30. Mai 2021

Digitaler Heimattag 2021: Verband setzt ein Zeichen gemeinschaftlicher Leistungsstärke

Dinkelsbühl / Internet - Die akute Phase der Pandemie scheint zu enden, die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt kontinuierlich. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 30. Mai bei 35,2. Das RKI gab die Zahl der Genesenen mit 3.478.600 an. An oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 starben 88.406 Menschen. Demzufolge ist klar: Großveranstaltungen werden auf absehbare Zeit noch nicht möglich sein. Daher veranstaltete der Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland - 70 Jahre nach dem ersten Heimattag in Dinkelsbühl im Jahr 1951 – auch heuer sein Pfingsttreffen vom 21. bis 23. Mai nochmals in digitaler Form, und dies mit einer beeindruckenden Programmvielfalt. Das gewählte Motto, „Zusammen sind wir Heimattag“, „passt in diesen Zeiten ganz hervorragend“, befand Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet in seinem Video-Grußwort zur Eröffnung.
Die im Dinkelsbühler Spitalhof abgehaltene Eröffnung des Digitalen Heimattages 2021 wurde vorab aufgezeichnet und am Samstag um 14 Uhr online gezeigt, gekoppelt mit prominenten Video-Grußworten. Das Bayerische Fernsehen war zur Berichterstattung mit einem Kamerateam vor Ort. Die knapp halbstündige Veranstaltung wurde durch den Solotrompeter der Dinkelsbühler Knabenkapelle musikalisch umrahmt.

Bundesvorsitzender Rainer Lehni begrüßte zur Eröffnung den Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl, Dr. Christoph Hammer, die Erste Bürgermeisterin Nora Engelhard und Stadtrat Klaus Huber, ebenfalls eine kleine Abordnung der Dinkelsbühler Siebenbürger Sachsen.
Bundesvorsitzender Rainer Lehni bei seiner ...
Bundesvorsitzender Rainer Lehni bei seiner Ansprache. Fotos: Günther Melzer
Wie es in dem diesjährigen Motto anklingt, sollte dieser Heimattag den Umständen entsprechend als alternative Form der Gemeinschaftspflege genutzt werden, empfahl Lehni eingangs seiner Ansprache (Bundesvorsitzender Rainer Lehni fordert Rentengerechtigkeit für Aussiedler): Auch wenn wir physisch nicht gemeinsam feiern können, so sind wir zumindest via Bildschirm alle digital miteinander verbunden.“ Zumal es sich heuer um „einen ganz besonderen Heimattag“ handele, da, wie der Bundesvorsitzende ins Bewusstsein rief, vor genau 70 Jahren, zu Pfingsten 1951, in Dinkelsbühl der erste Heimattag mit über 4 000 Siebenbürger Sachsen stattfand. In den letzten Jahren seien demgegenüber rund 20 000 Besucher zu Pfingsten in Dinkelsbühl zusammengeströmt. „Das große Pfingsttreffen“, stellte Lehni fest, „ist für unsere siebenbürgisch-sächsische Gemeinschaft weltweit das wichtigste Ereignis.“

In seiner Ansprache erinnerte der Bundesvorsitzende an zwei vordringliche Anliegen unseres Verbandes. Rainer Lehni forderte „die maßgeblichen Stellen der Bundespolitik mit Nachdruck auf“, die ungerechten Rentenkürzungen im Fremdrentenrecht zu beseitigen. Mit Einführung der Grundrente Anfang 2021 sei zwar ein „kleiner Schritt“ in diese Richtung getan worden, um die Not der Betroffenen teilweise zu lindern, doch „der große Schritt, um diesen Fehler der 90er Jahre zu beseitigen und alle Betroffenen mit einzubeziehen, steht noch aus“. Zudem forderte Lehni die „Restitution enteigneten Gemeinschaftseigentums an die Evangelische Kirche und das Deutsche Forum in Rumänien“, ebenso die „Rückgaben oder Entschädigungen von früherem Privateigentum an unsere Landsleute“.

