Bad Tölz-Wolfratshausen-Geretsried

Vorstand

Vorsitzende:
Ursula Meyndt
Handy Nr. 0175/5452027
E-Mail: uschy-meyndt@web.de

Stellvertretende Vorsitzende:
Kerstin Wagner
Sieglinde Thamm
Iris Maurus
Thomas Kieltsch

Kassierin:
Ines Kieltsch

Stellvertretende Kassierin:
Dietlinde Heneges

Kassenprüferin:
Rita Christel

Kassenprüferin:
Heike Kraus

Ersatzkassenprüferin:
Margit Zackel

Pressereferat:
Wiltrud Wagner

Internetreferat:
Kevin Eisgedt

Referat Theater- und Museum:
Johann Depner

Referat Organisation und Urzeln:
Michael Hann

Jugendreferat:
Anna Schunn

Jugendreferat:
Julia Müller

Schüler- und Kinderreferat:
Doris Ongerth

Frauenreferat/Zehntfrauen:
Marianne Frühn

Frauenreferat/Handarbeiterkreis:
Liane Schmidts

Seniorenreferat:
Hilde Schmidts

Beisitzerin:
Edda Meyndt

Gratulationrefrat - Nord:
Binder Annemarie

Gratulationrefrat - Süd:
Charlotte Schunn

Referat Urzeln:
Peter Wagner

Kindertanzgruppe:
Doris Ongerth

Kindertanzgruppe:
Ines Kieltsch

Schülertanzgruppe:
Erika Fernolend

Schülertanzgruppe:
Helwig Kerstin

Jugendtanzgruppenleiter:
Ingo Untch

Erwachsenen Tanzgruppenleiterin:
Sieglinde Thamm

Erwachsenen Tanzgruppenleiterin:
Marianne Marzell

Chorsprecherin:
Hanni Untch

Adonis:
Reinhold Kraus

Chronik

Nach Kriegsende fanden einige Siebenbürger Sachsen in Geretsried eine Bleibe. Sehr bald wurde in Geretsried ein Aufnahme- und Durchgangslager für Aussiedler, welche in Bayern leben wollten, errichtet. So kam es, dass hier viele ausgesiedelte, später in Bayern wohnhafte Siebenbürger Sachsen kurze Zeit im "Lager" Geretsried verbrachten.
Im April 1956 gründete ein gutes Dutzend Landsleute unter der Leitung von Karl Friedrich Theil in Geretsried eine Kreisgruppe der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen. Wenn es in den 50-er und 60-er Jahren hauptsächlich darum ging, konkrete Starthilfe bei Amtsgängen und bei der Suche nach Unterkunftsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen zu geben, so erweiterte sich das Betätigungsfeld der Kreisgruppe ab den 70-er Jahren unter dem Vorsitz von Kurt Schoppel (1976 bis 1979), Peter Knall (1979 bis 1988), Hans Schmidts (1988 bis 2002) Herta Daniel (2002-2008) Gerlinde Theil (ab 2008-2016) und ab 2016 Ursula Meyndt immer mehr auch in kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht: Die Kreisgruppe hat heute (20.06.2016) 590 Mitgliedschaften, von denen rund 150 Landsleute aller Altersgruppen aktiv in verschiedenen Kulturformationen mitwirken. Die Mitglieder wohnen in Geretsried, Wolfratshausen, Bad Tölz und weiteren 20 Ortschaften.
Es liegt an der Bereitschaft der hier lebenden jüngeren Landsleute in ehrenamtlicher Mitarbeit das Bestehende zu erhalten und auszubauen, um unser geistiges und kulturelles Erbe unter veränderten Bedingungen zu bewahren.

Referate und Kulturinformationen

Pressereferat
Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgte in vorbildlicher Weise von 1974 bis 1983 durch Hans Durlesser, 1984 bis 2012 durch Walter Klemm und ab 2012 Wiltrud Wagner, die die Arbeit der Kreisgruppe in den Medien dargestellt haben. Wichtige Kontakte zur Regionalpresse werden gepflegt und tragen dazu bei, dass die Kreisgruppe und ihre Aktivitäten bekannt gemacht werden.

