Siebenbuerger.de Newsletter
Nr.: 235 | 01.04.2018 | Abonnenten: 6445

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,
nach monatelangem Ringen nimmt die neue Bundesregierung endlich Form an. Dr. Bernd Fabritius, Präsident des Bundes der Vertriebenen (BdV) und Verbandspräsident des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, wird neuer Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Aus Gründen der Unvereinbarkeit mit dieser neuen Funktion wird er sein Amt als Verbandspräsident des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland niederlegen.

Hinweisen möchten wir Sie auf Interviews mit Dr. Stefan Sienerth, Hans Bergel und Georg Aescht, die interessante Einblicke in den siebenbürgisch-deutschen bzw. rumänischen Literaturbetrieb und dessen Rezeption in Deutschland gewähren. Aescht gibt Auskunft über die Leipziger Buchmesse, deren Gastland Rumänien war.

Am 15. April sendet Arte die Dokumentation "Europa und seine Schriftsteller: Rumänien erzählt von... Norman Manea, Gabriela Adameșteanu, Mircea Cărtărescu, Florin Lăzărescu".

Um dieses Thema dreht sich auch unsere April-Umfrage: Lesen Sie literarische Werke von Autoren aus Rumänien?

Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest!




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SbZ-Artikel

Dr. Bernd Fabritius wird Aussiedlerbeauftragter der Bundesregierung
Der Präsident des Bundes der Vertriebenen (BdV) und Verbandspräsident des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Dr. Bernd Fabritius, wird Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Aus Gründen der Unvereinbarkeit mit dieser neuen Funktion wird Fabritius sein Amt als Verbandspräsident des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland niederlegen. BdV-Vizepräsident Stephan Mayer, MdB, wird Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren. Damit ist sichergestellt, dass die Anliegen der deutschen Heimatvertriebenen auf Regierungsebene auch künftig auf höchster Stelle vertreten sein werden.

Weitere Artikel:
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Buch-Tipps

Zweiter Band des Kronstädter Museums zu Geschichte und Identität der Siebenbürger Sachsen
Die Studie des Ethnographischen Museums Kronstadt "Saşii despre ei înşişi - Die Siebenbürger Sachsen über sich selbst" erschien 2015 im Verlag Transilvania Expres der Stadt. Die zweisprachige Publikation enthält Interviews, die fünf Wissenschaftler - Historiker und Volkskundler - unter der Leitung von Dr. Ligia Fulga in den Jahren 1999-2000 und 2013-2014 mit Gewährspersonen aus Neustadt im Burzenland geführt hatten. Der Kronstädter Kreisrat finanzierte die Ausgabe.

Weitere Bücher:




Diskussionen

Forum: Allgemeines Forum
Thema: Rumänien heute
In Kronstadt bauen sie 2500 und mehr Wohnungen im Jahr. Wer kauft all die tausende Wohnungen?

Forum: Allgemeines Forum
Thema: Kriegsgräberstätten
Informationen für Erinnerungstafeln für eine Ingolstädter Kriegsgräberstätte des ersten Weltkrieges mit 66 rumänischen Soldaten gesucht.

Forum: Allgemeines Forum
Thema: Nachbarschaft Hermannstadt in München
Gibt es eine Nachbarschaft Hermannstadt im Großraum München?

Forum: Allgemeines Forum
Thema: Konradwiese
Wer weiß wie dieser Platz zu seinem Namen kam?

Forum: Soziale und rechtliche Integration
Thema: Versicherungszeiten Rumänien
Wie lange dauert das Antragsverfahren beim rumänischen Träger?

Forum: Soziale und rechtliche Integration
Thema: Versicherungsverlauf
Werden Schulausbildung, Hochschulausbildung und Wehrdienst aus Rumänien bei der Berechnung der Rente in Deutschland mitgenommen?

Forum: Seniorenforum
Thema: 7bg Sachsen- Senioren - nur zum Versteckspiel zu gebrauchen???
Sind denn die 7bg Sachsen alle soooo mundfaul, dass sie nicht auch etwas dazu sagen können, nachdem sie was gelesen haben?