Oberbürgermeister Hammer: „Gemeinsam sind wir eine Welt“

Als Vertreter der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl richteten Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, die Erste Bürgermeisterin Nora Engelhard und der CSU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Klaus Huber, Grußworte an die siebenbürgisch-sächsische Gemeinschaft.
Seit 70 Jahren ist Dinkelsbühl Austragungsort des ...
Seit 70 Jahren ist Dinkelsbühl Austragungsort des Pfingsttreffens der Siebenbürger Sachsen: Eröffnung des Digitalen Heimattags 2021 im Spitalhof mit Dinkelsbühls Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer (Mitte), im Hintergrund rechts Bundesvorsitzender Rainer Lehni, der Ersten Bürgermeisterin Nora Engelhard (vorne links) und dem CSU-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Klaus Huber (außen rechts).
Christoph Hammer, betonte, wie sehr er den Heimattag in seinem auf jahrzehntelanger Tradition gründenden, vertrauten Ablauf vermisse, dazu „die Freunde und Gespräche“. Wie Hammer weiter ausführte, empfinde er eine besondere emotionale Bindung zu Siebenbürgen. Vor diesem Hintergrund habe die Corona-Krise für einschneidende Veränderungen gesorgt und unsere Werte und das „gemeinsame, verbindende Band auf die Probe gestellt“. Die Einschränkung von Grundrechten bereite „extreme Probleme“, „gerade mit der Vergangenheit, die wir erlebt haben, (…) von 1914 bis 1945“. „Wo gehen diese Freiheiten hin? Wir haben uns das alles erkämpft.“ Demokratie und Rechtsstaat wie auch christliche Werte „beweisen sich immer in Zeiten der Herausforderung“, sagte Hammer und knüpfte daran den Appell: „Wir müssen die Botschaft auch der Heimattage nach außen tragen (…), dass Demokratie, christliche Werte, Freiheitsrechte, Grundrechte auch in schwierigen Zeiten bewahrt werden“. Corona lehre uns Solidarität, im Sinne der christlichen Botschaft. Auch in Zeiten der Pandemie müsse es eine „weltweite Verbundenheit“ geben. „Gemeinsam sind wir Heimattag und gemeinsam sind wir eine Welt“, beschloss Dr. Hammer sein Grußwort.

Nora Engelhard bedauerte gleichfalls ausdrücklich, dass angesichts geltender Corona-Regeln auch in diesem Jahr kein Pfingsttreffen in traditioneller Form möglich sei. Klaus Huber erinnerte sich an seinen ersten Siebenbürgenbesuch vor beinahe einem Vierteljahrhundert und eine Begegnung mit dem damaligen Hermannstädter Bürgermeister Klaus Johannis, ferner an die seit 2006 bestehende Städtepartnerschaft von Dinkelsbühl und Schäßburg.

Laschets Prognose: Verband bleibt „jung und lebendig“

Im Anschluss folgten Videoeinspielungen mit Grußworten seitens der Politik und unserer Partnerschaftsverbände.

Zum Digitalen Heimattag der Siebenbürger Sachsen sandte Ministerpräsident Armin Laschet herzliche Grüße aus Nordrhein-Westfalen (NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sieht „ermutigendes Zeichen, dass der Verband der Siebenbürger Sachsen jung und lebendig bleibt“).
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein ...
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Bildquelle: Land NRW / L. Chaperon
Um die Pandemie zu überwinden bleibe es wichtig, „dass Jung und Alt nicht nur in der Krise zusammenhalten und zusammenstehen. Sie zeigen, wie das geht“. Die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend habe mit großem Engagement zur Programmvielfalt dieses Digitalen Heimattags beigetragen. Das sei „zugleich ein ermutigendes Zeichen dafür, dass der Verband der Siebenbürger Sachsen jung und lebendig bleibt“, befand der CDU-Parteichef und Kanzlerkandidat der Union. Nordrhein-Westfalen und die Siebenbürger Sachsen seien seit über sechs Jahrzehnten eng miteinander verbunden durch die 1957 begründete Patenschaft. „Sie sind ein Gewinn für unser Land“, bekräftigte Laschet, „ein Land, das sich seit seiner Gründung vor 75 Jahren für Völkerverständigung, für eine friedliche Gesellschaft und ein starkes Europa einsetzt. So wurden auch Sie zu Brückenbauern zwischen Kulturen und Nationen. Und so gilt für uns: „Zusammen sind wir Nordrhein-Westfalen!“