Sozialreferat
Ein Teil der Einnahmen aus diversen Veranstaltungen der Kreisgruppe geht an gemeinnützige Einrichtungen im Ort und der alten Heimat (Altenheim Hetzeldorf, "Lebenshilfe" Geretsried, die deutschen Kindergärten in Schäßburg u.a.).
Die Kreisgruppe half unermüdlich die größte Not in Siebenbürgen vor und nach der Revolution zu lindern: Unter der Leitung von Hans Schmidts wurden unzählige Pakete mit vielen Tonnen Lebensmitteln, Bekleidung für Transporte zusammengestellt und teilweise auch direkt unter den schwierigsten Bedingungen nach Siebenbürgen gebracht. Das Altenheim Hetzeldorf erfuhr durch die Kreisgruppe oft Unterstützung.

Kinder- und Jugendreferat
Die Kinder- und Jugendarbeit ist vorbildlich dank geschulter und erfahrener Jugendlicher und Erwachsener aus unserer Mitte, darunter Doris Ongerth, Erika Fernolend, Ines Kieltsch, Kerstin Hellwig und Ingo Untch (früher: Gerlinde Theil, Udo Buhn, Werner Meyndt, Peter Wagner, Uwe Thamm, Tom Kieltsch, Heike Kraus, Silke Untch). Mit Baumstritzelbacken und anderen Eigeninitiativen, wie gemeinsame Wochenendausflüge mit dem vereinseigenen Zelt, Skifreizeiten, Jugendbälle wird eine sinnvolle Freizeitgestaltung gepflegt, wobei sich die Älteren verantwortungsbewusst um die Jüngeren kümmern.
Einige in Geretsried tätige, aus Siebenbürgen stammende Lehrerinnen und Kindergruppenleiterinnen bereiten jedes Jahr mit den Kindern der Kinder- und Schülertanzgruppe das Krippenspiel, Gedichte, Tänze, Lieder und in letzter Zeit auch einen Weihnachtsbasar mit Selbstgebasteltem für die Weihnachtsfeier vor.
Mit Gerlinde Theil wurde 2004 neben dem Jugendreferat erstmals auch ein Kinderreferat eingeführt, beiden steht seit 2008 Doris Ongerth vor.

Handarbeitskreis (Frauenreferat)
Der sich in erster Linie als soziales Forum verstehende Handarbeitskreis hat 1994, nach einigen Jahren Unterbrechung, unter der Leitung von Liane Schmidts, seine Arbeit wieder aufgenommen. Ihm gehören ca. 30 Frauen an, die sich einmal monatlich treffen, um Kontakte zu pflegen und gleichzeitig traditionelle Handarbeiten anzufertigen, Trachten zu restaurieren, Urzelpuppen einzukleiden, aber auch moderne Gebrauchsgegenstände wie Wandkalender, Babysachen, Oster- und Weihnachtszubehör zu basteln, deren Erlös gemeinnützigen Zwecken zugeführt wird.

Zehntfrauen (Frauenreferat)
Wegen der ständig steigenden Aussiedlerzahl in den siebziger Jahren und dank der vorhandenen Wohndichte ergab sich die Notwendigkeit einer intensiveren Kontaktpflege zwischen dem Vorstand der Landsmannschaft und den Mitgliedern. Deshalb nahmen ab 1976 nach dem Vorbild der siebenbürgischen Nachbarschaften die Zehntfrauen unter der Leitung von Elsa Schemmel, später Horst Wagner sowie Waltraud Durlesser und ab 2012 Marianne Frühn diese Arbeit auf. Mittlerweile gibt es in Geretsried 27 Zehntschaften, hinzukommen 3 in Wolfratshausen und je 1 in der Nachbarschaft Bad Tölz, in Bad Heilbrunn und in Holzkirchen.

Senioren (Frauenreferat)
Auf Vorschlag des Frauenreferates wurde ab 1985 jeweils im Frühjahr und Herbst ein Seniorennachmittag eingeführt, zunächst organisiert von Wiltrud Wagner und seit 2012 von Hilde Schmidts, der bis heute großen Zuspruch findet.
Es werden regelmäßig Vorträge, Video- und Dia-Vorführungen zu interessanten Themen von Wiltrud Wagner, der Seniorenreferentin, organisiert. Anschließend haben die Senioren Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen auszutauschen und mit gemeinsamem Singen die Nachmittage zu beschließen. Wir sind dankbar, dass diese Veranstaltungen im Gemeindehaus der Evangelisch-Lutherischen Kirche Geretsried stattfinden dürfen.