Forum: Lachen uch Nodinken
Thema: Duannerschmarter Anekdoten: Hia oder ech
Di gliacklich Schwijjervoter.




TV-Tipps

Quelle: Pressetexte der Sender

ZDFinfo, Freitag, 6. April, 12:15 bis 12:45
Ohne Zuhause
Wohnungslos in Berlin

Eine eigene Wohnung? Das ist ein Grundrecht, aber immer mehr Menschen können sich dies nicht mehr leisten, werden wohnungslos. Das lässt die Zahl der Obdachlosen explodieren.
Zunehmend auffällig in den Straßen Berlins sind obdachlose EU-Bürger wie Karoly. Er stammt aus Rumänien und hat in Berlin Billigjobs. Für eine Wohnung reicht das nicht. Er kampiert mit anderen Rumänen in einem Zeltlager. Immer wieder wird es geräumt, was rechtlich grenzwertig ist. Denn eigentlich wären die Bezirke verpflichtet, alle Bürger, die wohnungslos sind, unterzubringen, auch EU-Bürger. Doch wohin, wenn es den Wohnraum nicht gibt?

SWR Fernsehen, Samstag, 7. April, 8:30 bis 8:45
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Donaudelta, Rumänien - Wildnis zwischen Steppe und Meer

Keine einzige Straße führt ins Donaudelta. Die Region gehört zu den abgelegensten Europas. Weitab von Städten finden sich verträumte Dörfer, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Wer dort leben will, muss mit dem auskommen, was die Natur bietet. Doch die Lebensfülle ist überwältigend. Das Delta gehört zu den fischreichsten Landschaften Europas und nur hier gehen noch große Schwärme von Pelikanen auf die Jagd.

ARTE, Sonntag, 15. April, 5:05 bis 6:00
Europa und seine Schriftsteller: Rumänien erzählt von...
Norman Manea, Gabriela Adameșteanu, Mircea Cărtărescu, Florin Lăzărescu

Rumänien ist wie seine Bewohner noch auf der Suche nach sich selbst: unruhig, vergleichsweise jung, enttäuscht über sein schlechtes Image im Ausland, deprimiert von seiner Vergangenheit oder einfach nur verwirrt über seine jüngste Geschichte - doch manchmal auch begeistert von seinen Gründungsmythen.
Als Fünfjähriger wurde Norman Manea in ein Konzentrationslager deportiert, aus dem er vier Jahre später zurückkehrte. Als er 50 Jahre alt war, in der Endphase des Ceaușescu-Regimes, ging er ins Exil in die USA. Doch der politische Flüchtling schrieb stets über sein Heimatland, dem er nach wie vor verbunden ist.
Florin Lăzărescu setzt sich in Jassy (rumänisch: Iași) in der Region Moldau für die Wiederbelebung der kulturellen Tradition ein: Er gründete eine Zeitschrift und das größte Literaturfestival des Landes.
Gabriela Adameșteanu verzichtete lange auf eigenes belletristisches Schaffen, um sich dem politischen Journalismus zu widmen. Auf die Frage, ob sie dies bedaure, antwortet sie, durch den Journalismus habe sie viel über Rumänien gelernt.
Mircea Cărtărescu spricht von einem anderen Rumänien, aber vor allem von einem anderen Verhältnis zwischen Wirklichkeit und Literatur: "Als ich jung war, litt ich unter Hunger und Kälte, doch das störte mich nicht. Den Hunger vergaß ich beim Kafka-Lesen, die Kälte bei der Thomas-Mann-Lektüre. Mein wahres Vaterland ist nicht Rumänien, sondern Kastalien. Dort gab es nie einen Ceaușescu und wird es nie einen geben." Er spricht vom imaginären Land der Gelehrten in Hermann Hesses Roman "Das Glasperlenspiel".
Vier Schriftsteller beschreiben ihr Vaterland im Spannungsfeld von Rumänien und Kastalien.
Der Beitrag wird nach der Ausstrahlung auch online auf arte.tv verfügbar sein.

