2. Juli 2026

„Würdigendes Erinnern“: Nationaler Gedenktag der Bundesregierung für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Am 20. Juni fand im Konzerthaus Berlin der Nationale Gedenktag der Bundesregierung für die Opfer von Flucht und Vertreibung statt. Daran teilgenommen hat auch der Bundesaussiedlerbeauftragte Dr. Bernd Fabritius.
Gedenktag in Berlin mit Dr. Bernd Fabritius ...
Gedenktag in Berlin mit Dr. Bernd Fabritius (erster von rechts) und Alexander Dobrindt (zweiter von rechts). Foto: BMI
Die Gedenkansprache hielt der Bundesminister des Innern, Alexander Dobrindt, MdB. In den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte er den Aspekt der Versöhnung. Die brutale Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den ehemaligen deutschen Reichs- und Siedlungsgebieten in Ostmittel-, Südost- und Osteuropa zwischen 1945 und 1948 bedeute Unrecht und Zerstörung. Auslösendes Momentum hierfür seien die nationalsozialistischen Gräueltaten während des Zweiten Weltkriegs gewesen. Das Leid der Schrecken von Flucht und Vertreibung brauche allerdings Erinnerung, nicht um Gräben aufzureißen, sondern um der Versöhnung ein Denkmal zu setzen. Besonders beeindruckt zeigte sich Bundesminister Alexander Dobrindt von seiner Begegnung mit jungen Menschen, die er kürzlich auf dem 76. Sudetendeutschen Tag in Brünn (Tschechien) getroffen hatte. Deren Einsatz und Wirken sei durchdrungen vom Glauben an eine europäische Identität, der das Bollwerk gegen jeden neuen Nationalismus bilde.

Teilgenommen haben auch der Parlamentarische Staatssekretär Christoph de Vries MdB, die Richterin am Bundesverfassungsgericht Dr. Ines Härtel sowie zahlreiche Vertreter der Religionsgemeinschaften, des diplomatischen Corps, der Sozialverbände und des Bundes der Vertriebenen (BdV), dessen Präsident Stephan Mayer, MdB, das Schlusswort hielt.

Der Bundesaussiedlerbeauftragte Dr. Bernd Fabritius zeigte sich von der Durchführung des Gedenktages beeindruckt. „In der Bereitschaft, aufeinander zuzugehen, zuzuhören, zu verstehen und zu vertrauen, liegt der Schlüssel für erfolgreiches Brückenbauen.“ Auch die am Podiumsgespräch teilnehmenden Mitarbeiter des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie die ihr ehrenamtliches Wirken im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vorstellenden Jugendlichen stellten persönliche Bezüge zu ihrem thematischen Engagement her und betonten, dass hinter jeder Flucht- und Vertreibungsgeschichte ein konkretes menschliches Schicksal steht.

Bundesaussiedlerbeauftragter Dr. Bernd Fabritius ...
Bundesaussiedlerbeauftragter Dr. Bernd Fabritius (links) mit dem Sprecher der AGDM (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten), Benjamin Józsa, beim Tag der offenen Tür im BMI. Foto: BMI
Der Nationale Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung wurde im August 2014 durch Beschluss der Bundesregierung eingeführt. Seither wird jährlich am 20. Juni der weltweiten Opfer von Flucht und Vertreibung und insbesondere der deutschen Heimatvertriebenen gedacht.

Im Anschluss an die von der Kurt-Sanderling-Akademie musikalisch umrahmte Gedenkstunde besuchte der Bundesaussiedlerbeauftragte den Tag der offenen Tür im Bundesministerium des Innern. Jeden Sommer findet der von der Bundesregierung organisierte Tag der offenen Tür statt. Zu diesem Anlass präsentieren sich Bundeskanzleramt, Bundespresseamt und Bundesministerien der breiten Öffentlichkeit und informieren über das Spektrum ihrer Zuständigkeiten.

Besonders erfreut hat den Beauftragten das rege Interesse an den Themen, die zu seinem Aufgabenbereich gehören. Die AGDM (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten) und die FUEN (Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten), das Niederdeutschsekretariat, das Minderheitensekretariat der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen in Deutschland sowie die Jugend Europäischer Volksgruppen waren auf dem Tag der offenen Tür mit eigenen Informationen vertreten.

Quelle: www.aussiedlerbeauftragter.de

Schlagwörter: Gedenktag, Flucht und Vertreibung, Aussiedlerbeauftragter

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  • 02.07.2026, 12:04 Uhr von ingenius mobile: Herr Bundesinnenminister @Alexander Dobrindt MdB das Framing ist nur dann redlich, wenn an dem ... [weiter]

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