Kulturreferat
Die Kulturreferentin Iris Maurus (früher: Egon Machat, Nik Voik, Rita Knopp, Herta Daniel, Inge Zimmermann und Ursula Meyndt) koordiniert die Termine und Veranstaltungen und damit die Arbeit der verschiedenen Kulturgruppen. Egon Machat machte sich mit der Gründung einer Theatergruppe und Nik Voik mit dem Erstellen der Bühnenbilder und der künstlerischen Gestaltung der Einladungen und Glückwunschkarten mit siebenbürgischen Motiven verdient.
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Geretsried und teilweise auch mit dem Bundeskulturreferat der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. finden regelmäßig Ausstellungen statt, wie z.B. Ölgemälde und Aquarelle des Malers Nik Voik, Honterus-Ausstellung, Siebenbürgische Friedhöfe, Foto-Ausstellung Hermannstadt, Burzenland, Zeiden in Siebenbürgen (in Zusammenarbeit mit der Zeidner Nachbarschaft), Evakuierung und Flucht aus (Nord)Siebenbürgen 1944 oder Lesungen siebenbürgischer Autoren, wie Edda Dora Essigmann-Fantanar.

Museum
Während der siebziger Jahre legten Helmut Zeidner, Herta und Gerhard Christel und Kurt Leonhardt eine umfangreiche und wertvolle Kulturgut-Sammlung für eine siebenbürgisch-sächsische Abteilung im Geretsrieder Heimatmuseum an, das seit 1979 im Dachgeschoß des Rathauses untergebracht ist. Diese ist ständig erweitert und ab 1985 von Gert Letz vervollständigt worden. Da die vorhandenen Räumlichkeiten jedoch nicht ausreichen, um die Herkunft und Geschichte der Geretsrieder Bürger umfassend zu dokumentieren und ihre Vielfalt der Kulturen der Herkunftsgebiete einprägsamer vor Augen zu führen, beschloss der Geretsrieder Stadtrat im Juli 2000 einen Museumsbau, dessen Verwirklichung wegen fehlender Mittel auf einen Zeitpunkt nach 2008 in Aussicht gestellt wurde. Das neue Heimatmuseum ist 2013 eröffnet worden. Die Dauerausstellung zeigt Themen des 2.ten Weltkrieges, Vertreibung und Lagerleben. Es werden Erinnerungsstücke, Kultur und Trachten aus der alten Heimat der Vertriebenen gezeigt. Depner Hans ist das Verbindungsstück zwischen Museum und unserer Kreisgruppe, die Kreisgruppe auch Mitglied in dem Förderverein Geretsrieder Heimatmuseum ist.

Tanzgruppen
1970 gründete Gertrud Theil eine Jugend-Volkstanzgruppe, deren erfolgreiche Auftritte sich keineswegs auf Geretsried beschränkten, sondern bis zu den Trachten-Europeaden in verschiedenen Ländern reichten. Die ebenfalls in dieser Zeit entstandene Kindertanzgruppe bereitete auch die Krippenspiele für die Weihnachtsfeiern vor.
Nachdem sich diese Gruppen Ende der siebziger Jahre aus der Schirmherrschaft der Landsmannschaft gelöst hatten, riefen im Rahmen der Landsmannschaft 1980 die vier Ehepaare Durlesser, Göbbel, Knall und Mantsch zunächst eine Erwachsenen-Tanzgruppe ins Leben, der 1981 eine Jugend-Tanzgruppe sowie eine Tanzgruppe für Kindergarten- und eine für Schulkinder folgten. Die Leitung aller Tanzgruppen übernahm die Lehrerin Inge Konradt, die nicht nur Tänze für verschiedene Auftritte einstudierte, sondern auch dafür Sorge trug, dass die Kreisgruppe eine Vielzahl von alten, wertvollen siebenbürgisch-sächsischen Trachten ihr eigen nennen kann und einen umfangreichen Trachtenfundus verwaltet und pflegt.
Die Erwachsenengruppe vergrößerte sich sehr bald und hatte über die Jahre meist eine Größe zwischen 6 und 8, manchmal auch 10 oder mehr Paaren. Seitdem hat die Tanzgruppe regelmäßig regionale und überregionale Auftritte mit Volkstänzen in der siebenbürgischen Tracht. Die Trachten sind so unterschiedlich wie die Herkunftsgemeinden der Tänzer, da die meisten Trachten im Privatbesitz der Tänzerinnen und Tänzer sind, ergänzt aus dem Trachtenfundus der Kreisgruppe. Seit 2007 leiten Marianne Marzell und Sieglinde Thamm die Tanzgruppe.
Die Jugendgruppe entwickelte neben dem Volkstanz auch andere tänzerische Aktivitäten und trat seitdem sehr erfolgreich auch mit Showtänzen (z.B. dem CanCan) bei vielen Veranstaltungen auf. Der Faschingsball wird durch einen jährlich neu erarbeiteten Showtanz bereichert. Die Jugendgruppe beteiligt sich seit vielen Jahren an der Europeade, dem Volkstanzwettbewerb und zahlreichen anderen Veranstaltungen. Sie besteht aus derzeit 16-20 aktiven Tänzern.

