Siebenbuerger.de Newsletter
Nr.: 222 | 01.03.2017 | Abonnenten: 6353

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,
Rumänien hat turbulente Wochen hinter sich. Nachdem rund 500.000 Demonstranten auf die Straße gegangen sind, hat die Regierung die per Eilverordnung beschlossene Lockerung der Korruptionsbekämpfung zurückgenommen. Das Vertrauen in die Regierung ist jedoch geschwunden und die Bürgerbewegung dauert an.

Unterdessen sehen sich Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis, das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) und Dr. Bernd Fabritius, Verbandspräsident des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, einer Verleumdungskampagne ausgesetzt. Auf Siebenbuerger.de finden Sie hierzu eine Klarstellung des DFDR und eine Presseerklärung von Dr. Bernd Fabritius, der inzwischen eine förmliche Beschwerde bei der rumänischen Medienaufsicht CNA eingereicht hat.

In den letzten Jahren hat der Konsum von Internetangeboten via Smartphone kontinuierlich zugenommen. Dadurch ändern sich die Anforderungen an die Gestaltung dieser Angebote sowohl vom Inhalt als auch Design her. Dem tragen wir Rechnung, indem wir den Siebenbuerger.de-Newsletter kürzen und das Design erheblich verschlanken. Buch-Tipps und Interviews werden nicht mehr in voller Länge versendet und die Wiederholungen bei den TV-Tipps werden konsequenter ausgesiebt.

Um den Umfang der einzelnen Ausgaben weiter zu reduzieren, wollen wir im nächsten Schritt die Erscheinungsweise des Newsletters umstellen. In welchen Intervallen wollen Sie die Rundmail zukünftig erhalten? Wöchentlich, zwei Mal im Monat oder weiterhin monatlich? In unserer neuen Umfrage können Sie darüber entscheiden.




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SbZ-Artikel

Bernd Fabritius wehrt sich gegen grobe Verleumdungskampagne
Gewisse rumänische Medien weiten ihre Verleumdungskampagne gegen die deutsche Minderheit in Rumänien und Staatspräsident Klaus Johannis (siehe Klarstellung des DFDR) nun auch auf Dr. Bernd Fabritius, MdB, Präsident des Bundes der Vertriebenen und Verbandspräsident des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, aus. In der Sendung "Dosar de Politician" vom 15. Februar 2017 auf dem rumänischen Sender B1 TV wurde Fabritius als erster Stellvertretender Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Menschenrechte der Parlamentarischen Versammlung des Europarates mit wahrheitswidrigen Behauptungen angegriffen. Dazu gibt Dr. Bernd Fabritius folgende Presserklärung ab, die mit dem Briefkopf der Parlamentarischen Versammlung des Europarates versehen ist.

Mitgliedschaft erneuern: Herta Daniel wirbt um junge Siebenbürger Sachsen
Liebe Mitglieder, liebe Eltern, im Februar hat unsere Bundesvorsitzende Herta Daniel 298 jungen Siebenbürger Sachsen und Sächsinnen zur Vollendung ihres 27. Geburtstages schriftlich gratuliert. Es handelt sich dabei um Kinder unserer Mitglieder, die bis letztes Jahr innerhalb der Familienmitgliedschaft ordentliche Mitglieder unseres Verbandes waren.

Politische Vertrauenskrise in Rumänien
Seit zwei Wochen ereignen sich täglich landesweite Massenproteste in Rumänien. Staatspräsident Klaus Johannis mischt sich in Bukarest höchstpersönlich unter die Demonstranten und bekundet seine Solidarität mit der empörten Zivilgesellschaft. Ausgelöst hat die Proteste, die größten seit dem Sturz der Ceauşescu-Diktatur 1989, die von der linksliberalen Koalitionsregierung - ohne öffentliche Debatte - per Eilverordnung beschlossene Lockerung der Korruptionsbekämpfung (diese Zeitung berichtete). Am 5. Februar fordern nach Schätzungen bis zu 300 000 Demonstranten auf dem Siegesplatz (Piaţa Victoriei) in Bukarest den Rücktritt der Regierung.

Weitere Artikel:


Diskussionen

Forum: Allgemeines Forum
Thema: Initiative: Ausschluss PSD aus Fraktion EU-Parlament
Ob sich deutsche Bürger bei Martin Schulz nach seiner Haltung erkundigen werden, bleibt abzuwarten.

Forum: Allgemeines Forum
Thema: Rumänien heute
Korruption ist in Rumänien alltäglich, doch die konsequente Bekämpfung würde die Ungerechtigkeit in der Gesellschaft noch verschärfen.

