Siebenbuerger.de Newsletter
Nr.: 259 | 01.04.2020 | Abonnenten: 6037

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser.
die Coronavirus-Pandemie hat das Land und die ganze Welt fest in ihrem Griff. Sie hat Auswirkungen auf unser tägliches Leben, und auch unser Verbandsleben ist aktuell praktisch zum Erliegen gekommen. In Absprache mit der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl hat der Bundesvorstand des Verbandes der Siebenbürger Sachsen entschieden, den Heimattag 2020 abzusagen.

In den Landesgruppen und Kreisgruppen hat der Verband eine „Erweiterte Nachbarschaftspflege“ ins Leben gerufen, um insbesondere den älteren Mitgliedern, die zur Zeit isoliert sind, ein besonderes Zeichen der Fürsorge und Beachtung zu schenken.

Die Pandemie verlangt uns allen viel ab. Es gibt aber auch zahlreiche gesellschaftliche Initiativen, die Hoffnung machen. Oder wie nehmen Sie die Corona-Krise wahr?




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SbZ-Artikel

Heimattag der Siebenbürger Sachsen wird wegen Coronavirus-Pandemie abgesagt
Der 70. Heimattag der Siebenbürger Sachsen wird um ein Jahr verschoben und findet erst zu Pfingsten 2021 statt. Der Bundesvorstand hat beschlossen, das diesjährige Pfingstfest abzusagen. In dem folgenden, „an alle Siebenbürger Sachsen und unsere Freunde“ gerichteten Schreiben begründet der Bundesvorsitzende Rainer Lehni die Absage mit den hohen gesundheitlichen Risiken und der Planungsunsicherheit, die sich durch die Corona-Pandemie ergeben.

Rumänien in der Corona-Krise
Staatspräsident Klaus Johannis hat am 16. März den Notstand in Rumänien für 30 Tage ausgerufen, um die Verbreitung von Covid-19 effektiver eindämmen zu können. Der Notstand bietet der Regierung die rechtliche Grundlage, um dem Gesundheitsministerium dringend benötigte Finanzmittel für den Kauf von medizinischer Schutzausrüstung, Analyseausstattung und Desinfektionsmitteln zuzuweisen. Der Notstand ist laut Gesetz auf 30 Tage beschränkt, kann aber bei Bedarf verlängert werden. Am 18. März waren in Rumänien 246 Corona-Infektionsfälle gemeldet.

Weitere Artikel:
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Buch-Tipps

„Gut gekämmt ist halb gestutzt“: Studie über Jugendliche im sozialistischen Rumänien
In der Reihe Südosteuropäische Studien ist 2019 als 24. Band die Promotionsarbeit der rumänischen Geschichtswissenschaftlerin Andra-Octavia Cioltan-Drăghiciu erschienen, die sie an der Fakultät für Mitteleuropäische Studien der Andrássy-Universität Budapest 2016 vorgelegt hat. Seit dem gleichen Jahr ist die Autorin am Institut für Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz als Assistentin tätig.

Ein Leben, zwei Welten: Über biographische Mitschnitte und Gedächtnisprotokolle des Samuel Beer
Erst Siebenbürgen, dann die Bundesrepublik - eine Biographie, die der aus Neppendorf bei Hermannstadt stammende Samuel Beer, Autor des Buches „Mein Leben in zwei Welten“, mit vielen Menschen auf dieser Erde teilt. Es waren nicht nur zwei Länder auf dem gleichen Kontinent Europa, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, sondern auch zwei Gesellschaftsordnungen, in denen sich der Autor zurechtfinden musste.




Diskussionen

Allgemeines Forum
Welt in der Krise; das Coronavirus
Ein bis vor kurzem unbekannter Krankheitserreger stürzt die Welt ins Chaos.

Soziale und rechtliche Integration
Verzichterklärung
Wie geht man vor, wenn man von Deutschland aus auf ein Grundstück in Kronstadt verzichten will.