Bei der Leitung der Kinder- und Jugendtanzgruppe erfuhr Inge Konradt ab 1990 zunächst Unterstützung durch Adele Nagler, Sieglinde Thamm, Heike Kraus, Kerstin Wagner, Sigrid Müller und Ute Scherer, so dass sie manche Aufgaben abgeben konnte. Im Jahre 2003 fand auf Wunsch von Frau Inge Konradt ein Generationswechsel in der Betreuung der Kinder- und Jugendtanzgruppen statt: Doris Ongerth übernahm die Kinder-, Gerlinde Theil die Schulkinder- und Heike Kraus und Tom Kieltsch die Jugendtanzgruppe. Inzwischen leitet Erika Fernolend unterstützt von Kerstin Hellwig die Schülergruppe und Ingo Untch unterstützt von Andrea Hellwig und Kerstin Hellwig die Jugendtanzgruppe. Detaillierte Infos auf unserer Homepage www.jtg-geretsried.de
Die Kindergruppe besteht aus Kindern bis zum Schulalter und bezaubert das Publikum bei den Auftritten durch die unbefangene Freude am Tanzen.
Die Schülergruppe umfasst eine große Altersspanne von aktiven Schülern, die sich einerseits tänzerische Grundlagen erarbeiten und weiterentwickeln, andererseits in der Gemeinschaft viel Spaß bei vielfältigen Aktivitäten (Ausflüge, Basteln, Sport…) haben und sich sogar mit typischen siebenbürgisch-sächsischen Handarbeiten befassen.
Innerhalb der von Gerhard Schuster in Bad Tölz gegründeten Nachbarschaft schlossen sich die Jugendlichen unter der Leitung von Iris Schuster während einiger Jahre zu einer Tanzgruppe zusammen.

Gemischter Chor
Am Anfang stand 1979 zuerst eine Singgemeinschaft unter der Leitung der Lehrerin Friedel Leonhardt. Daraus ging der Gemischte Chor der Kreisgruppe mit dem Lehrer Kurt Mantsch als Dirigenten hervor. Diese Chorgemeinschaft hielt regelmäßige Proben ab und pflegte sowohl das altdeutsche, vertraute Liedgut als auch die in siebenbürgisch-sächsischer Mundart überlieferten Lieder aus der alten Heimat. Der inzwischen auf rund 40 Mitglieder, unter der Leitung der Musiklehrer Wilhelm Bretz ,anschließend Johann Stirner , angewachsene Chor hatte zahlreiche Auftritte und musikalische Umrahmungen bei Veranstaltungen der Kreisgruppe, aber auch außerhalb bei verschiedenen Chortreffen, bei öffentlichen Veranstaltungen der Stadt, wie Stadt-Sommerfest, 25-jähriges Jubiläum der Musikschule Geretsried oder bei kirchlichen Festgottesdiensten. Bei der Erstellung der Schallplatte "Grüße aus Geretsried" des Kulturamtes der Stadt Geretsried hat der Chor auch mitgewirkt.

In seiner schönen Festtracht oder edel in Schwarz-Weiß tritt der Chor, nun unter der Leitung von Renate Klemm, auch bei erfolgreichen Ausfahrten nach München, zur Partnerstadt Amberg oder mehrfach zum Treffen der Landsleute in Kufstein, zu Besuchen in Rimsting und Lechbruck auf. Außerdem trifft sich der Chor regelmäßig mit den anderen siebenbürgischen Chören in Bayern beim Chortreffen. Der Chor probt regelmäßig montags in der Altentagestätte Isarau in Geretsried und ist offen für Zuwachs durch weitere sangesfreudige Landsleute.

Theatergruppe
Die 1979 gegründete Theatergruppe trat unter der Leitung von Egon Machat ab 1980 mit siebenbürgisch-sächsischen Mundartstücken auf. Diese Tradition wurde von Erhard Schenker, Martin Krauss und Hans Depner fortgeführt.