Ministerpräsident Dr. Markus Söder übermittelte seine „Grüße als bayerischer Ministerpräsident, Freund und Mitglied der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen“ (siehe Markus Söder: „Siebenbürger Sachsen sind eine großartige Gemeinschaft“).
In seinem Video-Grußwort bezeichnete Bayerns ...
In seinem Video-Grußwort bezeichnete Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Siebenbürger Sachsen als "wahre Europäer".
Die Siebenbürger Sachsen seien „eine großartige Gemeinschaft“, deswegen „weil Kultur, Werte, Traditionen gelebt werden“. Ihre Treffen kennzeichne der Bezug zur alten Heimat, das „Zusammenkommen der Generationen“, aber auch ein „Bekenntnis zur neuen Heimat“. Als „echte Europäer“ seien die Siebenbürger Sachsen „Brückenbauer für Freiheit, Demokratie und das Zusammenwirken“. Als herausragenden Vertreter nannte Söder Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis, der für Ehrlichkeit und Heimatverbundenheit stehe. Mit dem Pfingsttreffen in Dinkelsbühl assoziierte der bayerische Ministerpräsident ein Bekenntnis zur Freiheit und zur Freude.

Dr. Bernd Fabritius MdB, Beauftragter der ...
Dr. Bernd Fabritius MdB, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten
Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius MdB, überbrachte die besten Grüße von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesinnenminister Horst Seehofer (Bernd Fabritius: Motto des Heimattages steht für das Wesen der Siebenbürger Sachsen). Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat verfolge mit seiner Heimatpolitik, deren Umsetzung auch sein Anliegen sei, „einen sehr modernen Ansatz einer inklusiven Gesellschaft, in der die Siebenbürger Sachsen selbstverständlich ihren Platz haben“. Es gelte Rahmenbedingungen für ein gedeihliches Zusammenleben zu schaffen, „genau das, was die Siebenbürger Sachsen in den letzten 900 Jahren ihrer eigenen Geschichte gemacht haben“. Dem Heimattag wünschte Fabritius zum 70. Geburtstag „eine lange Zukunft“ und der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft „noch viele, viele Jahre mit ihrem Heimattag“.

Die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Sylvia Stierstorfer MdL, erinnerte an markante Ereignisse des abgelaufenen Jahres. So habe das Kulturzentrum der Siebenbürger Sachsen in München „Fahrt aufgenommen“ und auch in das Thema Fremdrente sei Bewegung gekommen. Gemeinsam mit dem Aussiedlerbeauftragten Bernd Fabritius „wird sich der Freistaat weiterhin für unsere Aussiedler einsetzen, um hier eine gerechte Regelung zu finden“, versprach Stierstorfer.

Heiko Hendriks, Beauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, hob in seinem Grußwort die Attraktivität des Programms des diesjährigen Jubiläums-Heimattages lobend hervor. Verbunden mit den besten Grüßen aus dem Patenland Nordrhein-Westfalen wünschte Hendriks dem Digitalen Heimattag viele Zuschauerinnen und Zuschauer.

Zugehörigkeit gibt Halt und Geborgenheit

Martin Bottesch übermittelte sein Grußwort aus Hermannstadt, aus der Geschäftsstelle des Siebenbürgenforums. Der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen erwähnte, dass im Zuge der Corona-Pandemie das große Sachsentreffen auf das Jahr 2024 verschoben wurde. Allerdings könne, sofern die Pandemie weiterhin abklinge, das alljährliche Sachsentreffen stattfinden, das in diesem Jahr am 17. und 18. September in Großau geplant sei. Und im kommenden Jahr wolle man gemeinsam mit den Partnerverbänden aus Deutschland und Österreich, den Jugendverbänden und der Evangelischen Kirche unter dem Titel „Siebenbürgischer Kultursommer“ eine „dezentrale, flexible Veranstaltung“ anbieten.

Aus Altmünster am Traunsee übermittelte Manfred Schuller die herzlichsten Grüße der Landsleute in Österreich. Der Bundesobmann des Bundesverbandes der Siebenbürger Sachsen in Österreich äußerte sich zuversichtlich, im nächsten Jahr den Heimattag wieder gemeinsam feiern zu können.

Die Präsidentin der Alliance of Transylvanian Saxons – ATS, Denise Crawford, überbrachte Grüße seitens ihres seit 119 Jahren bestehenden Zentralverbands der Siebenbürger Sachsen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie sei „sehr stolz“, Teil des Digitalen Heimattages zu sein. Spenden aus Mitgliedsbeiträgen der ATS seien kürzlich an Schloss Horneck und das Sozialwerk der Siebenbürger Sachsen sowie an die Saxonia Stiftung in Rosenau übergeben worden. Auf diese Weise erinnerten sich die US-amerikanischen Landsleute an die Menschen und Traditionen aus Siebenbürgen, sagte Crawford in ihrer auf Englisch gesprochenen Videobotschaft.

