Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
die Altstadt von Schäßburg zieht als UNESCO-Weltkulturerbe Jahr für Jahr viele Touristen an. Auf den offiziellen städtischen Informationstafeln wird der Beitrag der Siebenbürger Sachsen zur Entstehung und Entwicklung der Stadt allerdings nicht angemessen dargestellt oder ausgeklammert. Um das zu ändern, wurde jetzt eine
Petition gestartet.
Wie haben Sie das bei Ihren Besichtigungen in Siebenbürgen empfunden? Wird die siebenbürgisch-sächsische Geschichte vor Ort angemessen präsentiert? Verraten Sie uns Ihre Einschätzung in unserer aktuellen
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SbZ-Artikel
„Wir alle sind Nordrhein-Westfalen“: 75-jähriges Jubiläum der Landesgruppe NRW mit Ministerpräsident Wüst gefeiert/Ehrung für Rainer Lehni
Mit einem fulminanten Festprogramm beging die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. ihr 75-jähriges Bestehen. Am 10. Oktober wurde in Köln groß aufgefahren: Gottesdienst, Sektempfang mit Platzkonzert, Trachtenzug im Sonnenschein, Festakt, siebenbürgisch-sächsisches Kulturprogramm, Auftritt einer kölschen Band, gemeinsames Singen und Tanz zum Abschluss – mehrere hundert Gäste und Mitwirkende waren dabei, um den Landesverband zu würdigen und zu feiern. Als Schirmherrn, Ehrengast und Festredner begrüßte der Landes- und Bundesvorsitzende Rainer Lehni den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst, der zu einem Marsch der Vereinigten Siebenbürgischen Blaskapelle NRW, dirigiert von Roland Pütz, in den Saal der Kölner Flora geleitet und von den Gästen begeistert empfangen wurde.
Weitere Artikel:
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Buch-Tipps
„Beziehungsweise(n). Erweiterungen“: Johann Lippets jüngstes Buch wird Literaturgeschichte schreiben
Johann Lippet ist der Dichter und Chronist des Banats. Seit bald sechs Jahrzehnten ist er seinem Thema, dem Banater Herkunftsmeridian, treu geblieben – und er übt ebenso beständig eine kohärente Formsprache aus: einen chronikalisch-nüchternen, oft nominal verknappten Stil, der auf psychologisierende Ausdeutung verzichtet, sich im Vollzug des Schreibens selbst korrigiert und das Wesentliche durch Lakonie und Sachlichkeit sichtbar macht. Sein jüngstes Buch ist nun sein Vermächtnis: Am 5. Oktober ist Johann Lippet in Heidelberg im Alter von 75 Jahren seinem Krebsleiden erlegen.
Weitere Bücher:
TV-Tipps
Quelle: Pressetexte der Sender
MDR-Fernsehen, Mittwoch, 4. November, 20:15 bis 20:45
EU-Armutsmigration: Sozialstaat in der Sackgasse?
Wie haben sich einzelne Stadtviertel seit Inkrafttreten der vollen EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänien und Bulgarien verändert? Die „exactly“-Dokumentation „EU-Armutsmigration: Sozialstaat in der Sackgasse?“ untersucht, wie mittels Schrottimmobilien und durch Armutsmigration Regelungen im europäischen Sozialrecht ausgenutzt werden. Reporterin Jana Gareis reist dafür von Magdeburg, Halle und Hagen bis in rumänische Orte und fragt, welche Folgen die Freizügigkeit für Kommunen, Anwohner und Zugewanderte hat.