In den nunmehr 30 Jahren ihres Bestehens wurden folgende Theaterstücke aufgeführt: Äm zwin Krezer (Anna Schuller-Schullerus), Der Gezkruegen (Karl Gustav Reich), Der Lügenprinz, Et git äm de Frojnder (Stefan Heinz), Moral in Gefahr (Peter Riesz), Der Härr Lihrer kit (Otto Reich), Der Gejnzel-roken (Anna Schuller-Schullerus), Der Danni-Misch wid härresch (Otto Reich), Det Breocktdmauchen (Martha Ehrmann), De droa Rekruten (Gunda Heitz-Werner), Äm Ihr uch Gläck (Grete Lienert-Zultner), Versäck deng Gläck (Maria Haydl) und Tratzen broingt nichen Natzen (Katharina Ehrmann).

Regelmäßige Ausfahrten zu den benachbarten Kreisgruppen Augsburg, Ingolstadt, Nürnberg, Traunreuth, Weilheim, Ludwigsburg, Landshut, München und Siebenbürgen haben diese Theaterstücke einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Urzelnzunft
1986 riefen Horst Wagner und Michael Herbert in Geretsried eine Urzelnzunft ins Leben, die inzwischen auf über 50 Mitglieder angewachsen ist und einen siebenbürgischen Zunftbrauch zur Faschingszeit vor dem Vergessen bewahrt. Nach 30 Jahren hat Horst Wagner sein Amt als Zunftmeister an seinen Sohn Peter Wagner und dem langjährigen Urzelmitglied Michael Hann weitergegeben. Die Mitglieder verwaltet Emmi Barthel weiterhin.
Die Urzeln sind inzwischen als Brauchtumsgruppe ein fester Bestandteil des Geretsrieder Faschingsprogramms: Jeden Faschingsdienstag werden im Bürgermeisteramt die bösen Geister ausgetrieben, anschließend wird das Bürgermeisterehepaar zum Faschingstreiben in die Egerlandstraße eskortiert.
Als besondere Aktivitäten sind zu erwähnen: Besuch der Urzelgruppe 1990 bei dem damaligen Staatssekretär im Umweltministerium Wolfgang Gröbl und im Bürgermeisteramt in Bonn, in der Bayerischen Staatskanzlei 1992 und 1996 beim Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber. 1997 folgten die Urzeln einer Einladung des Landrats Manfred Nagler ins Landratsamt Bad Tölz und 1999 wurden sie zum Faschingstreiben Wolfratshausen gerufen.

Wandergruppe
1994 gründete Reinhold Kraus in Geretsried die Alpingruppe Adonis, die zur Sektion Karpaten des Deutschen Alpenvereins gehört und etwa 25 Mitglieder zählt - davon 18 Jugendliche, die in der Klettergruppe aktiv sind und jeden Dienstag trainieren: Sommers auf dem Kletterfelsen in Bad Heilbrunn, winters in der Halle in Bad Tölz, um für die anstehenden Hochtouren und Skifahrten "gerüstet" zu sein.

Veranstaltungen

Kreisgruppenübergreifende Veranstaltungen
Das 30-, 40-, 50 und mitleirweile 60-jährige Bestehen beging die Kreisgruppe jeweils mit einem umfangreichen Festprogramm. Das erstere gipfelte 1986 im Verbandstag der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V.. Die Kreisgruppe Geretsried wird gerne und oft mit ihren Kulturgruppen zum Rahmenprogramm anderer Kreisgruppen eingeladen: Sommerfest der Münchner Kreisgruppe am Hasenbergl (3x), Zeidner Treffen, Sachsentreffen in Wels (1981), 25 Jahre Kreisgruppe Lohof (1995), Heimattag Dinkelsbühl (5x), Altenheim Rimsting (1987) und Lechbruck (1999), "Schwarzweiss" Ball München (1989), Tag der Heimat in Rosenheim, zahlreiche Ausfahrten der Theatergruppe u.a. Im Jahre 2005 wurde zusammen mit Kreisgruppen anderer Landsmannschaften unter der Schirmherrschaft der Ersten Bürgermeisterin Geretsrieds, Cornelia Irmer, der "Ball der Landsmannschaften" ins Leben gerufen.