Der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Kanada, John Werner, begrüßte alle Landsleute weltweit. Im März 2020 sei unser normales Leben plötzlich zum Stillstand gekommen, damit auch Kulturveranstaltungen und Proben. Mit fortlaufenden Impfungen bestehe nun aber Hoffnung auf „ein gesundes Jahr 2022“, in dem „unsere Familien Kulturleben und Kulturaustausch wieder genießen können“. Dank der technischen Entwicklung könnten wir heute weltweit zusammenkommen und den Digitalen Heimattag gemeinsam feiern.

In dieser über einjährigen Krise, sagte Fabian Kloos, Bundesjugendleiter der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD), habe der Verband und mit ihm die SJD gezeigt, „dass wir anpassungsfähig sind und zukunftsorientiert“. Das belege auch das Programm dieses bereits zweiten Digitalen Heimattages. So sei die SJD auch mit ihren Veranstaltungen auf Online-Formate umgestiegen. Diese Neuerungen hätten die Mitglieder gut angenommen. Die Erfahrungen aus diesem Jahr hätten geholfen, „die SJD zu digitalisieren und für die kommenden Jahre zu wappnen“.

Die Vorsitzende des Verbands der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortsgemeinschaften e.V., Ilse Welther, äußerte sich optimistisch, dass der nächstjährige Heimattag wieder in bewährter Form in Dinkelsbühl stattfinden werde. Welther erinnerte an den ersten Heimattag 1951. Auch nach 70 Jahren habe der Heimattag heute „seinen Charme nicht verloren“.

Reinhold Sauer wies als Vorsitzender der Carl Wolff Gesellschaft auf den Beitrag hin, mit dem der Siebenbürgische Wirtschaftsclub in Deutschland das Heimattagsprogramm bereichere. Zum 50-jährigen Jubiläum des Hermann-Oberth-Museums in Feucht bei Nürnberg werde das Werk des siebenbürgischen Weltraumpioniers Hermann Oberth speziell gewürdigt.

Schließlich richtete der Vorsitzende der Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD, Prof. Dr. Berthold Köber, seitens des Hilfskomitees „unsere herzlichen Grüße und Segenswünsche“ aus. Das diesjährige Motto „Zusammen sind wir Heimattag“ hätte genauso gut auch über dem ersten Heimattag vor 70 Jahren stehen können, meinte Köber: „Denn das, was den Heimattag zum Heimattag macht, ist gerade dieses Zusammen, diese Gemeinschaft aller, die unsere Sprache sprechen, von unserer Tradition geprägt sind, unsere Werte leben und in unserem Glauben stehen.“ Das Wissen um diese Zugehörigkeit könne, besonders in so bewegten Zeiten wie diesen, „Halt und Geborgenheit geben“. Derzeit sei pandemiebedingt keine leibhaftige Gemeinschaft möglich, gleichwohl könne es aber „eine Gemeinschaft im Geist, im Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung“ geben. Das führe uns gerade die Pfingstbotschaft vor Augen, betonte der Theologe.

Programmvielfalt findet hohe Resonanz

Der dreitägige digitale Heimattag wartete mit insgesamt 27 Programmpunkten auf. Im Fokus der Liveschaltungen und Aufzeichnungen standen, neben den Ansprachen der Eröffnungsveranstaltung: Historie (300. Geburtstag von Samuel Freiherr von Brukenthal, 50 Jahre Hermann-Oberth-Museum), Pfingstgottesdienst, Talk, Fragen-Quiz und Interviews (u. a. „Beziehungspause nach 70 Jahren – Die Siebenbürger Sachsen bleiben auch heuer auf Abstand“; „Late Night SJD: Die Jugend am Heimattag im Laufe der Zeit“), die Podiumsdiskussion „70 Jahre Heimattag – So war es, so ist es, so wird‘s immer sein?“, aber auch Filme („Zeichen und Bilder unserer Gemeinschaft. Der Heimattag der Siebenbürger Sachsen“, ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 1999; „Heimattreffen in Großau und Freck im Sommer 2019 mit der Band ‚Schlager-Taxi‘“; Bäm Brännchen – Singspiel von Grete Lienert-Zultner), Trachtenumzug (Aufzeichnung des Festumzugs des Heimattages der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl 2006), Humor (Sketch in siebenbürgisch-sächsischer Mundart), Nachwuchsprogramm („Unser Nachwuchs präsentiert sich“), Kochshow, Gesang und Tanz („Singen vor dem Bildschirm“, „Siebenbürgische Jugend International“, Online-Tanzgruppen-Challenge), Blasmusik und Partymusik.
Podiumsdiskussion per Livestream:  „70 Jahre ...
Podiumsdiskussion per Livestream: „70 Jahre Heimattag – So war es, so ist es, so wird‘s immer sein?“

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"Unser Nachwuchs präsentiert sich": Jannis und Laurin Stieger spielen"Siebenbürgen, Land des Segens"

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Kochshow der SJD: Der "Knoblauch-Klubb" bereitet Mici zu.

