listet knapp dreißig Auszeichnungen und Nominierungen für ihre Werke auf – unter ihnen ist auch der Chamisso-Preis. Dieser wurde 2017 in Dresden auf Initiative des Vereins Bildung und Gesellschaft e.V. neu gestiftet und 2023 mit der von der Sächsischen Akademie der Künste 2020 wieder aufgenommenen Dresdner Chamisso-Poetikdozentur zusammengeführt. Mit Chamisso-Preis und Poetikdozentur wurde die gebürtige Hermannstädterin Iris Wolff 2023 ausgezeichnet. Das im vergangenen Jahr erschienene Buch „Einladung ins Ungewisse“ enthält ihre Dankesrede zur Preisverleihung und die zugehörigen Vorlesungen. mehr...
Ernst Mosch und Slavko Avsenik: Zwei Legenden, die die Welt der Musik geprägt haben
Erster Siebenbürger Sachse bei den Egerländer Musikanten / Einziges Konzert des Oberkrainer Quintetts in Temeswar / Eine persönliche Würdigung von Helmut Heimann mehr...
Motivation und Anlass, Sächsisch zu sprechen: Erfahrungsaustausch junger Menschen und Mundartlesung in Neuburg an der Donau
Ihr seid willkommen, wenn ihr Sächsisch sprecht! Das ist der Tenor eines interessanten Gesprächs zwischen jungen Menschen aus unserer Gemeinschaft. Sie waren eingeladen, beim Mundartseminar in Neuburg an der Donau über ihre Erfahrungen und Beziehung zur Mundart zu sprechen. Die zwölf zumeist älteren Mundartautor/innen hörten zu, bevor sie auch mitredeten. Siehe da: Die jungen Sächsisch Sprechenden haben nur positive Erfahrungen gemacht, wenn sie ihren Dialekt verwendet haben. Heutzutage wird das Sprechen einer weiteren Sprache als Bereicherung wahrgenommen, sowohl in der Hirnforschung (das Erlernen einer neuen Sprache erleichtert das Erlernen weiterer Sprachen) als auch im Alltag, wo man auf viele Einheimische und Zugewanderte trifft, für die es „weitgehend normal ist“, mehrere Muttersprachen zu sprechen. Sehr erfreulich, dass über unseren Dialekt immer wieder positive Erfahrungen mit Siebenbürgen als Gegend verbunden werden! Sowohl von den Sprechenden als auch von Fremden. mehr...
Kleiner Napoleon im Federkleid/Erzählung von Annemarie Roth
Annemarie Roth, geboren 1958 in Marienburg bei Schäßburg, begann während der Coronazeit Erzählungen zu schreiben, die in Siebenbürgen spielen und eine Mischung aus realen Begebenheiten und Fiktion sind. In der SbZ Online wurden bisher sechs ihrer Erzählungen veröffentlicht. mehr...
Deutsche Digitale Bibliothek mit Siebenbürgen-Bestand
Unter Federführung der Deutschen Nationalbibliothek ist die Deutsche Digitale Bibliothek (www.deutsche-digitale-bibliothek.de/) entstanden, die bereits jetzt zahlreiche Fotos zu Siebenbürgen sowie Dokumente zur Geschichte und Landeskunde dieser Region enthält. Bei der Suche mit dem Stichwort „Siebenbürgen“ erhält man derzeit fast 4.800 Treffer; die Bibliothek wird ständig ausgebaut. mehr...
Bildungsreise der Abiturienten des Honterus-Gymnasiums 1905 nach Italien
Kürzlich war bei einer Bücherspende an die Siebenbürgische Bibliothek auf Schloss Horneck in Gundelsheim ein schmales Heftchen dabei, das im Bibliotheksbestand noch fehlte: „Italienische Reisebriefe“ von Professor Friedrich Lexen, 1905 bei Wilhelm Hiemesch in Kronstadt erschienen, und vom Verfasser handschriftlich seinem Kollegen Adolf Meschendörfer gewidmet. Der Zusatz zum Titel „Zur Erinnerung an die diesjährige Schulreise der Abiturienten des Honterusgymnasiums“ weckte prompt das Interesse der ehemaligen Honterus-Lyzeum-Absolventin, zumal man in den Achtzigerjahren des vorigen Jahrhunderts mit den Zwölftklässlern höchstens ins Donaudelta gefahren war! mehr...
Edith Ottschofski in Budapest und Bukarest
Am Mittwoch, dem 2. April, um 18.00 Uhr wird im Haus der Ungarndeutschen in Budapest der Fokus auf die rumäniendeutsche Literatur gelegt. mehr...
Brukenthal-Biograf und noch sehr viel mehr: Zur Person von D. Dr. Georg Adolf Schuller (1862-1939)
In seiner „Kleinen Geschichte Siebenbürgens“ formuliert Dr. Harald Roth sehr prägnant die Zeitumstände, welche das Leben meines Urgroßvaters D. Dr. G. A. Schuller bestimmten. Bezogen auf die politischen Auswirkungen der 1867 erfolgten weitgehenden Loslösung Ungarns von der Habsburger Monarchie schreibt Roth: „Der sich unter Joseph II. bereits andeutende, 1848, 1867 und mit der Verwaltungsreform 1876 schrittweise realisierte Verlust ihres [der Sachsen] politischen Gewichts [...] hatte weitreichende Verlagerungen im gesellschaftlichen Leben zur Folge [...] Schwerpunkte wurden die Pflege und der Ausbau des ohnehin hochentwickelten konfessionel- len Schulwesens sowie die ökonomische Stärkung der Landwirtschaft und des Gewerbes durch Genossenschaften, Vereine, Banken, verbesserte Ausbildung und Reformen. Die Bedeutung des sich um diese Zeit herausbildenden Geschichtsbewusstseins für das spätere Selbstverständnis [der Siebenbürger Sachsen] kann gar nicht überschätzt werden.“ mehr...
Warum wir die Unterstiftung D. Dr. G. A. Schuller eingerichtet haben
Auslöser war die 53. Jahrestagung des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) zum Thema „Wege der Aufklärung bei den Siebenbürger Sachsen. Facetten einer Provinz im Wandel“ im September 2021 in Weißenfels an der Saale, auf welcher Samuel von Brukenthal anlässlich seines 300. Geburtstages gewürdigt wurde. Erstaunt und mit Freude sah ich, dass etliche Tagungsteilnehmer eine Biografie dieses Mannes „unter dem Arm“ trugen, denn verfasst wurde diese zwischen 1904 und 1939 von D. Dr. Georg Adolf Schuller – meinem Urgroßvater. Noch heute ist das Werk Quelle und Maßstab unseres Wissens über den bedeutendsten Gubernator Siebenbürgens.
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Sinn und Form aphoristischer Geistesblitze: Eine nachdrückliche Würdigung des Gedankenspielers Franz Hodjak durch Sprachforscher Wolfgang Mieder
Schon wieder ist ein halbes Jahr ins Land gegangen, seit der am 27. September 1944 im siebenbürgischen Hermannstadt geborene Romancier, Dichter, Aphoristiker, Übersetzer und ehemaliger Verleger in der hessischen Kleinstadt Usingen im Kreis seiner Familie und einiger Gäste seinen 80. Geburtstag gefeiert hat. Franz Hodjak, mehrfach geehrt mit Stipendien und literarischen Auszeichnungen, hat bereits ein umfassendes, auch mannigfaltiges literarisches Werk vorgelegt, das er allein im Jahr 2024 um weitere fünf Gedichtbände vergrößert hat. mehr...







