21. April 2014

12. Genealogen-Seminar in Bad Kissingen

Vom 21. bis 23. März trafen sich Mitarbeiter und Gäste des Projekts „Genealogie der Siebenbürger Sachsen“ auf dem Heiligenhof in Bad Kissing. Diesmal lautete das Thema: „Blick auf das große Ganze – Bereinigung, Vereinheitlichung und Zusammenführung unserer Ortsgenealogien“.
Wie üblich begann das Seminar mit dem gemeinsamen Abendessen. Im größten Saal des Hauses begrüßte die Projektleiterin Jutta Tontsch anschließend die Anwesenden. Zur großen Freude der Projektleitung waren insgesamt 60 Teilnehmer erschienen – ein Rekord. Die Grüße des Vorsitzenden des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL), Dr. Ulrich Wien, wurden ausgerichtet; der AKSL ist Schirmherr des Projekts. In der folgenden Vorstellungsrunde meldeten sich einige Teilnehmer als neue Projekt-Mitarbeiter.

Das Motto des Seminars „Blick auf das große Ganze“ war zu jeder Zeit präsent. Dies zeigte sich bereits nach der Vorstellungsrunde, als Dr. Dietmar Gärtner über „unsere neue Webinfrastruktur“ berichtete. Interessierte können sich auf https://aksl.de/genealogie/ über das Projekt informieren und ihre Meinung äußern, Fragen stellen und Anregungen geben.

Auch am Samstag standen Aspekte der Bereinigung, Vereinheitlichung und Zusammenführung unserer Ortsgenealogien im Vordergrund. Während der Autor des Genealogieprogramms Gen_Pluswin, Gisbert Berwe, für die Neueinsteiger einen Einführungskurs gab, zeigte Dr. Dietmar Gärtner die Möglichkeiten und Vorteile, die das Serverprogramm TNG bietet. Jeder Mitarbeiter kann wie bisher seine Daten in Gen_Plus eingeben. Diese werden dann mit einigem Aufwand von Dr. Gärtner als Administrator in TNG übertragen. In TNG lassen sich z.B. Doppelungen von Personen kenntlich machen, die sich ergeben, falls eine Person in mehreren Orten ansässig war. Nachdem mehrere Ortsgenealogien in TNG hochgeladen wurden, zeigte sich eine babylonische Vielfalt von Ortsnamen und Ereignissen mit vielen unterschiedlichen Schreibweisen. Um dies zu verdeutlichen, erklärten drei Mitglieder der Projektleitung, wie die Ereignisse Auswanderung, Einwanderung, Ausbildung, Deportation, Kriegsdienst und Militärdienst mit den jeweils dazugehörigen Informationen in Gen_Plus einheitlich einzugeben sind. Den Vorteil dieser Vereinheitlichung der Ereignis- und Ortsnamen erläuterte Dietmar Gärtner an einigen Beispielen: Wer etwa den Ortsnamen Birthälm aufruft, erhält alle Personennamen aus allen eingelesenen Orten, die sich jemals in Birthälm aufgehalten haben, soweit es sich um die erfassten Ereignisse handelt.
Für das Gruppenbild wird die Treppe vor der ...
Für das Gruppenbild wird die Treppe vor der frisch renovierten Hausfront des Heiligenhofes von den Teilnehmern komplett belegt. Insgesamt waren 60 Teilnehmer gekommen, nicht alle sind auf dem Bild versammelt. Foto: Anneliese Vater
In der abschließenden Diskussion wurden mehrere Vorschläge für die nächsten Seminare gemacht, u.a. die Bereithaltung von Übungsstunden für spezielle Themen. Dr. Christian Weiß lud zur Teilnahme an der Tagung der Sektion Genealogie ein, die zum Thema „Genealogische Sekundärquellen“ am 28. Juni in Gundelsheim stattfindet. Das nächste Seminar des Projekts „Genealogie der Siebenbürger Sachsen“ vom 10. bis 12. Oktober 2014 wird sich mit der Quellenverwaltung befassen.

Schließlich dankte Jutta Tontsch allen Referenten, insbesondere Dr. Dietmar Gärtner, für geleistete Arbeit und die förderliche Kommunikation sowie allen Teilnehmern für ihren Beitrag zum guten Gelingen des Seminars.

Renate Weber


Schlagwörter: Bad Kissingen, Tagung, Genealogie

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