Kulturspiegel

Der „Kulturspiegel“ umfasst Rezensionen und Beiträge über die Geschichte, Naturwissenschaften, Kunst und das vielseitige Kulturleben der Siebenbürger Sachsen und deren Nachbarn.

27. April 2011

Kulturspiegel

Rückblick auf ein künstlerisches Lebenswerk: Erhard Wächter zum 80.

Die alte Weisheit, dass Kunst zunächst und zuallererst Handwerk sei, lässt sich leicht nachvollziehen: Der Bildhauer, der bei der jeweiligen Gesteinsart nicht weiß, wie der Meißel anzusetzen ist, der Maler, der die naturalistisch exakte Perspektive nicht zustande bringt, der Dichter, der die Abwägung der Worte nicht beherrscht, der Komponist, dem Harmonielehre und Kontrapunktik nicht vertraut sind, oder der Intarseur, der die Eigenart der Hölzer nicht kennt, ist undenkbar. „Aller Kunst muss das Handwerk vorausgehen“, befand Goethe. Eben dies meint das Schlagwort: Kunst kommt von Können. mehr...

27. April 2011

Kulturspiegel

Orgelabend mit Ilse Maria Reich in Bukarest

Anfang April gab die in Hermannstadt geborene, 1988 nach Deutschland emigrierte und seit Jahrzehnten international bekannte Organistin Ilse Maria Reich einen Soloabend im Bukarester Athenäum. Auf dem Programm standen Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, Franz Liszt, Béla Bartók sowie von der jüngst verstorbenen rumänischen Komponistin Liana Alexandra. mehr...

27. April 2011

Kulturspiegel

Germanisten-Tagung

Kronstadt – Der Essayist Gerhardt Csejka und der Schriftsteller Caius Dobrescu waren Gäste auf der diesjährigen Germanisten-Tagung in Kronstadt. mehr...

26. April 2011

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Politische und zeitgenössische Filme aus Rumänien

Vom 18. bis 20. März 2011 fand in der Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen ein Seminar zum Thema „Politische und zeitgenössische Filme aus Rumänien nach 1989“ statt. Drei der präsentierten Filme wurden von deutschen Regisseuren oder Drehbuchautoren zur Thematik der siebenbürgisch-sächsischen Kultur und Geschichte produziert. mehr...

26. April 2011

Kulturspiegel

Neue Attraktion im Friedrich-Teutsch-Haus in Hermannstadt

Die siebenbürgisch-sächsische Trachtenpuppen-Ausstellung im Friedrich-Teutsch-Haus in Hermannstadt ist um eine Attraktion reicher geworden: Eine Trachtenpuppe aus Keisd und eine aus Wurmloch ergänzen den Ausstellungsbestand. mehr...

25. April 2011

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Konzertreise des Jugendbachchores Kronstadt

Der Austausch zwischen siebenbürgischen Kulturformationen aus der alten Heimat und solchen aus Deutschland hat in den letzten Jahren erfreulicherweise stark zugenommen. Dabei finden Gastreisen in beiden Richtungen statt. Blaskapellen oder Tanzgruppen aus der Bundesrepublik besuchen Ortschaften in Siebenbürgen, Tanzgruppen und vor allem Chöre aus Siebenbürgen treten in Deutschland auf. mehr...

23. April 2011

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Ludwig Seiverth mit Verdienstabzeichen „Pro Meritis“ gewürdigt

Der Ehrenvorsitzende und Chorleiter der Kreisgruppe Ingolstadt, Ludwig Seiverth, wurde am 9. April 80 Jahre alt. Der gebürtige Frauendorfer kann auf ein erfülltes Leben zurückblicken, in dem er stets darum bemüht war, das siebenbürgisch-sächsische Kulturgut zu pflegen. Erst kürzlich erhielt der Jubilar das Verdienstabzeichen „Pro Meritis“, mit dem seine Gesamttätigkeit innerhalb der Kreisgruppe Ingolstadt gewürdigt wurde. mehr...

21. April 2011

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Herausragende Ballerina: Zum Tod von Ingeborg Schnell-Statnic

Am 14. August 1931 in Hermannstadt geboren, verbrachte Inge Schnell eine glückliche Kindheit auf der Konradwiese und in der Heidengasse. Sie besuchte das Evangelische Mädchengymnasium und erlernte von 1941 bis 1948 bei der Ballettmeisterin Mercedes Pavelici-Goritz die Kunst des klassischen Tanzes. Ihrer Lehrerin folgend, zog sie 1949 nach Temeswar und arbeitete sich an der dortigen Oper im Ballettkorps bis zur so genannten Koryphäe und Mitte der 50er Jahre zur lyrischen Primaballerina hoch. mehr...

19. April 2011

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Rudolf-Lassel-Feier in Kronstadt

Dem am 15. März 1861 in Kronstadt geborenen Komponisten, Organisten, Chordirigenten, Musikpädagogen Rudolf Lassel wurde ein abendfüllendes Programm genau am Stichtag seiner Geburt gewidmet, gestaltet von mehreren Musikformationen und Solisten. Hauptinitiator war der vielseitige Kronstädter Musiker Steffen Schlandt, der nur wenige Tage zuvor seine Dissertation an der Musikakademie von Klausenburg verteidigt hatte und nun Doktor der Musikwissenschaften ist. Seine Erfahrung in der Organisation der jährlichen Musikreihe „Diletto Musicale“ in Tartlau, der „Musica Coronenis“ in Kronstadt lässt bei Steffen Schlandt immer neue Ideen zur Gestaltung musikalischer Veranstaltungen aufkommen, die bei den Musikfreunden Anerkennung finden. So auch im Falle der Rudolf-Lassel-Feier, in der er dessen Leben und Schaffen präsentierte. mehr...

18. April 2011

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Ingrid Gündisch inszeniert Brechts „Hochmeister“ im Fürther Staatstheater

„Der Hofmeister oder Vorteile der Privaterziehung“, ein Werk der „Sturm und Drang“-Epoche von einem ihrer markanten Vertreter, Jakob Michael Reinhold Lenz, 1774 verfasst und von Bertolt Brecht 1950 unter dem gekürzten Titel „Der Hofmeister“ neu für die Bühne bearbeitet, ist eine todernste Komödie mit anscheinend unabänderlichem aktuellem Gehalt: Lenz greift heftig die sozioökonomische Schieflage zwischen dem herrschenden Adel und dem untertänigen Bürgertum an, Brecht erweitert diesen Ansatz auf scheinbar ewige Strukturen der Ungleichheit, der Ungerechtigkeit, der differierenden Chancen zwischen Herrschenden und Beherrschten. Die Premierenvorstellung am 7. April im vollbesetzten Großen Haus des Stadttheaters Fürth bot eine von der siebenbürgischen Theaterregisseurin Ingrid Gündisch verantwortete Inszenierung mit Tiefgang. mehr...