Forum: Allgemeines Forum
Thema: Zu viele Rumänen in Deutschland?
Wenn sie nun ihre verquere Kontinuitätsgeschichte auch auf Deutschland erweitern ...

Forum: Soziale und rechtliche Integration
Thema: Aufschuberklärung
Keine Formulare unterschrieben an die Behörde senden, die nicht genau durchschaut werden.




TV-Tipps

Quelle: Pressetexte der Sender

WDR, Donnerstag, 9. März, 22:40 bis 23:10
Jenny und die Roma-Kinder
Ein Film von Antje Schneider
"Als ich sie fand, hausten sie in Erdlöchern und Hütten - ohne Strom, ohne Wasser, ohne Essen. Die Männer waren betrunken, die Mütter bettelten - und die Kinder froren halbnackt bei Minusgraden. Ein Slum mitten in Europa!" Jenny Rasche entdeckte die Roma-Siedlung nahe dem rumänischen Sibiu-Hermannstadt durch Zufall, als sie 2007 mit einem Hilfstransport von Deutschland aus auf dem Balkan unterwegs ist. Das Elend der Babys und Kinder geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Zurück zu Hause, im Harz, gründet sie eine Hilfsorganisation und zieht kurz darauf mit ihrem Mann und ihren drei kleinen Kindern nach Rumänien.
Jenny hat ein klares Ziel: Sie holt die Kinder aus dem Slum und schickt sie in eine von ihr gegründete Spezialklasse für Roma-Kinder. Schule statt Betteln. Es entsteht ein Tageszentrum, es wird gekocht, die Kinder lernen geregeltes Essen kennen - und sie meistern die Klassenabschlüsse. Nach fast acht Jahren intensiver Arbeit werden die Erfolge sichtbar. Sieben Jahre begleitete das Filmteam Jenny Rasche und die Roma mit der Kamera. Ein Film über eine ungewöhnliche Frau, die Ungewöhnliches leistet.

NDR, Sonntag, 19. März, 11:55 bis 12:25
Typisch!
Wasserbüffel im Salzhaff - Ein Landwirt mit neuer Passion
Eigentlich züchtet André Harder Fleischrinder: Uckermärker und Fleckvieh. André Harder, Geschäftsführer der Landbau- und Haffrind GmbH in Russow bei Rerik, am Salzhaff, kennt sich mit Rindern bestens aus.
Im Herbst 2014 hat er sich allerdings in Wasserbüffel verguckt und für sich selbst zwei und eine ganze Herde für den Betrieb gekauft. Die ersten 24 ausgewachsenen Tiere italienischer Abstammung hat er in Uelzen bei einem deutschen Wasserbüffelhändler erworben. Auch etliche Kälber sind inzwischen auf seinem Hof geboren.
Wasserbüffel sind komplettes Neuland für André Harder und seine Mitarbeiter. Das Fachwissen über die "Exoten" hat er sich längst angelesen. Jetzt lernen sie sich praktisch alle kennen, sagt er. Richtig verschmust seien die Tiere, das hat ihn überrascht. Nur ärgern sollte man sie nicht, das tragen sie einem lange nach. Harder hat einen Traum: zusammen mit einem Geschäftspartner will er eine ganze Wasserbüffelranch aufbauen. Der neue Stall entsteht gerade.
Anfang April 2015 unternimmt André Harder deshalb mit seinem Geschäftspartner eine Reise nach Rumänien. Dort wollen sie sich 20 neue Tiere aussuchen, frisches Blut in die Zucht bringen. Sie finden tatsächlich passende Büffel, der Kaufvertrag ist schnell unterschrieben, die rumänischen Büffelzüchter sind laut Vertrag für den Transport der Tiere nach Deutschland verantwortlich.




Radio-Tipps

SWR 2, Mittwoch, 8. März, 21:03 bis 22:00
SWR2 Klassiker: Der Pianist und Komponist Dinu Lipatti
Dinu Lipatti, vor 100 Jahren, am 19. März 1917 in Bukarest geboren, am 2. Dezember 1950 nach langer schwerer Krankheit in Genf gestorben, war nicht der einzige bedeutende Pianist, dem nur wenig mehr als 30 Lebenjahre beschieden waren. Aber nur er, um den schon vor seinem Tod eine Aura der Heiligkeit war, ist zur Legende geworden. Jens Hagestedt gibt in dieser Folge der SWR2 Klassiker Gelegenheit, in Einspielungen und Konzertmitschnitten den Gründen für den immensen Nachruhm des Pianisten nachzulauschen.