TV-Tipps

Quelle: Pressetexte der Sender

MDR Fernsehen, Donnerstag, 2. April, 9:40 bis 10:05
MDR Fernsehen, Donnerstag, 2. April, 10:05 bis 10:30
Zug um Zug - Vom Leben auf schmaler Spur
Eisenbahn früher und heute

Wegen ihrer alten Dampflok Emma, Baujahr 1922, reisen Carsten und Ingo vom Kleinbahnverein „Jerichower Land“ nach Rumänien. Der Verein östlich von Magdeburg hatte Emma zum Schrottpreis gekauft und die Mitglieder träumen davon, die alte Dame wieder auf die schmalen 750mm-Gleise zu bringen. Weil Emma in ihrer wechselvollen Geschichte auch einige Jahre in Rumänien verbrachte und auch dort gewartet wurde, hoffen Carsten und Ingo noch die Originalpläne und wichtige Ersatzteile zu finden.
Im Anschluss an Folge 3 „Unterwegs“ läuft die vierte und letzte Folge „Rettungsaktion“.

arte, Samstag, 4. April, 10:25 bis 10:50
Zu Tisch
Ost-Rumänien

Im Osten Rumäniens, im Hinterland der Schwarzmeerküste, liegt die Provinz Dobrudscha. Hier lebt die Minderheit der Aromunen. Sie sind traditionell Viehhirten - wie auch die Familie von Nicolae Migit im Dorf Stejaru. Ihr Leben hat sich verändert, seit auf den Weidegründen gigantische Windräder errichtet wurden. Nur die Küche ist gleichgeblieben; gekocht wird, was im eigenen Garten wächst: zum Beispiel Piperki, ein Tomaten-Paprika-Gericht. Dazu gibt es Fleisch, Milch und Käse von den eigenen Ziegen.

3sat, Sonntag, 12. April, 19:10 bis 20:00
Ostereier - Fantastisch, bunt und voller Magie
Verschiedene Techniken des Ostereierschmückens und -färbens aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Ungarn, Tschechien und Rumänien sowie regionale Osterbräuche stehen im Mittelpunkt des Filmes von Anita Lackenberger.
Der rumänische Ethnologe Sebastian Paic bedient sich einer Wachstechnik, um seine Ostereier mit traditionellen Mustern zu bemalen. Ob ein Ei gelungen ist, weiß man erst, nachdem das Wachs geschmolzen ist, alle Farbgänge abgeschlossen sind und das Kunstwerk zum Vorschein gekommen ist. Sebastian Paic setzt seine Muster gerne in kulturhistorischen Kontext und ist inzwischen mit seinen Vorträgen in ganz Europa gefragt.

arte, Montag, 13. April, 17:50 bis 18:35
arte, Montag, 13. April, 18:35 bis 19:20
Wilde Karpaten
Dokumentation, Großbritannien 2019
Die Karpaten sind das bedeutendste Gebirge Zentraleuropas. Sie ziehen sich über acht verschiedene Länder: Österreich, die Slowakei, Polen, Tschechien, Ungarn, die Ukraine, Rumänien und Serbien. Mehr als ein Drittel der wildlebenden Großraubtiere Europas sind dort beheimatet.
Die Dokumentation begleitet im ersten Teil „Im Reich der Bären“ ein Bärenweibchen mit ihren Jungen und ein Luchsweibchen, das ebenfalls zwei Junge zu ernähren hat. Im zweiten Teil „Im Reich der Wölfe“ wird ein Rudel Eurasischer Wölfe begleitet sowie Hirsche beim Revierkampf und ein Feuersalamander bei der Nahrungssuche beobachtet.

