Schlagwort: Rezension

Ergebnisse 41-50 von 512 [weiter]

16. Juli 2020

Kulturspiegel

Rom als Palimpsest: Ilse Hehns neues Reisetagebuch

Schon im Motto ihres Reisetagebuches macht Ilse Hehn deutlich, dass die Stadt Rom sie in einem Rhythmus anspricht, an den man sich gewöhnen muss, sei es in langen Sätzen oder in knapp formulierten Sentenzen. In ihrem neuen Buch mit dem alliterativen Titel „Roms Flair in flagranti“, erschienen im Ludwigsburger Pop Verlag, tritt die in Ulm lebende Banater Schriftstellerin in den Dialog mit dieser „komplizierten, endlosen, strapaziösen, antiken, genialen, barocken, selbstbewussten, verrückten, unheimlichen, überwältigenden“ Stadt, und dieser wird zu einer Liebeserklärung. mehr...

3. Juli 2020

Kulturspiegel

Eine aktualisierte Chronik für Heldsdorf

Als einzige siebenbürgisch-sächsische Gemeinde verfügt Heldsdorf über drei Chroniken in deutscher Sprache. Die jüngste Ortsmonographie hat Karl-Heinz Brenndörfer herausgegeben. Schon 1967 erschien in Deutschland „Heldsdorf – Chronik einer siebenbürgisch-sächsischen Gemeinde des Burzenlandes aus 700 Jahren“ von Dr. Hans Mooser und 1977 „Heldsdorf – Monographie einer Burzenländer Gemeinde“ von Ernst Rothbächer im Kriterion Verlag in Bukarest. mehr...

21. Juni 2020

Kulturspiegel

Augenzwinkernde Dokufiktion: Erzählung von Joachim Wittstock

Nach zwei Motti seiner literarischen Vorbilder Adalbert Stifter und Heimito von Doderer, mit denen man schon in die Forstwirtschaft und die Waldbeschreibung eingeführt wird, beginnt Joachim Wittstock seine schmalbändige Erzählung „Forstbetrieb Feltrinelli. Mythos und fragmentarischer Realitätsbestand“ mit einer Vorbemerkung. Darin erläutert er seine Mühe um Plausibilität beim Darstellen der Geschehnisse rund um die Firma Feltrinelli, denn um diesen von Italienern geführten und in Talmesch ansässigen Forstbetrieb, dessen Namen ein gewisser Nimbus umgab, geht es darin. mehr...

12. Mai 2020

Kulturspiegel

Studienband zum 80. Geburtstag Joachim Wittstocks

Drei Germanisten und Wissenschaftspublizisten haben mit Unterstützung des Donauschwäbischen Instituts einen Studienband mit Beiträgen von Wegbegleitern, Forschern und Berufskollegen als Ehrengabe für den am 28. August 1939 geborenen Jubilar herausgebracht, der Person, Werk und Bedeutung des Schriftstellers beleuchtet. mehr...

1. März 2020

Kulturspiegel

Erwin Neustädter: "Wie ich wurde, was ich bin"

Aus dem Nachlass des Schriftstellers Erwin Neustädter (1897-1992) hat sein Enkel Ortwin Galter, Pfarrer in Linz, nach dem Bericht über die Haftzeit des Autors zwischen 1961-1963 „Mensch in der Zelle“ (2015) nun auch die Erinnerungen seines Großvaters an die Zeit von der Jahrhundertwende bis zum Ersten Weltkrieg herausgegeben. Neustädter hatte nach mehreren Anläufen und verschiedenen Fassungen seine Zeit- und Selbstbefragung 1976 als Typoskript in Form gebracht, aber nicht veröffentlicht. mehr...