arte, Freitag, 6. November, 12:25 bis 13:10
Stadt Land Kunst
Marseille / Marokko / Rumänien
Thema u.a. Rumänien: Der Diktator und die Bären
Die Schulerau (rumänisch: Poiana Braşov) ist ein sonniges Tal in den rumänischen Karpaten und in der warmen Jahreszeit bei Wanderern sehr beliebt. Kaum jemand weiß, dass einer der gefürchtetsten Diktatoren des 20. Jahrhunderts hier einst der Bärenjagd frönte…
arte, Dienstag, 10. November, 22:50 bis 23:55
Ausreise gegen Devisen – Rumäniens geheime Deals
Vom Ende der 1950er Jahre bis zum Sturz des Ceauşescu-Regimes 1989 organisierte die Sozialistische Republik Rumänien insgeheim einen Menschenhandel beispiellosen Ausmaßes. Hunderttausende rumänischer Jüdinnen und Juden wurden wortwörtlich verkauft, zunächst im Tausch gegen Vieh, landwirtschaftliche Geräte und Maschinen aus dem Westen, später direkt gegen Devisen aus Israel – absolut diskret und auf höchster Staatsebene. Rumänien, das bereits vom Antisemitismus des faschistischen Antonescu-Regimes geprägt war, setzte nach dem Zweiten Weltkrieg die Auslöschung einer der größten jüdischen Gemeinschaften Europas ungebrochen fort. Von den 750.000 Juden, die in den 1930er Jahren in Rumänien lebten, blieben nach dem Sturz des kommunistischen Diktators Nicolae Ceauşescu nur einige Tausend übrig.
BR Fernsehen, Mittwoch, 18. November, 11:05 bis 11:50
Abenteuer Wildnis
Wasserparadiese in Europa – Das Donaudelta
Das Donaudelta – eine besondere Nahtstelle zwischen Land und Meer. Das zweitgrößte Delta Europas, mit 5.800 Quadratkilometern fast elf Mal so groß wie der Bodensee, erstreckt sich im Osten Rumäniens. Ein vielgestaltiger Naturraum mit über 5.200 Tier- und Pflanzenarten. Fast drei Viertel davon stehen unter Naturschutz, ein Brut- oder Rastplatz für 325 Vogelarten.
ARD alpha, Freitag, 20. November, 21:00 bis 21:45
alpha-retro: Orientexpreß (1965)
Legende und Wirklichkeit eines berühmten Schnellzuges
Bundesrepublik Deutschland, 1965
Fahrt über Paris, Wien, Budapest, Bukarest, Sofia, Konstantinopel. Aufenthalt in den Städten und Filmberichte darüber. Fürstin Gracia von Monaco ist in diesem Zug auf der Fahrt nach Wien zu einem Rot-Kreuz-Kongress und gewährt Ernst-Ludwig Freisewinkel im Speisewagen ein kurzes Interview.
MDR-Fernsehen, Samstag, 21. November, 18:00 bis 18:15
Heute im Osten – Reportage
Ein deutscher Hufschmied hilft Pferden in Rumänien
Im Nordosten Rumäniens sind Pferde unverzichtbar. Sie pflügen Felder, transportieren Ernte und Menschen. Als der deutsche Hufschmied Markus Raabe vor 18 Jahren erstmals in die Region kam, war er schockiert über das Leid der Tiere. Er gründete die Hilfsorganisation „Equiwent“. Heute betreibt sie eine Tierklinik, Bildungsprojekte, eine Suppenküche und unterstützt Familien.
MDR-Fernsehen, Sonntag, 22. November, 9:20 bis 10:05
Die Donau – Ein Fluss, zehn Länder
Von Budapest zum Schwarzen Meer
Napoleon nannte die Donau die „Königin der Flüsse Europas“. Auf dem Weg von Budapest ans Schwarze Meer folgt das Filmteam dem Fluss durch Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, bis die Donau in einem großen Delta zwischen Moldau, Rumänien und der Ukraine ins Meer mündet.
Mediathek-Tipp
TV-Interviews mit Siebenbürger Sachsen
Christel Ungar interviewt in der deutschsprachigen „Akzente“-Sendung des Rumänischen Fernsehens TVR vom 15. Oktober zwei bedeutende Siebenbürger Sachsen: den Schriftsteller Eginald Schlattner und Kulturförderer Michael Schmidt.