DMAX, Donnerstag, 16. April, 23:15 bis 0:10
Mysterien von oben
Draculas Grab

Staffel 4, Folge 1
Luftaufnahmen zeigen im Herzen Transsylvaniens acht mysteriöse Hügel. Die Einheimischen nennen die Anhöhen „Guruieţi“, aber was hat es mit den Erhebungen auf sich? Haben die Daker dort ihre Anführer und Könige zu Grabe getragen? Das antike Volk siedelte sich um 500 vor Christus in der Region an. Oder liefert eine nahe gelegene, mittelalterliche Zitadelle den Schlüssel zu diesem geheimnisvollen Rätsel? In Schäßburg (rum.: Sighişoara) wurde nämlich Vlad Draculea geboren, der später als „Vlad, der Pfähler“ in die Geschichtsbücher einging. Der Historiker Andrew Gough sucht in Rumänien nach Antworten.




Interviews

Ex-Bundesgeschäftsführer Erhard Graeff blickt auf seine 30-jährige Verbandskarriere zurück
Gehört „zum Inventar“, ist „Urgestein“, „Gesicht“ von ... - die deutsche Sprache ist ergiebig, wenn es darum geht, langgediente verdienstvolle Mitarbeiter in Leitungsfunktion metaphorisch zu bezeichnen. Alle vorgenannten Begriffe sind im Falle von Erhard Graeff zutreffend. Sein Rentenbeginn zum 1. Dezember 2019 markierte eine Zäsur, für ihn wie auch für unseren Verband. Ein Vierteljahrhundert in Schlüsselfunktion: Seit Oktober 1994 war Graeff Bundesgeschäftsführer, davor knapp vier Jahre Bundeskulturreferent. Sein Wirken als Verbindungsstelle zum Bundesvorstand, zu den Untergliederungen des Verbandes bis hin zum einzelnen Mitglied bescherte dem rund um die Uhr erreichbaren Familienvater (verheiratet, zwei erwachsene Kinder) nicht selten 50-Stunden-Wochen - Leitung der Münchner Geschäftsstelle, Heimattag und Bundeshaushalt all inclusive. Am 12. April begeht der aus Hermannstadt stammende, bei Dachau lebende „Berufslandsmann“ seinen 65. Geburtstag. Im Gespräch mit Christian Schoger rekapituliert Erhard Graeff seine Verbandstätigkeit (seinem Naturell entsprechend mitunter launig).

Weitere Interviews:




Pressespiegel

Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien vom 28. März
Zeichen, Bilder und geschichtliche Wahrheit
Zum Ableben des Mediävisten Harald Zimmermann.

MDR vom 27. März
Rumänien: Wie ein Virus das Gesundheitssystem in die Knie zwingt
Die größte Sorge bereiten vielen nicht die Ausgangssperren, sondern die mangelhafte Gesundheitsversorgung im Lande.

Kronen-Zeitung vom 26. März
Inmitten der Krise: Gesundheitsminister gibt auf
Chaos in Rumänien.

Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien vom 21. März
Rumänien und die Coronakrise
Ein Lagebericht aus dem Land der fehlenden Backhefe.

Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien vom 19. März
Hermannstädter Stadtpfarrkirche bereits zur Hälfte renoviert
Vermutlich Grabstätte von Samuel von Brukenthal gefunden.

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17. März
Das Problem mit der Diaspora
Corona-Krise in Rumänien.

Zeit Online vom 12. März
Designierter Ministerpräsident tritt vor Abstimmung zurück
Florin Cîţu hätte als Ministerpräsident vereidigt werden sollen, um Rumäniens Regierungskrise zu beenden. Kurz vor der Abstimmung zog er seine Kandidatur aber zurück.

Welt vom 11. März
Ben Ferencz: Der letzte Ankläger der Nürnberger Prozesse wird 100
Ferencz stammt aus einem Dorf in Siebenbürgen, seine Eltern waren Juden. Kurz nach seiner Geburt zog die Familie nach New York.




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Neben Nachrichten zum Verlauf der Coronavirus-Pandemie in Rumänien bewegte vor allem die Spargelernte in Deutschland die Gemüter.