18. Juli 2009

Kulturhauptstadt 2010 Fünfkirchen orientiert sich an dem Modell Hermannstadt

Die ungarische Stadt Pécs/Fünfkirchen, 2010 gemeinsam mit Essen und Istanbul Europäische Kulturhauptstadt, orientiert sich an Hermannstadt.
Angesichts verschiedener organisatorischer Probleme hofft Kulturdirektor Tamás Szalay auf einen erfolgreichen Verlauf: „Wir haben uns ein Beispiel an Hermannstadt genommen, das war ein harter Brocken. Wir haben viel daraus gelernt. Trotz der vielen Schwierigkeiten bleiben wir weiterhin optimistisch.“ Unter dem Motto „Stadt ohne Grenzen“ sollen 2010 in Fünfkirchen mehr als 200 Programmpunkte angeboten werden. Von den fünf Großprojekten, die zu 90 Prozent von der EU finanziell unterstützt werden, könnte allerdings nur eines rechtzeitig fertig werden: die renovierten Plätze. Gebaut werden sollen noch eine große Bibliothek, eine Konzerthalle und ein Ausstellungsraum. Zudem soll die berühmte Porzellanfabrik „Zsolnay“ umgebaut und zu einem „Kulturviertel“ umgestaltet werden.

Kritik äußerten Vertreter der Minderheiten: „Als das Kulturhauptstadtjahrprojekt eingereicht wurde, standen die Minderheiten ganz im Vordergrund. Die neun Minderheiten, die in Fünfkirchen vertreten sind, waren ein gutes Argument, die Stadt auszuwählen. Inzwischen wurden wir links liegen gelassen“, erklärten Zoltán Schmidt und Stefan Bürgermayer von der Landes-Selbstverwaltung der Ungarndeutschen.

RS

Schlagwörter: Kulturhauptstadt, Hermannstadt, Ungarn

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