Interviews
Man darf nicht aufgeben: Siebenbürgen im Wandel Interview mit Jochen Kusch, Gemeindehausbesitzer in Martinsberg
Das „Transilvanian Book Festival“ in Reichesdorf, seit diesem Jahr in „Transilvanian Arts Festival“ umbenannt, ist ein ganz besonderes und hierzulande wenig bekanntes Kulturereignis, das sich ausschließlich an englisch sprechende Touristen wendet, denen Siebenbürgen und Rumänien am Herzen liegen. Es wurde im Jahr 2013 von Lady Lucy Abel Smith aus London gegründet. Die Gäste kamen auch diesmal aus aller Welt und beteiligten sich mit Vorträgen und Ausstellungen. Es wurden alle Kirchenburgen in der Umgebung besichtigt. Überraschenderweise folgte auch eine weite Fahrt südwärts ins abgelegene Dorf Martinsberg (Şomartin). Hier ging es um den bekannten siebenbürgischen Architekten Fritz Balthes, dem dort der einmalige Bau eines Gemeindehauses zu verdanken ist. Dr. Gerhild Rudolf, Autorin eines Buches über ihn, stellte das Werk dieses bedeutenden Siebenbürger Sachsen in Englisch vor. Die beiden neuen Besitzer, Mariana Moore und Jochen Kusch, eine rumänische Amerikanerin und ihr deutscher Partner, erzählten begeistert über ihre Tat, dieses einmalige Haus gerettet zu haben.
Neue Themenwand auf Schloss Horneck: Interview mit Heidrun Negura und Dr. Radu Nebert
Eine neue Themenwand auf Schloss Horneck erzählt von Kirchenburgen als Schutzorten, Glaubensräumen und Wahrzeichen Siebenbürgens. Das Projekt entstand mit Förderung durch das Bundesministerium des Innern. Heidrun Negura, Ehrenmitglied des Siebenbürgischen Kulturzentrums Schloss Horneck e. V. (Schlossverein), verantwortete das Projektmanagement und entwickelte die Texte. Gemeinsam mit ihr strukturierte der Klausenburger Grafikdesigner Dr. Radu Nebert die Wand, wählte die Bilder aus und bearbeitete viele der Fotos. Das umfangreiche Material gestaltete er und gab ihm eine Form. Das nachfolgende Interview führte Heidrun Rau.
Pressespiegel
Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien vom 29. Oktober
Belarussische Oppositionsführerin erhält Europapreis: Swjatlana Zichanouskaja wird in Temeswar ausgezeichnet
Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien vom 29. Oktober
Rechtsfakultäten warnen vor Erosion der Demokratie: Auch West-Uni unterzeichnet Erklärung zur Bedeutung juristischer Bildung
ORF vom 26. Oktober
Rumänien: Von Moskau gesteuerte Spionage aufgedeckt
ORF vom 23. Oktober
Toter bei Drohnentreffer von Handelsschiff vor Rumänien
Hermannstädter Zeitung vom 23. Oktober
Neuer Dechant für den Evangelischen Kirchenbezirk A.B. Mediasch
Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien vom 22. Oktober
Nationaler Holocaust-Gedenktag in Karlsburg begangen
Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien vom 19. Oktober
PNL muss 2,8 Mio. Euro an den Staat zurückzahlen
ntv vom 19. Oktober
Rheinmetall übernimmt Werft in Rumänien
Hermannstädter Zeitung vom 16. Oktober
25 Jahre Opernfestival in Hermannstadt wurde ausgiebig gefeiert
Diskussionen
Allgemeines Forum:
Soziale und rechtliche Integration:
Saksesch Wält:
Soziale Medien
Bei Gesangsrunden sind die Siebenbürger Sachsen immer wieder in ihrem Element, und diese Begeisterung springt auch auf die Zuschauer über.
Leserecho
Kommentar von
Reklich Med zu
„Fliege mit mir in die Heimat“: Vom Strande in Rio nach Siebenbürgen? Gedanken zum siebenbürgischen Liedgut in der öffentlichen Wahrnehmung:
„Ja, diese Fragen muss man sich schon stellen, wenn man z.B. eine große kulturelle Veranstaltung für den Verband der Siebenbürger Sachsen e.V. plant, der sich ja laut Satzung verpflichtet, das siebenbürgisch-sächsische Kulturgut zu bewahren. Die Auswahl an traditionellen Liedern ist in der Tat groß. Ich bin dafür, das immer klar zu trennen: im offiziellen Kulturteil gibt es Siebenbürger Sachsen pur mit Musik, Volkstanz, gesprochenem Wort in siebenbürgisch-sächsischem Dialekt. Nach einer Pause kann jeder auf einem zünftigen Ball so laut er mag die schunkeligsten Schlager mitsingen und gerne auch die eine oder andere Hora tanzen, wenn die Band das anbietet.“
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