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"Dinner für Oinz": Sketch in siebenbürgisch-sächsischer Mundart mit Christoph Ludwig (Oinz) und Anita Mai (Viechen)

Singen vor dem Bildschirm ...
Singen vor dem Bildschirm

Dieser Digitale Heimattag war ein eminent musikalischer, was ihn auch so erfolgreich machte. So verzeichneten die Livestream-Party am Freitagabend (mit drei Musikbands) und der Digi-Ball am Samstagabend nach Angaben der Webmaster von Siebenbuerger.de einen Spitzenwert von 1.200 Zuschauern.
Bands aus dem In- und Ausland sorgten für einen ...
Bands aus dem In- und Ausland sorgten für einen stimmungsvollen Digi-Ball.
Die bisherige Wiedergabezeit aller Heimattags-Videos auf Youtube beträgt rund 25.000 Stunden. Videos sämtlicher Online-Veranstaltungen bzw. Programminhalte sind auf unserer Verbands-Website www.siebenbuerger.de jederzeit und kostenfrei verfügbar, ebenso auf dem YouTube-Kanal www.youtube.com/siebenbuergerde und der Facebook-Seite www.facebook.com/siebenbuergerde. Auch der Abzeichenverkauf übertraf die Erwartungen der Veranstalter. Bald waren die vorrätigen 500 Abzeichen vergriffen und so wurden 300 nachbestellt.

Der Digitale Heimattag 2021 wurde vom Kulturwerk der Siebenbürger Sachsen e.V. gefördert, aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales.

Lehni: „Den Nerv der Heimattagsgäste getroffen“

Gegenüber der Redaktion der Siebenbürgischen Zeitung zog der Bundesvorsitzende Rainer Lehni ein durch und durch positives Fazit: „Den Digitalen Heimattag 2021 können wir gemeinsam als vollen Erfolg betrachten. Dazu passt das Motto ‚Zusammen sind wir Heimattag‘ perfekt. Das ganze Pfingstwochenende wurden Live-Schaltungen und Aufzeichnungen gesendet, so dass für jede und jeden etwas dabei war. Politik, Jugend, Kultur, Brauchtum, Mundart, Geschichte, Wissenschaft, Musik, Kulinarik, Geselligkeit und ‚virtueller‘ Tanz haben einen breiten Querschnitt durch die siebenbürgisch-sächsische Gemeinschaft gezeigt. Durch die Beteiligung aller Verbände aus den Ländern der Föderation war es ein regelrecht weltumspannendes Event, und das nicht nur virtuell. Die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland hat erneut mehrere neue Formate präsentiert. Neue Formate waren uns im Verband wichtig, da wir nicht den Digitalen Heimattag von 2020 einfach wiederholen wollten, sondern die digitalen Medien noch viel besser nutzen wollten, als wir das bisher schon getan haben. Ich bin der Meinung, das haben wir als Verband, als ein gemeinsames Team zweifelsohne erreicht. Die Zuschauerzahlen - auch noch nach dem Heimattag wurden die einzelnen Programme zahlreich aufgerufen - zeigen uns, dass wir den Nerv der Heimattagsgäste wirklich getroffen haben. Das Pfingstwochenende ohne Heimattag ist bei uns Siebenbürger Sachsen unvorstellbar. Für 2022 hoffen wir aber dennoch alle, dass wir uns erneut zu Tausenden in unserer Partnerstadt Dinkelsbühl treffen können.“

Christian Schoger

Schlagwörter: Digitaler Heimattag 2021, Dinkelsbühl, Rainer Lehni, Bernd Fabritius, Armin Laschet, NRW, Patenland, Markus Söder, Bayern, ATS, Kanada, Österreich, Siebenbürgen, Manfred Schuller, Bottesch, Crawford, Kloos, SJD, Köber, Siebenbürgenforum, Hermannstadt

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