Weitere Radio-Sendungen zum 100. Geburtstag von Dinu Lipatti:

Deutschlandradio Kultur, Sonntag, 5. März, 15:05 bis 17:00
Interpretationen: "Alles wurde in seiner Gegenwart durchsichtig". Der Pianist Dinu Lipatti

Deutschlandfunk, Donnerstag, 16. März, 22:05 bis 22:50
Historische Aufnahmen: Losgelöst von jeder Erdenschwere. Der Pianist Dinu Lipatti (1917 - 1950)

BR Klassik, Sonntag, 19.März, 13:05 bis 15:00
Après-midi: Zum 100. Geburtstag des Pianisten Dinu Lipatti

SWR 2, Sonntag, 19. März, 15:05 bis 17:00
SWR2 Zur Person: Dem Pianisten Dinu Lipatti zum 100. Geburtstag




Interview

Die Kunstgeschichte Siebenbürgens als spannendes Forschungsfeld: Interview mit Timo Hagen
Timo Hagen, 1982 in Mannheim geboren, hat von 2002 bis 2007 Europäische Kunstgeschichte, Mittlere und Neuere Geschichte und Öffentliches Recht an der Universität Heidelberg studiert. Von 2008 bis 2011 wirkte er mit an der Erstellung der "Denkmaltopographie Stadtkreis Heidelberg". Seit August 2016 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt "Gemeinschaftsbauten als gemeinsames Bauerbe. Siebenbürgisch-sächsische Schul-, Pfarr- und Gemeindehäuser um 1900 und nach der Auswanderung" am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte des Historischen Seminars der Universität Heidelberg. Aus diesem Anlass führte Siegbert Bruss dieses Interview mit Timo Hagen.




Facebook

Besonders angetan waren die Besucher unserer Facebookseite in den letzten Tagen von dem "Donut-Kegel", einer Kombination aus Baumstriezel und Eis, die über 300 Mal geliket wurde. Viel Aufmerksamkeit erregte auch unser Posting über das Brukenthal-Museum vom 25. Februar, denn an diesem Tag vor 200 Jahren wurde das Museum offiziell eingeweiht. Sie sind beim Heimattag 2017 vom 2. bis 5. Juni auch in Dinkelsbühl mit dabei? Dann erhalten Sie weitere Infos auf unserer Facebook-Eventseite zum Heimattag und haben über diese Seite auch die Möglichkeit, ihre Facebook-Freunde zum Heimattag einzuladen.



Leserecho

Leserecho von Brigitte Riener (6. Februar)
...puh... was ist denn das für ein Newsletter!!
Die Information erschlägt einen ja förmlich, viel zu viel, komplett ungegliedert... ausgedruckt 12 Seiten, das ist ja mehr ein Informations-Dossier denn ein Newsletter, der vom Namen her nur wenige, aktuelle Inhalte transportieren sollte...! Sorry für dieses sehr ehrliche Feedback, ich habe beruflich viel mit Newsletter zu tun, schaue deswegen mit ganz anderen Augen drauf. Ich gebe dem Ding eine Chance und werde ihn in den Abendstunden in Ruhe zu lesen versuchen, da muss ich mir nämlich einiges an Zeit frei schaufeln. Falls mich das Werk weiterhin erschlägt, bestelle ich ihn wieder ab, sorry...!

Antwort von Siebenbuerger.de
Den Newsletter verschicken wir einmal im Monat und versorgen die Leser mit Links zu den Artikeln und Diskussionen der letzten zwei bis drei Wochen und mit TV-Tipps der nächsten 2-3 Wochen. Dazu manchmal ein Buch-Tipp oder ein Interview, aber nur selten beides zusammen. Dadurch sammelt sich natürlich einiges an Inhalten an, was den Newsletter dann doch recht umfangreich macht.

Antwort von Brigitte Riener (16. Februar)
Vielen Dank für die Rückmeldung - ich habe alle 12 Seiten gelesen ! Tatsächlich interessant und sehr gut geschrieben. Dennoch erschlug mich die Länge. Ist eher eine Online Zeitung als ein Newsletter... der Name ist irreführend. Aber das ließe sich ja leicht ändern, im Falle des Falles.

Zweite Antwort von Siebenbuerger.de
Manchmal braucht man nur noch einen kleinen Anstoß, um eine Veränderung herbeizuführen. Wir danken dafür. Warten wir ab, ob unsere Leser in unserer neuen Umfrage auch eine wöchentliche Erscheinungsweise des Newsletters befürworten, um ihn künftig noch kürzer und prägnanter zu gestalten.