KiKA, Montag, 16. April, 20:10 bis 20:35
Das erste Mal... Europa!
5. Louisa und Philipp in Rumänien

12-teilige deutsche Reportagereise 2017
Louisa und Philipp haben sich in Transsilvanien auf die Spuren von Graf Dracula begeben und sich in dem gruseligen Schloss umgesehen, in dem der grausame Fürst angeblich gelebt haben soll.
Außerdem sind die beiden zu Gast in einem rumänischen Dorf, in dem Roma leben, und sie erfahren etwas über deren Traditionen und Bräuche. Des Weiteren besuchen Louisa und Philipp ein Bärenreservat, in dem kranke Bären gepflegt werden.




Interviews

Bayerns neuer Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Interview
Markus Söder ist seit 1994 Mitglied des Verbands der Siebenbürger Sachsen in Deutschland. Am 16. März wurde der 51-jährige Franke zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt. Aus diesem Anlass führte Horst Göbbel mit ihm das folgende Interview.

Herausragender Forscher der siebenbürgisch-deutschen Literatur: Interview mit Stefan Sienerth
Den Vergleich mit einem Sportler scheut er. Doch Dr. Stefan Sienerth hat etwas von der Beharrlichkeit eines Langstreckenläufers. Seit Jahrzehnten erforscht der Germanist, ehemalige Hochschullehrer und Direktor des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS) die deutschen Regionalliteraturen Ostmittel- und Südosteuropas, veröffentlicht Beiträge zur siebenbürgisch-sächsischen Mundartlexikografie und widmet sich der Aufklärung der Securitate-Vergangenheit. Mit Herz und scharfem Verstand hat er ein beeindruckendes und vielseitiges Werk geschaffen, das er auch als Rentner unermüdlich fortsetzt. So entwickelt sich das folgende Interview, das Siegbert Bruss mit ihm führte, zu einem Arbeitsgespräch. Am 28. März begeht Stefan Sienerth seinen 70. Geburtstag, zu dem unsere Redaktion ihm herzlich gratuliert.

Osteuropas Kulturpotenzial besser beachten: Hans Bergel im Gespräch
Der Rumänische Schriftsteller-Verband zeichnete die Übersetzer des Romans "Die Wiederkehr der Wölfe" von Hans Bergel, 2006/2015 ("Întoarcerea lupilor", 2016), George Guţu, Rumänien, und Octavian Nicolae, Deutschland, mit dem Preis für das am besten ins Rumänische übersetzte Buch des Jahres 2016 aus. Die rumänische Fassung erschien im EIKON-Verlag, Bukarest. Der Journalist Dieter Drotleff führte aus diesem Anlass ein Gespräch mit dem in Gröbenzell bei München lebenden Autor Hans Bergel. Das am 8. Februar 2018 in der "Karpatenrundschau" erschienene Interview wird im Folgenden leicht gekürzt abgedruckt.

Disparates zusammenbringen und Demut lernen: Interview mit Georg Aescht
Georg Aescht, geboren 1953 in Zeiden, studierte Germanistik und Anglistik in Klausenburg und kam 1984 mit seiner Familie nach Deutschland. Er ist Redakteur bei der Stiftung Deutsche Kultur im östlichen Europa, wo er für die Kulturpolitische Korrespondenz verantwortlich ist, und hat sich sowohl mit seiner feuilletonistisch-publizistischen als auch mit seiner Tätigkeit als Übersetzer einen Namen gemacht. Seit 2016 ist er Vorsitzender des Kulturpreisgerichts, das jährlich den Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis vergibt. Über seine Rolle im diesjährigen Leipziger Buchmessegeschehen, seine Übersetzertätigkeit und die aktuelle rumänische Literatur gab er Doris Roth Auskunft.




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Die Zugpferde des Monats waren Politik und Identitätsfragen.