11. Dezember 2019

Kulturspiegel

„Der Himmel überschüttet mit Sternen ...“: Horst Samsons Lyrikband „Das Meer im Rausch“

Über den 1954 in der Donausteppe/Bărăgan als Kind aus dem Banat hierher zwangsdeportierter Eltern geborenen Horst Samson notierte der Germanist, Journalist und Literaturhistoriker Walter Engel (geb. 1942), „kein anderer rumäniendeutscher Autor“ habe so „tiefgründige Meeres-Lyrik geschrieben wie er“. Spätestens der vor Kurzem im Ludwigsburger POP-Verlag veröffentlichte Gedichteband „Das Meer im Rausch“ belegt Engels Feststellung: In rund hundert Gedichten führt Samson in diesem Band einen Dialog mit dem Element, über das Goethe sagte, es sei „freundlich“ zu dem, der mit ihm „bekannt ist und es zu behandeln weiß“. („Wahlverwandtschaften“, 1809) mehr...

4. November 2019

Kulturspiegel

Geheimnisumwobene Bohème: Sammelband mit künstlerisch-literarischen Darstellungen auch zur Romaminderheit

Als Bohèmiens gelten heutzutage zumeist intellektuelle Randgruppen, die nicht zuletzt durch ihre recht unbekümmerte Lebensweise auffallen. Bohème steht zugleich für eine sozialgeschichtliche Kategorie, in der viele vom gradlinigen Strömungswind abgekommene Maler, Dichter, Literaten und andere Überlebenskünstler eine Art Unterschlupf fanden und noch immer finden. Gesellschaftliche Normen verursachen innerhalb dieser Szene gähnende Langeweile und werden selbstverständlich abgelehnt. Banale Gepflogenheiten sind den Outlaws sowieso suspekt. Eigene Identitäten suchen und finden sie mit Hilfe praktizierter Individualität und einem oft genug stoisch gelebten Eigensinn. mehr...

14. Oktober 2019

Kulturspiegel

Flaneur und schreibender Kavalier: Sammelband mit Beiträgen zum Werk Richard Wagners

Eine gewundene Treppe, die in die Höhe wächst, ziert den im letzten Jahr im Friedrich Pustet Verlag erschienenen Sammelband „Wendemanöver. Beiträge zum Werk Richard Wagners“. Herausgegeben von Enikő Dácz und Christina Rossi, beruht er auf einer internationalen Tagung, die anlässlich des 60. Jubiläums des Germanistik-Lehrstuhls Temeswar 2016 stattgefunden hat. Neben literaturwissenschaftlichen Beiträgen vor allem über die Prosa Wagners vereint er auch ein paar neue Gedichte des Autors, ein Poem Johann Lippets und ein Porträt von Felicitas Hoppe. mehr...

1. September 2019

Kulturspiegel

Natur und Mensch im Donaudelta sind eine Reise wert: Buchreihe "Forum: Rumänien" mit zehn Bänden fortgesetzt

Das Donaudelta gehört zu den touristischen Geheimtipps in Europa; die Attraktivität der Mündung von Donau ins Schwarze Meer liegt in der dort vorkommenden Artenvielfalt. Da nur schwer erreichbar, wird das von den drei Armen der Donaumündung abgegrenzte Gebiet von nur vergleichsweise wenigen Touristen besucht. Dass sich eine Reise lohnt, zeigt auch das Buch von Thede Kahl, das nachfolgend kurz vorgestellt werden soll. mehr...

26. Juli 2019

Kulturspiegel

Annette Schorbs außergewöhnliche Liebe zu Deutsch-Weißkirch und Siebenbürgen

Als die Deutsche Annette Schorb sich entschloss, ein Buch über ihre in Siebenbürgen verbrachten Jahre zu schreiben, wusste sie noch nicht, dass es viel mehr sein würde als ein einfaches Erinnerungsbuch. Es wurde zu einer Chronik, einem Sozialbericht, einem Reiseführer und nicht zuletzt zu einer Hommage an eine einzigartige siebenbürgische Ortschaft. Durch die Distanz zu den Dingen, ihre Wahrheitsliebe und Zuneigung ist es ihr gelungen ein persönliches Buch zu schreiben, das im Vergleich mit anderen Heimatbüchern über Siebenbürgen dank seiner Objektivität aus der Reihe fällt. mehr...

Liste der häufigsten Schlagwörter