Jährlich wiederkehrende Veranstaltungen
Zu den seit der Gründung der Kreisgruppe jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen, zählen: der Faschingsball, das Waldfest, der Kathreinenball, die Nikolausfeier. Später kamen weitere hinzu: der Auftritt der Urzeln beim Geretsrieder Faschingstreiben, die Teilnahme am Maitanz und am Trachtenumzug beim Geretsrieder Sommerfest, der Reformationsgottesdienst nach siebenbürgischer Liturgie, die Teilnahme am Volkstrauertag in Geretsried.

Reiseveranstaltungen
Der Vorstand veranstaltet für alle aktiven Mitglieder als Belohnung seit Jahren die sehr beliebte "Fahrt ins Blaue", wobei das Reiseziel erst im Bus nach der Abfahrt bekanntgegeben wird.
Eine Busfahrt nach Dinkelsbühl zum jährlichen Treffen der Siebenbürger Sachsen wird ebenfalls jedes Jahr von unserer Kreisgruppe organisiert.

Zusammenarbeit mit nicht-siebenbürgischen Institutionen und Kirche
In den 60-er und 70-er Jahren gab es innerhalb der Tanzgruppe Prinzenpaare und Prinzengarden, ein Faschings-Brauch, den es in Siebenbürgen nicht gab und den man sich hier "ausgeliehen" hatte.
Für die Siebenbürger Sachsen wird neben ihrer kulturellen auch ihre soziale Präsenz im Stadtleben von Geretsried zunehmend wichtiger, da sie ca. 10 bis 15 Prozent der Stadtbevölkerung ausmachen und ihre Kreisgruppe eine der mitgliederstärksten Vereine Geretsrieds ist. Siebenbürger sind im Stadtrat Geretsried (Kunigunde Fischer und Gerda Bretz - beide bereits in der dritten Legislaturperiode), im Kulturbeirat (Herta Daniel), im Sozialbeirat (Christa Frühn) und im Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Geretsried (Klaus Göbbel, in den Vorjahren: Kunigunde Fischer, Erhard Schenker und Erika Hedwig) aktiv tätig. Iris Schuster aus der Nachbarschaft Bad Tölz wurde in den Kirchenvorstand der dortigen Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde gewählt. Bei den Veranstaltungen der Kreisgruppe Geretsried zählen zu den Gästen i.d.R. auch Lokalpolitiker, Pfarrer, Vertreter der anderen Landsmannschaften und Brauchtumsgruppen aus Geretsried und Umgebung.

Die verschiedenen Kulturgruppen der Kreisgruppe werden häufig zu offiziellen Veranstaltungen der Stadt Geretsried, der ortsansäßigen Vereine oder befreundeter Landsmannschaften eingeladen: Deutsche aus Ungarn, Eghalanda Gmoi, Griechische Gemeinde, Feuerwehr und Burschenverein Gelting (Fahnenweihe), Stadt Geretsried (Tanz in den Mai, Geretsrieder Musiktage, Seniorenfasching, Blumenball), Partnerstädte Chamaliers/Frankreich und Amberg.Die zahlreichen Fahnenbänder, welche die Kreisgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen von der Stadt Geretsried, den Landsmannschaften und bayerischen Brauchtumsgruppen anläßlich der Fahnenweihe 1980 (Fahnenmutter: Inge Konradt) und anderer Festakte erhielt, sind ein Zeichen der Integration der Siebenbürger Sachsen in Deutschland.

Ehrungen
Zwei Mitglieder unserer Kreisgruppe erhielten den siebenbürgisch-sächsischen Kulturpreis: der aus Schäßburg stammende Architekt, Kurt Leonhardt (Vermessung und Modellbau von siebenbürgischen Kirchenburgen) und der aus Bistritz stammende Erfinder und Manager Stefan Hedrich (Entwicklung des Transrapid), der im Dezember 2004 nach Rimsting zog.
Ebenso wurden Herr Walter Klemm, Frau Inge Konradt und Hans Depner mit der besonderen Auszeichnung ProMeritis für ihr besonderes langjähriges Engagement in unserer Kreisgruppe geehrt.
Weiterhin wurde eine Vielzahl von Mitgliedern unserer Kreisgruppe im Laufe der Jahrzehnte mit dem goldenen Ehrenwappen des Bundes und dem silbernen Ehrenwappen des Landesverbandes Bayern ausgezeichnet. Der Vorstand der Kreisgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen ehrt Mitglieder für langjährige treue Mitarbeit mit der eigens dafür vorgesehenen Ehrennadel und Urkunde.

Da/10.10.2016

Weitere Informationen über die Kreisgruppe finden Sie auf deren Homepage Link
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